Aus dem Kochstudio: marinierter Oktopus vom Grill.

Nachdem wir Euch ja neulich verraten haben, wie man so einen marinen Achtfüßler odentlich weich bekommt, folgt hier auch schon mal ein ebenso einfaches wie lecker-leichtes Sommergericht: marinierter Oktopus vom Grill.

In bekannter Manier nun erst mal die Zutatenliste:

Zum Kochen des Getiers:

  • ein Glas Weißwein (die Größe desselben bleibt Euch überlassen)
  • etwas Wasser
  • ein Lorbeerblatt
  • etwas grobes Meersalz
  • 3-4 Wacholderbeeren

Für die Marinade:

  • einige Esslöffel Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Thymian und Oregano
  • Salz
  • Pfeffer

Für die Beilage/Deko und das Dressing:

  • ein paar frische Salatblätter
  • ggf. Tomatenscheiben
  • ggf. Zwiebelringe
  • etwas Olivenöl
  • Saft 1 Zitrone
  • Pfeffer und Salz

Und nun zur Vor- und Zubereitung:

Vorab sei angemerkt, dass man die Vorbereitung am Besten auf den Vortag verlegt, denn gut Ding will auch hier Weil´ haben…

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„Mein Vater hat mir beigebracht, wie man ihn ohne Harpune, also mit den Händen, fängt. Bei Gefahr spritzen sie ordentlich Tinte und warten dann kurz ab, ob die Verwirrungstaktik funktioniert. Das ist der Moment, in dem man zupackt. In Kauf nehmen muss man dabei, dass sie einem einige blaue Flecken verpassen, indem sie sich ordentlich festsaugen und dann loslassen, um zu entwischen.“ Ist der Oktopus gefangen, wird er in Griechenland traditionell hundert Mal auf einen Felsen geschlagen, weitere hundert Mal im Uhrzeigersinn am Stein gerieben und zwischendurch mehrere Male mit Meerwasser abgeschwemmt – eine Prozedur, bei der ­Enzyme freigesetzt werden, die die langen Eiweißfasern zerschneiden und den Oktopus zart machen. Danach hängt er, wie man es vom letzten Griechenlandurlaub kennt, wie nasse Wäsche bis zum Abend auf einer Leine, bevor er – ohne Kochvorgang – am Grill landet und mit Olivenöl, Zitrone und Oregano gegessen wird.“ Nikos Lamprakis.

Zur Vorbereitung des Oktapoden haben uns für eine Kombination aus „weichklopfen“ und „in Wein und Wasser kochen“ entschieden, um auf Nummer sicher zu gehen. Nach dem „Durchtrimmen“ mit dem Fleischklopfer haben wir den Oktopus in Wein und soviel Wasser, dass er bedeckt war, ca 15 Minuten köcheln und dann im Sud 3-4 Stunden abkühlen lassen.

Je nach dem, ob man den Oktopus bereits in mehr oder weniger mundgerechten Stücken oder im Ganzen servieren will, den Achtfüßler entsprechend zerlegen oder halt auch nicht. Für die Marinade Knoblauch, das grobe Meersalz, Pfeffer, Thymian und Oregano im Mörser zerstoßen und mit Olivenöl (ca. 150 ml) verrühren. Den Oktopus damit marinieren und mindestens 1 Stunde ziehen lassen. Noch saftiger und zarter wird er natürlich, wenn er über Nacht im Kühlschrank in der Marinade badet….

Und nach Ende der Marinierzeit entweder den Holzkohlengrill anwerfen, oder einfach eine Grillpfanne mit Olivenöl bepinseln und die Oktopusstücke bzw. den ganzen Oktopus rundum schön bräunen. Dabei ab und zu mit der Marinade bepinseln. Den fertig gegrillten Oktopus auf einem liebevoll angerichteten Salatbett betten und sofort servieren. Dazu das mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft verrührte Olivenöl servieren, mit dem der Oktopus noch beträufelt werden kann.

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Oktopus bei Yiannis in der Cantina Limnaki.

Dazu passt prima frisches Weißbrot (oder Ciabatta) und lecker Tzatziki – und natürlich ein frischer, trockener Weißwein oder ein eiskalter Ouzo.

Radio Kreta wünscht καλή όρεχη – guten Appetit!


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