Sauerkraut

Aus dem Kochstudio: Sauerkraut selbst gemacht

Nun ist es ja so, dass es einem hier auf Kreta eigentlich an nichts fehlt. Ist ja alles da, wass man so braucht – sowohl für´s leibliche, wie auch für´s seelische Wohl.

Aber manchmal, nur manchmal!, kriegt man ja als dauerhaft hier Ansässige(r) doch mal ganz triebhaft und instinktiv solche kulinarischen Gelüste, die aber nun mal nicht immer und auch meist grade dann nicht zu befriedigen sind, wenn man es am dringendsten bräuchte.

Dazu gehören für den eher Süddeutschen: Sauerkraut, Weisswürste und süßer Senf (Laugensemmeln machen wir ja mittlerweile selbst…)
Für den Norddeutschen: Grünkohl, Heringe und Rüben(-Mus)
Und vermutlich republikübergreifend: frischer weißer Spargel, Sauce Hollandaise (okay, kann man auch selbst machen…) und Kasseler

Sauerkraut
Lecker Sauerkraut. Selbstgemacht.

Nun war Scheffredakteuse im März ja für ein paar Tage in Germanien und hat sich selbst ein Care-Paket nach Kreta geschickt, dessen Inhalt überraschenderweise einiges des o.g. enthielt. Zwar kein Sauerkraut, denn das gibt es ja wenigstens ab und zu mal bei Lidl – aber halt nur aus der Dose, nicht frisch. Dafür aber ein Rezept zum Sauerkraut-selber-machen – und das will sie gerne mit Euch teilen, denn die Zutaten bekommt man durchaus problemlos auch hier auf der Insel:

  • 5 kg Weißkraut
  • 100 gr Salz
  • 1 EL Wacholderbeeren
  • 500 gr. säuerliche Äpfel
  • 1 Tonne Geduld

Die Zubereitung ist einfach – man erwarte nur bitte keine „instant satisfaction“, denn „Gut Ding will Weil´ haben“….:

Den Weißkohl von den äußeren Blättern befreien, den Strunk entfernen und den Kohl fein hobeln. Eine Lage Kohl in einen Steintopf geben, mit Salz bestreuen und gründlich stampfen, bis sich Saft bildet. Wacholderbeeren und Apfelstückchen auf die Schicht geben. Dann wieder eine Lage Kohl mit Salz, schön stampfen und Wacholderbeeren und Apfelstückchen darauf. Und so weiter, bis die Zutaten genauso erschöpft sind, wie die „Stampferin“. Den Steintopf mit einem Leinentuch abdecken, einen Deckel oder Teller darauflegen und mit einem großen Stein oder sonstigem Gewicht beschweren.

Zur Hauptgärung den Topf mit dem Kraut 8-12 Tage in einen 18-20°C warmen Raum stellen, nach dieser Zeit kühl lagern. Nach 4-6 Wochen kann das erste Kraut entnommen werden und z.B. zu frisch importiertem Kasseler mit Kartoffelpüree genossen werden.

Wer sagt denn, dass man auf Kreta nicht auch mal deutsch kochen darf?

Radio Kreta wünscht jetzt schon guten Appetit – καλή όρεξη!


streamplus.de

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace