Aus dem Kochstudio: Rosmarin – Hausmittel gegen Frühjahrsmüdigkeit

Rosmarin

Aus aktuellem Anlass (Frühjahr!!!) und bei Manchem fast übergangslosem Wechsel vom Winterschlaf in die Frühjahrsmüdigkeit, hier ein vielleicht recht hilfreicher Tipp aus dem Kochstudio:

Rosmarin, eine typische Pflanze der Mittelmeerregion, ist bei uns in erster Linie als schmackhaftes Küchenkraut bekannt. Er kann sich zu einem stattlichen Strauch bis zwei Meter Höhe entwicklen, wird in unseren (deutschen) Breiten jedoch in der Regel im Topf kultiviert, da er nicht winterhart ist.

In Oberbayern findet man Rosmarin (Rosmarinus officinalis L.) in fast jedem Bauernhaus, da er dort traditionell im Brautstrauß Verwendung findet. Rosmarin gilt als Symbol für Treue und Liebe, er wurde schon im antiken Griechenland der Liebesgöttin Aphrodite geweiht.

Als Heilpflanze ist Rosmarin erst seit dem Mittelalter bekannt. Er diente als anregendes und stärkendes Mittel. Über die Alpen kam er durch Benediktinermönche im späten Mittelalter. Der Arzt Paracelsus schätzte ihn im 16. Jahrhundert als Mittel gegen rheumatische Beschwerden. Sebastian Kneipp betonte besonders seine verdauungsfördernde Wirkung.

In der Küche kann Rosmarin vielseitig eingesetzt werden. Er passt als Gewürz zu Fleisch, Geflügel und Fisch, aber auch Rosmarin-Kartoffeln sind ein Genuss. Gemüsesuppen und Eintöpfe können ebenfalls mit Rosmarin verfeinert werden.

Auch in der Kosmetik wird Rosmarin gerne verwendet. Lotionen und Bäder mit dem Kraut wirken desodorierend, in Zahnpasta strafft es das Zahnfleisch und als Tinktur erfrischt es die Kopfhaut.

Wichtigste Inhaltsstoffe
Ätherisches Öl (Rosmarinöl), Harze, Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe, Saponin und organische Säuren.

Ernte
Verwendet werden die nadelförmigen Blätter des Strauches. Sie werden vor der Blütezeit (März bis Mai) oder danach von Juni bis August geerntet und rasch aber schonend getrocknet. Trockentemperaturen über 35°C sollten vermieden werden, da das darin enthaltene ätherische Öl sonst Schaden nimmt.

Heilwirkung
Rosmarin mit seiner aktivierenden und tonisierenden Wirkung hilft bei Erschöpfung, Ermüdung und niedrigem Blutdruck. Als Badezusatz oder Einreibung regt er die Durchblutung der Haut an. Zur Linderung von Rheuma und Gicht hat er sich ebenso bewährt wie in der Sportmedizin. Rosmarin wirkt krampflösend, lindert Blähungen und Völlegefühl. Laut Volksmedizin soll Rosmarin außerdem die Potenz steigern.

Anwendung
Zur inneren Anwendung kann man Rosmarin-Tee oder -Wein einsetzen. Den Tee bereitet man aus einem gehäuften Teelöffel Blätter, die man mit 1/4 l kochendem Wasser übergießt und 15 Minuten ziehen lässt. Man trinkt zur Stärkung morgens und mittags je eine Tasse.

Rosmarin-Wein stellt man aus 10 bis 20 g Blättern her, die man mit 3/4 l leichtem Weißwein übergießt und 5 Tage verschlossen stehen lässt. Nach dem Abseihen trinkt man zweimal täglich ein kleines Gläschen davon.

Um ein Rosmarin-Bad zu bereiten werden 50 g Blätter mit 1 l Wasser angesetzt und zum Sieden erhitzt. Man lässt die Mischung 30 Minuten ziehen, seiht ab und setzt sie einem Vollbad zu. Wegen der anregenden Wirkung sollte man ein Rosmarin-Bad am Abend meiden.

Rosmarin-Spiritus für Einreibungen wird aus 50 g Blättern zubereitet, die man mit einem 1/4 l 70 %-igem Alkohol übergießt und 10 Tage lang ziehen lässt. Anschließend wird der Rosmarin-Spiritus abgepresst und filtriert. Alternativ kann man aber auch 3 g Rosmarin-Öl aus der Apotheke in 1 l des 70-igen Alkohols auflösen.

Quelle: Proplanta.de. Das Informationszentrum für die Landwirtschaft.

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Heilpflanzengarten im Ausland, siehe Bild unten.

kreta-aus-dem-all

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Ein Kommentar

  1. Kalimera – möchte gerne den Rosmarin-Tee und Wein ausprobieren. Jetzt bin ich mir nicht sicher – ganz frisch oder getrocknet?
    Gruss aus Kalo Nero

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