Aus dem Kochstudio: Fisch im Bierteig.

Welche Auswirkungen so ein Behördengang-Freitag in der „großen Stadt“ (Chania) haben kann, haben wir schon mehrfach erfahren – der letztfreitägliche Chaniabesuch hatte allerdings mal wieder recht Positive – und zwar der kulinarischen Art.

Unsere liebe Anna Chronisti musste ob ihrer verschiedenen saisonalen Jobs, denen sie jetzt in den Wintermonaten nicht nachgeht und sich somit voll auf ihre Mitarbeit bei Radio Kreta und im „Streichelzoo“ konzentrieren kann, nach Chania, um sich arbeitslos zu melden und dann – mit etwas Glück – innerhalb biblischer 40 Tage eventuell etwas Geld auf ihrem Konto zu finden. Diese Geschichte wird Anna Euch allerdings noch separat erzählen.

Wir sind einfach kurzerhand gemeinsam mit ihr da hin gefahren, denn wir hatten niederlassungswilligen kretaphilen Freunden aus Deutschland Anna´s Hilfe bei der Erlangung einer Steuernummer – der berühmt-berüchtigten „AFIMI“ (Α.Φ.Μ.) – angeboten. Auch diese kleine Odyssee wird Anna demnächst mit Euch teilen…

Nun endlich: Fisch im Bierteig

FIX fertig: Fisch im Bierteig.

Nun waren alle Behördengänge für griechische Verhältnisse recht flott und mit gewissem Erfolg absolviert, als sich der kleine oder auch größere Hunger meldete. Da man nun schon mal mitten in der Stadt war und besagte niederlassungswillige kretaphile „Neulinge“ noch nicht viel von ebendieser gesehen hatte, beschlossen wir einfach, ein schönes Mittagessen in der Markthalle einzunehmen. Die Auswahl des Restaurants war nicht schwer, denn das eigentlich angestrebte war proppenvoll besetzt, aber beim Nachbarn war noch ein Tisch für 7 zu bekommen und die Auslage mit den Tagesgerichten nicht weniger ansprechend.

Die Auswahl war schnell getroffen, es gab Stamnagathi (Σταμναγκάθι) , Frikadellen -Biftékia (Βιφτέκτια), Stifado (Στιφάδο), Schwertfisch – Xifías (Ξιφίας), Gemista (Γεμιστά) und Stockfisch – Bakaliaros (Μπακαλιάρος). Letzteren im Bierteig frittiert.

Und der war dermaßen lecker, saftig und auf den Punkt gegart, dass Scheffküchenredakteuse gar nicht darum herum kam den sehr netten Kneipenwirt auf die Zubereitung anzusprechen und diesbezüglich auszuquetschen. Und heraus kam ein wundervolles Rezept, das auf der letztsonntäglichen Radio-Kreta-Nikolausi-House-Warming-Grillparty unter freiem Himmel schiere Begeisterung hervorrief – und deswegen wollen wir es natürlich gerne mit Euch teilen.

In bewährter Reihenfolge hier erst mal die Zutaten:

    • pro Person 2-3 Scheiben Kabeljau (tiefgefroren bei Petrakis, 15 Stück zu knapp 8,- Euro)
    • Pfeffer, Salz und frisch geriebene Muskatnuss
    • 4 Eier
    • 400 gr. Mehl
    • 1/2 TL Backpulver
    • 1/4 ltr. helles Bier
    • 10 EL Milch
    • 4 EL Olivenöl
    • zum Ausbacken 2-3 Liter Sonnenblumenöl oder anderes Frittierfett

Und die Zubereitung geht erfreulicherweise so schnell wie einfach vonstatten:

  • die Kabeljauscheiben bei Zimmertemperatur auftauen und mit Küchenkrepp trocken tupfen
  • in der Zwischenzeit den Teig zubereiten, in dem Ihr Mehl, Eier, Pfeffer, Salz, Muskatnuss, Backpulver, Milch, Bier und Olivenöl zu einem geschmeidigen Teig mit dem Handmixer verrührt.
  • den Teig ca. 30 Minuten ruhen bzw. „gehen“ lassen – er soll auf jeden Fall zähflüssig sein
  • das Frittierfett/Sonnenblumenöl in einem großen Topf erhitzen
  • die aufgetauten Fischscheiben großzügig im Teig wenden und in das heiße Fett geben
  • je nach Größe des Topfes jeweils 4-6 Scheiben gleichzeitig frittieren – gar ist der Fisch, wenn er an der Oberfläche schwimmt und sich der Teigmantel goldgelb färbt
  • den Fisch aus dem Öl nehmen, kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen, um überschüssiges Frittierfett abzunehmen und dann schön knusprig und heiß mit Salat, Tsatsiki und idealerweise der Kartoffel-Knoblauch-Paste „Skordaliá“ servieren!

Radio Kreta – lecker Fisch geht auch mal!


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