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„11 Fragen an….“: Prof. Dr. Bisera Suljic-Boskailo

Bisera liest zugeschnitten
Bisera bei Ihrer Lesung auf dem Lesefestival in Paleochora

Bisera Suljic-Boškailo wurde am 09.01. 1965 in Tutin (Serbien) geboren, ist eine bosnisch-herzegowinische Schriftstellerin. Sie veröffentlichte in Bosnien und Serbien die Romane „Goli Otok“, „La Perla“‚ „Pešter“, „Bilija“, „Karakondzula“, die Gedichtbände „Vilino Kolo“, „Vilinokolo i drugeljubavi“, „Vidljivo i nevidljivo“, „Das Sichtbare und das Unsichtbare“ und einiges mehr.

Für ihr Werk als Lyrikerin wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem renommierten Antun-Branko-Šimić-Preis. Ihr Roman „Bilija“ wurde für 2009 als bester Roman (Manuskript) in Serbien prämiert, der Roman „Karakondzula“ wurde als Roman des Jahres 2013 in Bosnien ausgezeichnet.

Suljić-Boškailo studierte Serbokroatische Sprache und Literatur in Sarajevo und Mostar und Deutsche Sprache und Literatur in Eichstätt. Sie promovierte im Fach Deutsche Literatur.

Von 2008 – 2012 unterrichtete Bisera Deutsche Literatur in Sarajevo, Mostar, Bihac (Bosnien) und Novi Pazar (Serbien); an der Internationalen Universität Novi Pazar leitete sie den Lehrstuhl für Germanistik. Sie übersetzte u.a. Michael Krüger, Bodo Schäfer und Paul Maar ins Bosnische.

Zur Zeit lebt Bisera sie als freie Schriftstellerin und Journalistin in Ingolstadt und Sarajevo.

Und sie war zu Gast bei uns auf dem griechisch-deutschen Lesefestival, wo wir die Freude und Gelegenheit hatten, diese außergewöhnliche Frau etwas näher kennenzulernen. In diesem Rahmen durften wir auch unsere „11 Fragen an….“ stellen, die Bisera uns wie folgt beantwortet hat:

  • Wenn Du nur 5 Worte hast, um dich selbst zu beschreiben. Was würdest Du sagen?

Originell; etwas anders aber menschlich…

  • Was war Dein Lieblingsbuch als Kind und als Jugendliche?

Märchen, Grimms Märchen.

  • Was liest du heute am Liebsten?

Geheime Bücher oder Bücher über geheime Welten.

  • Gibt es auch Bücher, die du nur gezwungenermaßen oder nie zu Ende gelesen hast? Welche (und warum)?

Ja, Bücher, die als Schullektüre Pflicht waren.

  • Was war deine Motivation, Germanistik zu studieren?

Ich wollte Goethe und Schiller in Originalsprache lesen.

  • Wie bist du selbst zum Schreiben gekommen?

Damit bin ich geboren. Ich habe schon als Kind geschrieben und wusste von Anfang an, dass ich eines Tages Dichterin, Schriftstellern sein werde.

  • Sind die Handlungen und Protagonisten deiner Bücher reine Fiktion oder gibt es da Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Geschehen und realen Personen oder gar autobiographische Züge?

Die Seelen der Protagonisten sind von realen Personen entliehen, oft auch mit autobiografischen Zügen.

  • Woher nimmst du die Inspiration für deine Bücher? Was treibt dich um?

Es kommt alles von alleine. Wenn die Zeit kommt, dass ein Buch entstehen wird, kommt alles plötzlich aus mir. Ich bin dann selbst überrascht, wie alles fließt. Unbeschreiblich ist der Prozess des Schreibens bzw. Schaffens.

  • Wie hast du deine Teilnahme am griechisch-deutschen Lesefestival vom 13.-21. Mai 2016 in Paleochora auf Kreta wahrgenommen? Welche Wünsche oder Anregungen hast du noch für uns als Organisatoren vor Ort für das nächste Mal, zu dem du bereits jetzt schon herzlich eingeladen bist ?

Ich fühlte mich auf Kreta, wie zu Hause angekommen. Die Organisatoren, Teilnehmer, Dichter und Künstler waren alle besonders nett und das Treffen mit ihnen war eine wertvolle Bereicherung für mich. Es wäre vielleicht gut, wenn alle Teilnehmer in gleichem Hotel (Pension) wohnen, damit wir uns noch mehr kennenlernen können. Und Radio Kreta könnte live einige Dichtergespräche übertragen.

Bisera romantisch
Bisera romantisch in Paleochora
  • Du hast auf dem Lesefestival in einer Diskussionsrunde gesagt „Wenn ich nicht mehr schreiben darf, sterbe ich“. Kannst du diese Aussage etwas näher erläutern?

Schreiben ist meine Aufgabe und Sinn meines Lebens. Ich könnte mir das Leben ohne dieser Kunstwelt in mir nicht vorstellen. Das ist eine Welt, die in mir lebendig ist und mich treibt so zu sein, wie ich bin – lebendig. Ich glaube mein Herz und meine Seele ist aus Wörtern und Bilder geschaffen.

  • Was wünschst du dir für die Zukunft Griechenlands – und für deine Eigene?

Griechenland ist ein Begriff für Kultur und Kunst und so soll es ewig und immer bleiben. Es soll ein Ort des äußeren und inneren Friedens sein.

Radio Kreta sagt „Danke, Bisera! Für alles!“


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