APNOE-Tauchen auf Kreta

Die Definition Apnoe Tauchen ist so einfach wie beeindruckend: Eine maximale Zeit unter Wasser und dies mit nur einem Atemzug. Sei es, eine gewisse Tiefe zu erreichen, Distanz im Streckentauchen zu überbrücken oder einfach regungslos an der Wasseroberfläche, mit dem Kopf im Wasser, die Zeit „totzuschlagen“. Apnoe.  Nur ein Atemzug und man gleitet hinab zwischen Loslassen und „Atemnot“. All dies fällt unter den Begriff Apnoe Tauchen. Die Ausrüstung? Badebekleidung. Alles andere, wie z.B. Neopren, Taucherbrillen und Flossen sind optional und (Wasser)-temperaturabhängig. Im Rausch der Tiefe tauchen mit großen Sauerstoffflaschen und viel Zubehör kennt jeder. Aber wie wäre es einmal Auge um Auge, der Körper gegen das feuchte Element Wasser. Nur du und die Natur? Willkommen beim Apnoe Tauchen.

apnoe

Apnoe – so fühlt es sich an: „Ich liege völlig regungslos auf dem Wasser, spüre die Bewegungen der Wellen im ganzen Körper und versuche, komplett zu entspannen. Mein Atem fließt langsam und tief, wie eine Welle in den Körper und genauso kehrt er wieder nach außen. Meine Augen gehen auf und die Reflektionen der Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche fallen genau in sie hinein. Ich atme weiterhin tief und intensiv. Neben der Badebekleidung gehört noch eine Taucherbrille zu meinem Equipment. Der Geist ist völlig fokussiert, der Körper entspannt und der letzte Atemzug wird in Angriff genommen. Die Lungen weiten sich, die kostbare Luft strömt in den Körper und schon geht die Reise ins nicht enden wollende Nichts los. Der menschliche Körper alleine im fremden Element Wasser. Doch an Stelle eines Kampfes um Leben und Tod, gleitet der Körper nahezu schwerelos und friedlich in die Tiefe des Wassers ab. Jede einzelne Muskelfaser ist komplett entspannt und ich gebe mich hin. Ich spüre, wie sich der Puls verlangsamt und sich das Blut stoßweise im Körper verteilt. Das Gefühl der Unantastbarkeit steht in regelmäßiger Abwechslung mit der Begeisterung, ein Teil des Lebens in der Tiefe zu sein. Im Rausch der Tiefe vergisst man nun völlig die Zeit. Bin ich nun eine Minute, eine Stunde oder doch schon das ganze Leben unter Wasser? Nun beginnt das leichte Zucken und kontrahieren des Zwerchfells. Es ist das Zeichen, dass dieser endlos scheinende Moment doch zu Ende geht. Man begibt sich nun wieder auf die Reise an die Wasseroberfläche. Das Zucken unter dem Brustkorb erhöht seinen Intervalle und wird immer intensiver. Nun tritt die Begeisterung der Wasserwelt langsam in den Hintergrund und die Konzentration, den Atemreiz effektiv zu unterdrücken, wird Hauptbestandteil des Auftauchens. Ich sehe an der Wasseroberfläche nun langsam die Umrisse des kleinen Bootes, das uns zur Tauchstelle gebracht hat und die Sonne stellt sich als gelbe helle Fläche am verschwommenen Himmel dar. Nur noch wenige Meter. Ich spüre die Veränderung der Druckverhältnisse und schon stoße ich mit dem Kopf durch die Wasseroberfläche, direkt zur so kostbaren und rettenden sauerstoffgefüllten Luft. Drei bis vier tiefe Atemzüge und schon realisiere ich, was gerade vollbracht wurde. Es läßt einen unbeschreibliche Glücksgefühle verspüren, ein ganz kleiner Teil in diesem riesigen und unabhängigen Netzwerk gewesen zu sein. Fern von allen menschlichen Normen und Illusionen.“

von unserem Freund Patrick Reiners, Fitness-und Ernährungstrainer bei Radio Kreta


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