Aus dem Kochstudio: Wieviel Olivenöl verbraucht der Kreter im Jahr?

In aller Munde: Die kretische Küche

Eine bewusste und auf Gesundheit bedachte Lebensweise ist für Viele in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Ob im Urlaub oder daheim, die Menschen treiben mehr Sport und achten auf ihre Ernährung.

Kein Wunder, dass spezielle Ernährungsweisen wie die Kreta-Diät ungemein populär geworden sind, auch dank zahlreicher Lifestyle Magazine. Wer auf Kreta lebt, weiß allerdings, dass die hiesige Küche bei all dem Fett gar nicht so gesund sein kann.

Olivenöl mit Baguette

Die Vorteile einer gesunden Lebensweise und Ernährung liegen auf der Hand: Man ist seltener krank und kann sich Arztbesuche oder Versandapotheken wie mycare.de oder andere sparen. Hier kommt die sogenannte Kreta-Diät ins Spiel:

Die Lebenserwartung von Bewohnern der Mittelmeer-Regionen liegt bekanntlich höher, und auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen gibt es hier weniger. Die höchste Lebenserwartung haben allerdings die Kreter. Der Grund dafür – das haben Experten schon in den 1960ern herausgefunden – liegt in der Ernährung.

(Bildrechte: Flickr Oliven Öl mit Baguette France Bon Appétit CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten)

Die besteht aus für den Mittelmeerraum typischen Lebensmitteln, also aus viel Gemüse, Salat, Knoblauch, Obst, viel Fisch, wenig rotes Fleisch. Dann kommt noch reichlich Olivenöl hinzu und hin und wieder ein Glas Rotwein. In Ernährungsratgebern kann man oft nachlesen, zur Kreta-Diät gehörten Vollkornprodukte, aber die sucht man auf dem Inselspeiseplan vergeblich. Stattdessen gibt es nur ungesunde Weißmehlprodukte.

Dass die kretische Küche dennoch derart gesunde und vor Vitalität strotzende Menschen hervorbringt, ist umso erstaunlicher, als sie den gängigen Empfehlungen der Ernährungsexperten widerspricht. Man muss sich nur mal vor Augen führen:

Im Durchschnitt verbraucht jeder Kreter im Jahr rund 30 Liter Olivenöl.

Wer als Mitteleuropäer die Ernährunsgewohnheiten aus Kreta eins zu eins übernehmen will, setzt sich damit sogar einem gesundheitlichen Risiko aus: Nach einer Studie der Universität Athen aus dem Jahr 2005 kann die Ernährungsform bei Mitteleuropäern zu Gefäßverstopfungen führen.

Die Forscher vermuten, dass sich die Kreter über Generationen genetisch an die extrem fettreiche Ernährung angepasst haben; ihre Blutfettwerte normalisieren sich nach dem Essen signifikant schneller. Wer das Risiko nicht scheut und authentische Gerichte aus Kreta ausprobieren möchte, findet hier in regelmäßigen Abständen Rezeptvorschläge.


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Auch lecker: “Koukouvagia” – Gerstenbrot mit Tomaten und Olivenöl.

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