Aus dem Kochstudio: Salbeibonbons selbst gemacht!

Winterzeit ist ja nun mal nicht nur – wie des Öfteren schon erwähnt – Suppen- und Eintopfzeit, sondern leider auch Erkältungs- und Grippe-Zeit. Da sich die Scheffredaktion in diesem ziemlich eisigen Januar dummerweise gegenseitig angesteckt hat, kommen natürlich die Suppen und Eintöpfe zum Zuge – aber die entsprechenden (Schwieger-)Mütter haben da doch immer noch ein paar Hausmittelchen in petto, die wir auch gerne annehmen.

Ein bewährtes Kraut, das es hier auf Kreta ja auch nun mal zu Hauf gibt, ist natürlich Salbei. Ein Allrounder unter den Hausmittelchen und schlichtweg DIE klassische Heilpflanze gegen Halsweh, Zahnfleischentzündungen, oder Infektionen im Mund- oder Rachenraum.

Lässt sich prima als Tee zubereiten, ist aber halt auch nicht jedermanns und -fraus Sache, schmeckt er in der wirkungsvollen Dosierung doch gerne mal leicht bitter und intensiv.

Dafür gibt es allerdings eine sehr einfache Methode, alle Vorzüge des Salbeis in sozusagen „süßer“ Form zu genießen: Salbeibonbons. Und die kann man sehr schnell und leicht selbst herstellen und hier erfahrt Ihr, wie!

Die Zutaten
(sehr überschaubar):

    • 10 gr. frische oder 5 gr. getrocknete Salbeiblätter (nur die Blättchen, nicht die harten Stiele!)
    • 100 gr. Zucker
    • ggf. 1 EL frischen Zitronensaft
    • etwas Backpapier

Salbeibonbons Zutaten

Die Zubereitung:

Die Salbeiblätter waschen und leicht trockentupfen und so fein wie möglich schneiden. Wer getrockneten Salbei benutzt, der zerstößt ihn am besten im Mörser zu Pulver.
Zucker in einen kleinen Topf geben und die Herdplatte auf kleine bis mittlere Hitze stellen. Vorsichtig den Zucker unter rühren schmelzen bis er ganz leicht braun wird.
Kräuter in die Zuckermasse geben und unterrühren.

Das Wasser in den frischen Salbeiblättern lässt die Masse zischen und brodeln – passiert bei den getrockneten Blättern natürlich nicht. Da zischt es nur bei der Zugabe des Zitronensaftes, der die Bonbons hinterher noch etwas frischer schmecken lässt. Topf von der Herdplatte nehmen.

Vorsichtig die Kräuter-Zucker-Masse mit einem Teelöffel auf das vorbereitete Backpapier tropfen lassen. Wirklich vorsichtig sein, denn die Zuckermasse ist heißer als kochendes Wasser! Nach und nach das ganze Backpapier voll tropfen. Die Tropfen sollten etwa Bonbongröße haben, klar.

Wer beim Betrachten der Tropfen das Gefühl hat, dass das nicht wirklich nach Bonbons aussieht, löst das erste, inzwischen etwas abgekühlte Möchtegern-Bonbon vom Backpapier und rollt es zwischen den Händen zu einem lutschfreundlichen Gebilde.

Achtung: beim Rollen zwischen den Fingern ist das Zeug heißer als beim prüfenden Anfassen! Wer einen unempfindlichen Gaumen hat und wem der vorwurfsvolle Unterton der auf Ästhetik getrimmten Bonbon-Konsumenten „das sind doch keine Bonbons!!“ egal ist, der lässt auch die missratenen Tropfen ohne Schönheits-OP abkühlen.

Alternative für komplett Ästhetik-Resistente Salbei-Bonbon-Bauer: die komplette Masse auf das Backpapier streichen, abkühlen lassen und die dann glasartige Masse einfach in Einzelteile zertrümmern. Rundlutschen kann man die Dinger ja auch selbst…

Die erfahrene Hausfrau wird sich die Bonbon-Herstellung jetzt bildlich vorstellen und die pragmatischen unter uns werden sich fragen „und wie krieg ich den Topf dann wieder sauber?“ Zu Recht, übrigens!

Aber auch dafür gibt es gute Tipps und Tricks. Der Wirkungsvollste: Wasser in den Topf gießen und zum Kochen bringen! Die verbliebene, in Nullkommanix angetrocknete Bonbonmasse löst sich und lässt sich mitsamt der Flüssigkeit ausgießen.

Quellen: (Schwieger-)Mamas Martha und Hanne, swr.de

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Auch ein prima Mittel gegen Grippe: Hühnersuppe!

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