Aus dem Garten und dem Kochstudio: Chrysanthemen.

Bei Chrysanthemen denken die Meisten sicher an Blumen. Das ist ja auch erst mal gut und richtig so, aber diese krautig-fluffigen Gewächse sind noch viel mehr als „nur“ Blumen – man kann sie nämlich auch essen und somit rücken sie natürlich in unseren Fokus…. Aber jetzt erst mal systematisch und der Reihe nach.

Chrysanthemen sind ausdauernde, meist krautige Pflanzen, gelegentlich aber auch am Ansatz verholzende Halbsträucher. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind schwach bis stark gefiedert, gelappt oder bisweilen ganzrandig. Die Gattung ist hauptsächlich in Ostasien verbreitet (China, Korea, Japan), strahlt aber über Russland bis hin nach Osteuropa aus (Chrysanthemum zawadskii) und wächst deswegen auch auf Kreta.

Der Gattungsname geht zurück auf die bereits bei Plinius dem Älteren verwendete Bezeichnung Chrysánthemo (χρυσάνθεμο), die Gold-Blüte. Der Name setzt sich zusammen aus den altgriechischen Worten Chrysós (χρυσός) – Gold und ánthos (ἄνθος)– Blüte oder Blume.

Chrysanthemen 1
Chrysanthemen – schön und lecker.

Die Speisechrysantheme ist ein wenig bekanntes Würzkraut der fernöstlichen Küche.

Verwendet werden die jungen Blätter, Knospen und Blüten – roh in Salaten oder als Gemüse, die Blätter traditionell in Suppen, Pesto und Eintöpfen. Ihr interessantes Aroma erinnert in Spuren an Petersilie und Rucola (Anm..Red.: und unseres Erachtens durchaus an Sellerie!). Da sie schnell ihre Struktur verlieren werden sie erst im letzten Augenblick zugegeben. Die zartgelben Blüten lassen sich sehr gut als essbare Dekoration verwenden, aus den Blüten kann man einen herzhaften Tee zubereiten, der ein bisschen im Geschmack an Kamille erinnert, aber ein wesentlich kräftigeres Aroma hat.

Ab einer Wuchshöhe von etwa 20 cm kann die Speisechrysantheme durch einfaches Abbrechen geerntet werden. Sie bildet dann schnell neue Seitentriebe aus. Den abgebrochenen Stengel schält man am Besten ganz dünn, die leicht holzige „Rinde“ lässt sich, ähnlich wie bei Spargel, auch sehr gut  mit der Hand abziehen. Dann einfach herzhaft reinbeissen, oder die Pflanze halt in beliebigen Speisen verarbeiten. 

Die Chrysantheme mag es sonnig, aber nicht zu heiß, somit ist eine Schattierung in der Mittagshitze empfehlenswert. Bei uns wächst das Kraut wahlweise unter den Traubenranken und den Johannsibrotbäumen – da sind alle guten Bedingungen gegeben.

Und morgen zu Mittag gibt es ein feines Chrysanthemensüppchen vorweg….

Radio Kreta – neugierig durch die Natur.

Quellen: Hobbygärtner und Freund Markus Dörr, unser Garten, Wikipedia und chrysanthema.lahr.de


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Auch ein prima Kraut aus der Natur: Majoran.

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