11 Fragen an…. Peter Pachel.

Peter auf Paros

Peter Pachel ist 1957 in Siegburg geboren und im Rheinland aufgewachsen. Nach der Lehre zum Chemielaboranten hat er an der Fachhochschule Köln Umwelttechnik studiert. Seit 25 Jahren arbeitet er in einem internationalen Unternehmen und ist im Sales Support & Sales Development tätig. Durch seinen Beruf ist er viel in Europa unterwegs und seine kommunikative Art setzt er bei Vertriebstrainings und Produktschulungen ein.

Wir haben Peter in einem kurzen Interview 11 Fragen gestellt. Und das kam dabei raus:

  • Wenn Du nur 5 Worte hast, um dich selbst zu beschreiben. Was würdest Du sagen?

Ich bin ein offener, kommunikativer, kreativer manchmal recht ungeduldiger verlässlicher Mensch.

  • Was war Dein Lieblingsbuch als Kind und als Jugendlicher?

Ich habe immer Abenteuerromane wie Robinson Crousoe oder aber auch die Geschichten von Enid Blython „Fünf Freunde“ gerne gelesen

  • Was liest du heute am Liebsten?

Ganz verschieden, meine Lieblingsautoren sind Forsyth, Crichton, Mankell, Suter und als Kölner natürlich Schätzing. Und ich lese auch viele weniger bekannte Autoren z.B. aus dem Größenwahn Verlag. Komme nur leider viel zu wenig zum Lesen, meine zwei Bücher im Mai des letzten Jahres und das gerade erschienene Griechische Gift haben meine wenige Freizeit komplett in Anspruch genommen. Und ich arbeite ja auch an einem dritten Paros Krimi….

  • Gibt es auch Bücher, die du nur gezwungenermaßen oder nie zu Ende gelesen hast? Welche (und warum)?

Fachbücher…lach…Ich merke sehr schnell, wenn ein Buch mir nicht gefällt weil es zu langatmig ist oder der Spannungsbogen fehlt oder wenn es schlecht recherchiert ist.

  • Wie bist du selbst zum Schreiben gekommen?

Wie die Jungfrau zum Kind. Nein, die Idee war lange da und irgendwann bei viel Krasi (Wein) habe mit einigen der „Familienmitgliedern“ aus Maroulas Geheimnis gewettet, dass ich über diese Clique einmal ein Buch schreiben werde. Aber wie so oft im Leben, braucht eine Idee einen Auslöser um sie schließlich umzusetzen. Bei mir waren es zwei Dinge, die mich dazu gebracht haben ein erstes Buch zu schreiben, eine akute Arbeitsüberlastung in meinem Job und eine immer bösartigere Presse über mein geliebtes Griechenland. Da war es mir ein Bedürfnis, dem etwas entgegen zu setzen, indem ich verpackt in einer Geschichte meine wunderbaren Erlebnisse auf dieser schönen Insel schildern konnte. Gleichzeitig habe ich die therapeutische Wirkung des Schreibens entdeckt.

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Peters Lieblingsbild: Ein Fischer auf Paros.
  • Wieso dieses Genre (Krimi)?

Ich habe die beiden Bücher als Reisekrimis bezeichnet, weil mir wichtig war viel von Paros und im Griechischen Gift auch von Amorgos zu erzählen, aber in der Art dass es für den/die Leser/in auch spannend ist. Also eigentlich eine Reiselektüre mit kriminalistischer Handlung.

  • Wieso gerade Griechenland? Was verbindet dich mit diesem Land?

Ganz viel!! Wie schon gesagt, bin ich zum ersten Mal 1981 auf den Kykladen und in Attika gewesen und habe mich in dieses Land und seine Menschen direkt verliebt. Das Licht, die warmherzige Gastfreundschaft halt ein Stück Leben, dass wir in Deutschland seit vielen Jahren schon nicht mehr kennen. Dazu hatte ich das Glück eine Familie zu treffen, zu der ich nun seit mehr als 30 Jahre fahre, und viele Eindrücke dort vom tatsächlichen Leben mitbekommen habe. Ich bin viel in der Welt unterwegs gewesen, privat und beruflich und ich habe nirgends auf der Welt so warmherzige Menschen kennengelernt.

  • Sind die Handlungen und Protagonisten deiner Bücher reine Fiktion oder gibt es da Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Geschehen und realen Personen oder gar autobiographische Züge?

Es ist eine Mischung, aber es steckt sehr viel selbst Erlebtes in den Büchern, was schon zu wilden Spekulationen geführt hat. Ich kann am besten über selbst gemachte Erfahrungen schreiben, die dann mit einer Portion Fiktion und natürlich auch autobiographischen Passagen gemischt werden.

  • Woher nimmst du die Inspiration für deine Bücher? Was treibt dich um?

Geschichten über Menschen zu schreiben, in meinen beiden Büchern über Menschen in einem Zeitabschnitt des Jahres, der von vielen als der schönste im Jahr bezeichnet wird – dem Urlaub.  Da gibt es ganz viel Inspiration man muss nur die Augen aufhalten und seine Fantasie ein wenig laufen lassen.

  • Vielleicht hast du vom 1. deutsch-griechischen Lesefestival im September 2013 in Paleochora auf Kreta gehört. Für 2016 steht ein weiteres solches an – auf Kreta oder „irgendwo“ in Griechenland. Was hältst von einer solchen interkulturellen Initiative und hättet du Lust, daran teilzunehmen?

Ich nehme ja auch in Weimar teil und ich freue mich darauf. Eine griechische Location wäre mir natürlich lieber, aber da ich einen recht stressigen Vollzeitjob habe mit viel Reisetätigkeit, muss ich das alles unter einen Hut kriegen. Ich war schon mehrere Male in Paleochora und es ist einer meiner Lieblingsorte auf Kreta, von daher immer gerne.

  • Was wünschst du dir für die Zukunft Griechenlands – und für deine Eigene?

Ich wünsch mir, dass die Griechen endlich wieder zur Ruhe kommen und dass es eine Zukunftsperspektive für die Jugend gibt. Ich glaube die Perspektivlosigkeit einer ganzen Generation ist das größte Problem. Das wird ein hartes Stück Arbeit und ich befürchte, dass dabei auch ein Stück meines erlebten Griechenland auf der Strecke bleibt.

Für mich persönlich wünsche ich mir noch viele Bücher schreiben zu dürfen und in ein paar Jahren auch einmal für mehr als drei Wochen in Hellas verbringen zu können…

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Buchtipp: “Griechisches Gift: Kommissarin Waldmann ermittelt auf Paros”. Von Peter Pachel.