Aus dem Musikstudio: Musik von hier und da.

Nach dem Deutschlandbesuch der Scheffredakteuse und auch aufgrund unserer permanenten und allgegenwärtigen Neugier bzgl. der verschiedensten Musikszenen, hat die Musikredaktion mal wieder beschlossen, in andere Radiosender reinzuhören – auch und ganz speziell in unseren Partnersender „Radio Flensburg“, aber natürlich auch kreuz und quer durch die deutsche Republik. 

Und nach diesem mehrstündigen Experiment waren wir – hmmmmm, ja was trifft es eigentlich am  Ehesten?…. – vor allem zutiefst deprimiert. Was da in deutschen Radiosendern vor sich hindudelt ist hochgradig depressives Genöle à la „Dieser Weg wird kein leichter sein“ von Xavier Naidoo (ok, ich gebe zu, den mochte ich noch nie!!!), aber auch Refrains wie „Will nur hier weg“ kann ich zwar nachvollziehen (bei der Musik noch besser!!!), aber gute Laune machen diese Titel nicht.  Dabei soll Musik doch Spaß und Freude machen, okay – auch mal Trauer oder Schmerz ausdrücken – aber doch vor allem schöne Momente bescheren. Ich denke dabei gerne an eine meiner all-time-favourite-CDs, den „Schwanensee“ von Tschaikowsky. Hochgradig dramatisch, sich immer wieder in Leichtigkeit auflösend – einfach wunderschön. Da braucht man nicht mal die Geschichte dazu zu kennen oder Männer in Strumpfhosen auf der Bühne rumhüpfen sehen – die Musik berührt (zumindest mich) im Innersten und ist m.E. wirklich ein Wunderwerk von Komposition. Voller Emotionen, von Herzen.

Griechische Musik voller Gefühl

Und Letzteres trifft auch fast immer auf die griechische Musik zu. Da sind Gefühle und Herz – und ganz oft auch eine gute Portion Humor – mit drin. Als ich zum ersten Mal hier nach Kreta zu Besuch meines kurz danach und immer noch Angetrauten kam, lief die Haris-Alexiou-Endlos-Schleife im CD-Player. Eine meiner ersten Fragen bzgl. der griechischen Sprache war „was heißt eigentlich „Posso s´agapao“? – was meinen damals nur flüchtig bekannten, aber 4 Monate später angetrauten Beherberger zu einem mittelschweren Lach- und Hustanfall hinriss. Mittlerweile weiss ich auch warum, aber das nur nebenbei…

Soll einfach nur heissen: griechische Musik unterscheidet sich nicht nur meist durch die eingesetzten Instrumente und die Sprache von der deutschen Lala – sondern durch viel positive Lebenshaltung, Mentalität und – und das vor allem! – gute Laune und Humor. Und das macht wiederum gute Laune. Weil das Leben einfach zu kurz ist für ein langes Gesicht! Sorry, Xavier & Konsorten!

Eins unserer Lieblingsbeispiele für griechische gute-Laune-Musik von unseren Freunden von Locomondo findet Ihr hier:

Damit kommt man sogar gutgelaunt durch den grau-trüben deutschen November!

Radio Kreta – gute Laune von der Götterinsel.

Und die griechische Verulkung des Super-Duper-Sommerhits 2017 „Despacito“ gibt´s noch gratis von uns obendrauf.

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