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Aus dem Kochstudio: Griechische Bohnensuppe „Fasolada“ – ein Nationalgericht.

Winterzeit – Suppenzeit!

Auch wenn der Winter 2016 uns bisher ziemlich vor Eiseskälte und Schneeregen verschont hat und die letzten Wochen außerordentlich mild, regen- und windarm waren, macht sich doch dann und wann etwas Kälte breit.

Und wenn man dann bei Regen und mitten in dicken Wolken in den kretischen Bergen wohnt und jederzeit mit einem Stromausfall rechnet, tut man immer gut daran, ein Süppchen auf dem „Somba“ („Σόμπα“), dem traditionellen „Bollerofen“ köcheln zu haben.

Und genau dafür eignet sich unser heutiges Suppen-/Eintopf-Rezept hervorragend (auch wenn es, seitdem wir unseren „Somba“ haben, bisher kaum Stromausfälle gab – war eh klar….)!

„Somba“ – der Ofen auf Kreta

Wem also nach unserem „Ziegensuppen“-Rezept von neulich erst mal nicht mehr nach Fleischbergen, dafür aber nach Suppe ist, bei dem wird eines der griechischen/kretischen Nationalgerichte sicher sehr gut ankommen: Fasolada („Φασολάδα“) – die griechische „dicke-Bohnen-Suppe“ mit ganz viel Gemüse.

Mit dieser Suppe sind schon ganze Generationen aufgewachsen und davon satt geworden – und gesund ist sie auch, nicht zuletzt wegen der nicht unbedingt vernachlässigbaren Menge des wundervollen griechischen (kretischen!) Olivenöls, das auf jedenfall dazu gehört.

Um es vorweg zu nehmen: allerdings ist auch hier die Zutat „Ipomoni“ („Υπομονή“ – Geduld) eine der wichtigsten Ingredienzen….

Aber erst mal, wie gehabt, zu den….
Zutaten für ca. 6 Personen:

  • 250 gr. getrocknete weiße Bohnen (Fasolia – Φασόλια)
  • 1–2 Zwiebeln, in Ringe oder Stücke geschnitten
  • 2–3 Karotten, ebenfalls in Scheiben oder Stücke geschnitten
  • 1 Stange Sellerie, klein geschnitten
  • je nach Gusto 1-2 Knoblauchzehen
  • 500 gr. frische oder Dosentomaten, in Würfel geschnitten
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1/8 Liter Olivenöl
  • ¾ Liter Wasser
  • nach Belieben Oregano, Thymian, Petersilie
  • Salz und frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer zum Abschmecken
  • für die „Feurigen“ unter Euch noch eine kleine getrocknete Chilischote oder ein paar Spritzer Tabasco zum Abschmecken
  • frische, gehackte Petersilie zur Deko (denn das Auge isst ja mit!)

Oder nehmt von allem ein Vielfaches, je nach Anzahl der „Mitesser“ bzw. der Pläne zur Vorratshaltung (lässt sich prima noch ein, zweimal aufwärmen und auch gut einfrieren – der nächste Stromausfall kommt bestimmt…

Nun, dann schreiten wir zur…

Zubereitung:

Anm. der Scheff-Redaktion: Weiß tut’s auch.

Die Bohnen am Vorabend in reichlich Wasser einweichen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag kurz aufkochen, 2-3 Minuten köcheln lassen, dann das Einweich-Koch-Wasser abgiessen und die Bohnen abspülen. In einem ausreichen großen Topf die Zwiebeln (und ggf. die Knoblauchzehen) im Olivenöl glasig schmurgeln, das restliche Gemüse, die Kräuter und Gewürze, das Wasser und natürlich die Bohnen hinzugeben und ca. 1 Stunde lang köcheln lassen.

Am Ende der Garzeit ggf. nochmals mit Gewürzen und Kräutern oder gar besagtem Tabasco abschmecken, entweder im Topf oder direkt auf tiefen Tellern anrichten und mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.

Dazu passt ganz wundervoll frisches Weissbrot, oder auch unsere Ciabatta-Brötchen – ein Traum!!! Und natürlich ein schöner, roter Landwein!

Und für diejenigen unter Euch, denen in der ganzen Chose nun doch zu wenig Fleisch drin ist: entweder mit den Zwiebeln auch noch Speckwürfel (Bacon – „Μπεϊκον“) anbraten – dann den Rest wie oben beschrieben zubereiten, oder – Scheffredakteurs Lieblingsvariante – das ganze mit gekochtem Bauchfleisch (Panseta – „Πανσέτα“) „anreichern“ (wegen der Vitamine – so sagt man….).

Und das alles in mezé-artig homöopathischen Dosen gereicht macht den Winterbesuch im Kafenion nochmal eins kuscheliger.

Bollerofen und Bohnensuppe, was braucht man mehr im kretischen Winter?

Egal für welche Variante Ihr Euch entscheidet – wir wünschen einen guten Appetit! Καλή όρεξη!!


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Ein Kommentar

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