An den Küsten des Lichts: Der Maler und „Zeitnehmer“ Willy Dorn.

Ein illustrativer Erzähler und Zeitnehmer

„Wassilis Dornakis“

Willy Dorn, 1954 in Berlin geboren, entdeckte für sich die Insel Kreta vor mehr als 35 Jahren. Schon beim ersten Ankommen damals, mit der Fähre, bemächtigte ihn das Gefühl, heim zu kommen.

Diesem Heimatgefühl folgend, besuchte der Künstler die Insel so oft wie möglich und verlegte vor nunmehr über zehn Jahren seinen Wohnsitz nach Kreta, wo er von seinen kretischen Freunden Wassilis Dornakis genannt wird.

Willy Dorn hat viele Gegenden Griechenlands bereist und seine Eindrücke “dokumentarisch” in Reiseskizzen, lavierten Zeichnungen und Aquarellen festgehalten. Einen entscheidenden Einfluss auf seine Arbeiten hatten dabei seine häufigen Aufenthalte auf der Kykladen-Insel Santorini und sein “neues” Domizil Kreta.

Der Kunsthistoriker Helge Bathelt sagte einmal über den Maler, er sei ein “Zeitnehmer”. Willy Dorn nimmt sich die Zeit, zu reisen, schöne Dinge zu leben und Schönes zu gestalten. Sich selbst bezeichnet der Künstler als “gnadenlosen aber hoffnungsvollen Romantiker”, der in all dieser neuzeitlichen Hyperschnelligkeit bewusst sein “Tempo” verlangsamt hat. Wann immer es die notwendigen Arbeiten möglich machen, vor Computer und Schreibtisch zu fliehen, ist er wandernderweise über viele Stunden und Tage unterwegs in der wilden Bergwelt der “Lefka Ori” (deutsch: die “Weißen Berge”), allein oder als Wanderführer mit kleinen Gruppen.

Willy Dorn arbeitet vorzugsweise in Bilder-Serien. So kann er sich intensiv in ein selbst gestelltes Thema hinein arbeiten, sich technisch wie auch inhaltlich perfektionieren. Bekannt wurden seine ausdrucksstarken Bilder-Zyklen von Jahrhunderte alten und knorrigen Olivenbäumen oder die umfangreiche Darstellung von Kretas unterschiedlichen Küsten mit eingearbeiteten Elementen aus der klassisch-griechischen Mythologie. In seinem neuen Bilder-Zyklus setzt sich der Künstler humorvoll aber auch hintergründig mit den “Szenen einer Partnerschaft” auseinander. Reduziert auf zwei typisch griechisch blaue Stühle mit Bistro-Tisch stellt Willy Dorn all die vielseitigen und vielschichtigen Situationen einer lebendigen Partnerschaft dar.

Willy Dorn ist kein abstrakter und kein abstrahierender Maler. Er möchte vielmehr mit seinen Bildern erlebte und durchlebte Geschichten von sich selbst und von seiner geliebten Insel Kreta in illustrativer Weise erzählen. Seine Themen sind Meeresküsten, bizarre und knorrige Olivenbäume sowie pittoreske kretische Naturlandschaften, die in akribischer Maltechnik und idealisierter Weise dargestellt bzw. neu interpretiert werden.

Willy Dorn: Die Website.

Und ein schönes Buch von Willy: „Der griechische Stuhl“.

 

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4 Kommentare

  1. Hallo Jörg,

    ich bin angenehm überrascht, dass Du mich mit meinem künstlerischen Einsatz für die liebreizende Insel Kreta in Deine Homepage aufgenommen hast! Danke!!! Was ich aber sehr schade finde ist, dass mein Aquarell „Ölbaum mit Boot“ so zusammen gestaucht erscheint, oder stellt sich dies nur bei meinem Laptop in der Ansicht so dar? Wenn es aber tatsächlich so gestaucht in der Ansicht erscheint, würde ich mich sehr freuen, wenn Du dies noch verbessern könntest! Noch einmal Danke vorab!

    Einen winterlichen Gruß aus Deutschland!

    Willy Dorn (Wassilis Dornakis)

  2. Moin Willy

    Die Technik!
    Haben mal ein wenig an Deinem Bild rum radiert.
    Sollte jetzt besser sein, kann aber das Original nicht ersetzen.

    Gruß aus dem „winterlichen“ Paleochora

    Jörg, Su und Mitso

  3. Schreib doch mal was über Peter Bamm. Egal was man über ihn hergezogen hat, er hat die Küsten des Lichts in bisher unübertroffener Weise beschrieben. Und wenn Du Kästner bringst der genauso runtergemacht wurde komm jetzt mal mit Peter Bamm raus. Es lohnt sich.
    Das Gesamtwerk habe ich hier aber,“ An den Küsten des Lichts“ ist das schönste, für mich seit 40 Jahren. Danach 37 Jahre Paleochora. Ok, in Paleochora ist der Himmel inzwischen eng geworden, zuviel Lichtverschmutzung, war auf den Kykladen schöner (1979) aber in Paleochora trifft man Menschen mit denen man reden kann, nicht nur sülzen, Einheimische eben. Glatzenbäuche aus GB interessieren mich da eher weniger. Bin eben alt aber noch dünn (61) und nicht korrumpiert.

    Norbert

  4. Und, off topic now, die John Vaughan Geschichte die Du bei mir abgegriffen hast war sowas von veraltet…. Mann frag doch mal nach. Die Historie (die richtige) habe ich immer noch am Start, der Rest wird jetzt irgendwo in Berlin verwaltet. Alte Leute werden manchmal giftig, senil, was weiß ich. Immerhin hatten wir ein schönes Konzert im Mai 2009 bei Eftichios wo John mir einige Macken in meine Martin gekloppt hat. OK, shit happens aber bei dem nächsten CD Projekt sind wier völlig aus einander geraten………….

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