Aus dem Kochstudio: Wer kennt „Hermann“ noch?

Ich weiss nicht, wie es Euch geht, aber beim Namen „Hermann“ (ein dickes „Signomi“ („Συγνώμη“) an alle ebenso benamsten Menschen!!!) hab ich immer Assoziationen.

Und zwar mit einer glibberigen, grau-beigen Masse, die immer mehr wird, die man täglich füttern und umrühren muss – ein frühes und vor allem essbares Tamagochi, sozusagen….

Die dazugehörigen Fütter-und-Umrühr-Pläne waren mit Magneten am Kühlschrank festgetackert, damit auch kein Familienmitglied seine Aufgaben vernachlässigte….

Die somit regelmäßig zugefütterte und umgerührte Masse teilte man dann nach 10 Tagen in 2 oder auch 4 Teile, von denen man 1-3 sehr gerne verschenkte und den letzten Teil – in unserem Falle gerne mit Rosinen und gehackten Nüssen angereichert – selbst buk.

Eventuell behielt man doch noch einen Teil zurück, damit man nicht hermannlos in die Zukunft blicken musste – man weiss ja nie….

Der fertig gebackene Hermann wurde dann regelmäßig zur Vertilgung in’s Büro oder wo auch immer hin mitgenommen, denn nach spätestens 3-4 Hermann-„Perioden“ hatte man den Kram einfach nur dicke…. 🙂

Ich wurde gerade durch ein „Buttermilch-durch-verlängern-selbst-machen“ an Hermann erinnert und wollte das einfach mal raus in die Welt blasen: vielleicht hat ja eine(r) von Euch ähnlich (fast-) traumatische Hermann-Erinnerungen – übrigens aus den frühen 90-er Jahren des letzten Jahrtausends???
Und viel wichtiger: ist Hermann noch im Umlauf?

Wenn ja: bitte eine Portion hierher zu uns – Kontaktdaten im Impressum. Wir nennen ihn dann Charalambos, Babis, „Χέρμαν“ oder sonst irgendwie und züchten ihn hier weiter!

Leicht nostalgisch,
Eure Radio-Kreta Kuechenfee
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Das ist Herrmann
Das ist Herrmann

Und das weiss Chefkoch.de:

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 20 Min. / Schwierigkeitsgrad: normal / Brennwert p. P.: keine Angabe

Hermann ist ein Weizen-Sauerteig. Durch die Zugabe von Hermannteig werden Kuchen saftiger und bleiben außerdem länger frisch.

Für den Grundansatz:
Der Grundansatz muss nur beim ersten Mal gemacht werden.
Dazu Mehl, Zucker, Milch und Buttermilch in eine Schüssel/Dose geben und zu einem glatten Teig verrühren. Wer hat, kann als Starter einen halben TL eines anderen Sauerteigansatzes (z.B. Weizen-ASG) unterrühren, dann versäuert der Grundansatz schneller.
Behälter mit einem Deckel verschließen und bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Alle 12 Stunden sollte der Ansatz kräftig durchgerührt werden. Nach ca. 1-2 Tagen (je nach Temperatur) fängt der Teig zu gären an und bildet feine Bläschen. Nun ist der Grundteig fertig und er kann in den Kühlschrank gestellt werden.

Bis der Hermann zum ersten Mal verbacken werden kann, wird er folgendermaßen gepflegt:

1. Tag: ruhen
2. Tag: umrühren
3. Tag: umrühren
4. Tag: umrühren

5. Tag:
Der Teig wird in einen größeren Behälter umgefüllt und mit 100 g Mehl, 100 g Zucker und 180 ml Milch gefüttert. Anschließen kommt er wieder zurück in den Kühlschrank.

6. Tag: umrühren
7. Tag: umrühren
8. Tag: umrühren
9. Tag: umrühren

10. Tag:
Der Teig wird wieder mit 100 g Mehl, 100 g Zucker und 180 ml Milch gefüttert. Nun lässt man den Hermann bei Zimmertemperatur 12 Stunden stehen. Jetzt hat man 990 g backfertigen Teig.

Jetzt kann der Teig nach Belieben geteilt werden. Man kann Teile verschenken, einfrieren verbacken oder fürs nächste Backen zurück in den Kühlschrank stellen (um ihn wieder backfertig zu machen, wieder bei Tag 1 beginnen).

Ich verbacke in der Regel 100 – 400 g (je nach Rezept). Einen Teil (200 g) stelle ich zurück in den Kühlschrank, damit ich in 10 Tagen einen neuen Hermann-Kuchen backen kann. Den Rest friere ich in unterschiedlichen Portionsgrößen ein (100 g, 200 g etc.).

Nach dem Auftauen kann der Teig sofort verbacken werden, oder er kann erneut 10 Tage gefüttert/vermehrt werden (bei Tag 1 beginnen).

Anmerkung der Radio-Kreta-Redaktion: Und täglich grüßt das Murmeltier…! Aber lecker ist er, der Hermann!


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Ein Kommentar

  1. Ja 🙂
    wer kennt den „hermann nicht 🙂
    eine bekannte hat den noch in der teifkühltruhe, im umlauf ist er schon lange nicht mehr…
    mit der zeit wollte keiner mehr den „“hermann““ warum ? 😉
    mit rosinen..nüßen..etc. er schmeckte immer gleich, der gute alte „“
    Hermann „“
    mlg ulrike

Kommentare sind geschlossen.