Aus dem Musikstudio: „Ah! Stin Ameriki“, von Sokratis Málamas.

Griechische Flüchtlinge „damals“ – bei der Ankunft im gelobten Land – im Hafen von New York.

Tja, da verliert man bei all den reißerischen und teilweise ja nun auch wirklich schlimmen Nachrichten über Flüchtlinge „heutzutage“ doch auch gerne mal aus den Augen, dass es gewisse „Völkerwanderungen“ irgendwie schon immer gab. Aus welchen Gründen auch immer.

Und jetzt mal ehrlich: wer würde – wenn er denn alles verloren und keinerlei Zukunftsperspektive mehr in seiner Heimat hat, nicht in Erwägung ziehen, „einfach“ weg zu gehen, um sich und seiner Familie vielleicht ein menschenwürdiges Leben bieten zu können?

Und nochmal ehrlich: wie verzweifelt muss jemand wirklich sein, der alles Liebgewordene und Gewohnte – seine Heimat!!! – hinter sich zurücklässt und sich auf eine Reise in´s Ungewisse begibt, oder gar seine Kinder alleine auf die Reise in eine hoffentlich bessere Zukunft schickt – ohne zu wissen, ob er Heimat oder Kinder jemals wieder sieht?

Harte Entscheidungen

Nun, mit diesem Thema hat sich sicher bzw. hoffentlich jeder schon mal für sich auseinandergesetzt – zu welchem Schluss er/sie anschließend auch immer gekommen ist…

Wir jedenfalls sind in den Tiefen, Weiten und Breiten des WWNetzes über folgendes „gestolpert“ – und das wollen wir auf jeden Fall mit Euch teilen, scheint es uns doch irgendwie ein Zeitdokument über die Flüchtlinge „damals“ zu sein: Griechen auf der Flucht vor Arbeitslosigkeit, Hunger und Armut in´s „gelobte Land“: Amerika.

Text und Musik stammen von Thanasis Papakonstantinou (Θανάσης Παπακωνσταντίνου), die Uraufführung übernahm Sokratis Malamas (Σωκράτης Μάλαμας), der auch in diesem Video singt. Ein Filmchen, das so traurig wie voller Hoffnung auf ein besseres Leben ist. Berührend.

Hier der in´s Deutsche übersetzte Liedtext:
Der Ort, wo ich aufgewachsen bin, führt heimlich darüber Klage,
dass das Meer nicht geruhte, seine Erde zu umspülen.
Trotzdem weiss ich, dass sich die schwarzen Wasser des Ozeans
bis in die Tiefe sowie bis nach China erstrecken.
Αh! Und nach Amerika, zusammen mit Maríka, Dousia und Kostis.
Der Ort, wo ich aufgewachsen bin, führt heimlich darüber Klage,
dass das Meer nicht geruhte, seine Erde zu umspülen.
Trotzdem weiss ich, dass sich die schwarzen Wasser des Ozeans
bis in die Tiefe sowie bis nach China erstrecken.
Αh! Und nach Amerika, zusammen mit Maríka, Dousia und Kostis.

Ich sehe sie vor meinen Augen auf dem alten Dampfer
all die Auswanderer wie Austern auf dem Deck.
Stumme Frauen, sprachlos, die Stärke ausstrahlen,
Kinderchen, die sich nicht des Weges bewußt sind, auf dem sie sich befinden.
Αh! Dereinst war das die Fracht, die nach Amerika verschifft wurde.

Die krausen Haare des Lockenkopfs wehen im Wind,
als er in Gegenrichtung zu seinem Geburtsort blickt.
Der Wind trägt ihm geliebte Lieder in die Ohren,
er spielte sie auf seiner Gitarre, er gab sie auch an mich weiter.
Αh! Aus Amerika, zusammen mit Maríka, Dousia und Kostis.

Und als sich das Lumpenboot im Hafen leerte,
stellten sie die fremden Polizisten in einer Reihe auf.
Die einen werden ihre Stelle finden und sie werden gedeihen,
und die anderen werden ihren Durst nicht stillen, bis sie sterben.
Αh! Auch dort in Amerika sprießt Griechenland wie Kraut.
Ich sehe sie mit meinen Augen auf dem alten Dampfer
all die Auswanderer wie Austern auf dem Deck.

Und hier das griechische Original:
Ο τόπος που μεγάλωσα κρυφό παράπονο έχει,
που η θάλασσα δε δέχτηκε το χώμα του να βρέχει.
Παρόλα αυτά του ωκεανού, ξέρω, το μαύρο κύμα
σε πάει ίσα στο βυθό σε πάει και στην Κίνα.
Α! και στην Αμερική, μαζί με τη Μαρίκα, το Δούσια τον Κωστή.
Ο τόπος που μεγάλωσα κρυφό παράπονο έχει,
που η θάλασσα δε δέχτηκε το χώμα του να βρέχει.
Παρόλα αυτά του ωκεανού, ξέρω, το μαύρο κύμα
σε πάει ίσα στο βυθό σε πάει και στην Κίνα.
Α! και στην Αμερική, μαζί με τη Μαρίκα, το Δούσια τον Κωστή.

Τους βλέπω μπρος τα μάτια μου μες το παλιό βαπόρι
σα στρείδια στο κατάστρωμα οι μετανάστες όλοι.
Βουβές γυναίκες, άλαλες που δύναμη αναβλύζουν,
παιδάκια που δε νιώθουνε το δρόμο που βαδίζουν.
Α! Τα χρόνια τα παλιά, βαριά φορτία φεύγαν για την Αμέρικα.

Του Κατσαρού ανεμίζουνε τα κατσαρά μαλλιά του,
καθώς κοιτάζει αντίθετα προς τη γενέτειρά του.
Του φέρνει ο άνεμος στ’αυτιά τραγούδια αγαπημένα,
τα παιξε στην κιθάρα του, τα δωσε και σε μένα.
Α! απ’ την Αμερική, μαζί με τη Μαρίκα, το Δούσια τον Κωστή.

Και σαν το κουρελόβαρκο αδειάσει στο λιμάνι,
θα τους στοιβάξουν στη σειρά οι ξένοι πολισμάνοι.
Άλλοι θάχουν τον τρόπο τους και θα ευδοκιμήσουν
και άλλοι ως να πεθάνουνε τη δίψα δε θα σβήσουν.
Α! στην Αμερική Ελλάδα σαν αγριόχορτο φύτρωσες και κει.
Τους βλέπω μες τα μάτια μου μες το παλιό βαπόρι
σα στρείδια στο κατάστρωμα οι μετανάστες όλοι.

Quellen: youtube und stixoi.info

Radio Kreta – Musik ist schön, baut Brücken und begleitet einen überall hin.

Und wenn Ihr Euch fragt, welchen ulkigen Dudelsack dieser eine Grieche da auf dem Schiff spielt: das ist eine Askomantoura! Und was es mit der auf sich hat, lest Ihr hier.


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