Aus dem Kochstudio: Was ist Rakomelo?

Von Tommy Kuhnert, Griechenlandreise-Blog.de.

Während eines meiner letzten Aufenthalte in Griechenland habe ich mal wieder etwas Neues gefunden. Dieses Mal handelt es sich um etwas Flüssiges, was mir so lecker war, dass ich Ihnen hier bei uns im Blog vorstellen will. Oder wissen Sie etwa bereits, was “Rakomelo” ist?

Rakomelo - Raki mit Honig
Lecker: Raki mit Honig.

Ich lernte Rakomelo erstmalig in einer Taverne von Paleochoro an Kreta Südküste kennen: Nach dem Essen brachte die Wirtin mir ungefragt ein “Karafaki” zusammen mit etwas Obst an den Tisch. Wie genau das aussah, sehen Sie auf dem Artikelfoto.

Ich war mir natürlich nicht zu fein, die Wirtin sofort nach Details zu löchern. Folgendes Rezept konnte ich in Erfahrung bringen:

Rakomelo-Rezept

Sie benötigen einen Liter Raki, vier Esslöffel Honig, zwei Gewürznelken und zwei Zimtstangen. Geben Sie all diese vier Zutaten in einen Topf. Erhitzen Sie diesen unter ständigem Rühren solange, bis kleine Bläschen aufsteigen. Wichtig: Der Raki darf nicht komplett kochen, da sonst natürlich zu viel Alkohol verdampft.
Wenn besagte Bläschen aufsteigen, schalten Sie den Herd aus, verschließen Sie den Topf mit einem Deckel. Jetzt geben Sie den Aromen der Gewürze bitte 10 Minuten Zeit, Ihren Rakomelo so richtig lecker zu machen.
Wenn die 10 Minuten um sind, ist Ihr selbstgemachter, goldgelber Rakomelo fertig. Sie können ihn jetzt sofort heiß verkosten. Oder Sie füllen ihn zur späteren Verwendung als kalter Digestif in eine Flasche.

Meine Recherchen bei Google sagten aus, dass Rakomelo wohl außer auf Kreta, auch auf den Ägäischen Inseln und einigen Teilen des Festlandes getrunken wird. Bei Gesprächen mit Freunden, Bekannten und Partnern ergab sich mir jedoch ein anderes Bild: Diejenigen, die Rakomelo überhaupt kannten, meinten alle, dass sie diesen Likör nur auf Kreta gesehen und getrunken hätten.

Also steht letztendlich für mich nur fest, dass Rakomelo aus Kreta sich in die beachtliche Reihe der griechischen Liköre einreihen darf. Gia mas!

Ein schönes Video von Tommy über Paleochora findet Ihr HIER.


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