Acht Jahre Sparmaßnahmen und ihre Auswirkungen auf die griechischen Krankenhäuser.

Reicht es nicht bald?

Acht Jahre rigider und von der EU auferlegter Sparmaßnahmen hatten, unter anderem, auch einen großen Einfluss auf die Leistungen öffentlicher Krankenhäuser. Wichtige Diagnose-Geräte fehlen einfach bzw. sind die alten Maschinen, die häufig versagen, einfach nicht brauchbar. So ein Bericht der (Online-) Tageszeitung „I Kathimerini“ (H Καθημερινή).

Jüngsten Untersuchungen zufolge, die von der Gewerkschaft der griechischen öffentlichen Krankenhausangestellten (POEDIN – Πανελλήνια Ομοσπονδία Εργαζομένων Δημοσίων Νοσοκομείων – Panhellenische Föderation der öffentlichen Krankenhausangestellten) durchgeführt wurden, haben mindestens 16 staatliche Krankenhäuser keinen CT-Scanner und weitere 25 verfügen bestenfalls über alte Maschinen, die oft kaputt gehen und halt einfach nicht funktionieren.

Was sollen Kinder von solcher Politik denken?

„Viele der Maschinen sind kurz vor dem Ende ihrer Lebensdauer“, sagte POEDIN-Chef Michalis Giannakos gegenüber Kathimerini. „Seit acht Jahren wurden keine Investitionen in neue Ausrüstung getätigt“, sagte er und fügte hinzu, dass neue Maschinen als Spenden oder mit europäischen Subventionen gekauft wurden. Dazu trägt auch immer wieder Freund Erwin Schrümpf mit seiner Griechenlandhilfe.at bei. Noch dazu fehlen allerdings Ärzte, die zwar immer mal wieder ohne Entlohnung arbeiten, aber aller Idealismus hat nun mal auch seine Grenzen. 

Wir haben hier in Paleochora glücklicherweise einen Augenarzt, der Donnerstags ab 11h hier für 3-4 Stunden praktiziert. Im öffentlichen Krankenhaus in Mournies bei Chania bekommt man nämlich für die nächsten 6 Monate erst mal keinen Termin….

Alles andere wird hier bei uns über die Erste-Hilfe-Station in Kandanos geregelt – inclusive Transfer in´s öffentliche Krankenhaus Chania – wenn denn der Ambulanzwagen, idealerweise auch noch Fahrer und Sprit vorhanden sind….

In Athen diskutiert man das Thema Gesundheitstourismus. Heilquellen in Griechenland. Eine neue Geldquelle.

Und Herr Tsipras lässt sich in Davos feiern. Auch schön….

Radio Kreta – hat irgendwer noch ein paar Köpfe zum Schütteln?

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Ein Kommentar

  1. Es ist wie überall,
    das Volk muss darben, solange es noch einen Cent in Dr Tasche hat,wird geholt.
    Die „Herrschaften“ haben ja z.B.
    was Ärzte und Krankenhaus anbelangt keine Probleme
    Sie haben ihre
    Privatversicherungen und können es sich leisten dies alles zu bezahlen.

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