Aus dem Sportstudio – Das Kajak

Quelle: Auszug Wikipedia

Das Wort Kajak kommt von dem grönländischen Qajaq (Singular:Qajaup, Dual:Qajaak, Plural:Qajait), einem Paddelboot mit Ursprung in der Arktis und bezeichnet einen Bootstyp, der mittels Doppelpaddel angetrieben wird und dessen Insassen in Fahrtrichtung sitzen.
Kajaks und Kanadier bilden die beiden wesentlichen Untergruppen von Kanus.

Ursprung
Das Kajak wurde von den Inuit (Eskimos) als schnelles, wendiges Boot für die Jagd entwickelt. Die Inuit bauten einen Rahmen aus Holz und Knochen, der mit Tierfellen bespannt wurde. Vor allem in Grönland wird die traditionelle Kajakbauweise noch immer angewendet, wobei die Haut heute meist aus imprägnierter Leinwand besteht. Zum Kajakfahren trugen die Inuit während der kalten Jahreszeit spezielle Kajakhandschuhe, mit zwei Daumen.

Die Bauweise der Kajaks unterliegt regionalen Unterschieden; in Alaska eher kurz und breit, in Grönland eher lang und schmal. Das Ka-i-ak ist traditionell ein geschlossenes Männerboot, das oben offene Frauenboot ist das Umiak. Ähnliche Boote, nämlich die Baidarkas wurden auf den Aleuten verwendet. Eine Erfindung der Inuit ist auch die als Eskimorolle (auch: Kenterrolle) bekannte Technik, sich beim Kentern schnell und ohne Aussteigen wieder aufzurichten.

Eines der ältesten vollständig erhaltenen Kajaks befindet sich in der Schiffergesellschaft in Lübeck. Es wurde anfang des 17. Jahrhunderts im Nordatlantik geborgen.

Moderne Kajaks

Seekajak
Seekajaks sind lang und relativ schmal mit einem besonders geformten Bug und Heck. Die Konstruktion trägt der besonderen Situation an der Küste zu paddeln (Küstenkanuwandern) Rechnung. Sie bieten eine geringe Angriffsfläche für den Wind und sind geeignet für Wellengang. Diese sollten regulär für einen guten richtungsbezogenen Geradeauslauf bei natürlicher Wasserwelle auch im oberflächlichen Meeresstrom sorgen. Die meisten Seekajaks sind mehrfach geschottet, um ein Volllaufen und Sinken nach einer Kenterung zu vermeiden. Die Verwendung erfordert fachliches Wissen und besonderes Training.


Gängige Ausrüstungsgegenstände
Die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände sind Doppelpaddel, Schwimmweste und passendes Schuhwerk, das nicht beim Schwimmen behindert und ausreichend Schutz vor Verletzungen beim Aussteigen bietet (z. B. Wassersportschuhe oder Füßlinge). Paddler tragen spezielle Bekleidungen, die geeignet sind, sich komfortabler zu bewegen mit spezieller Funktionsunterwäsche und Paddeljacken und -hosen. Um das Kajak unsinkbar zu machen, gehören zur Ausrüstung Auftriebskörper, falls das Boot nicht durch Schotten unterteilt ist. Das Eindringen von Wasser in den Bootskörper kann durch eine Spritzdecke aus Nylon oder Neopren vermindert werden, wenn der Fahrer ausreichend mit der Bedienung vertraut ist, um beim Kentern aussteigen zu können. Viele See- und Tourenkajaks und alle Rennkajaks sind mit einem Steuer versehen, um das Boot auf Kurs zu halten. Zur Ausrüstung kann eine Einrichtung zum Steuern gehören. Diese besteht aus einer Steuerflosse im Heck (entweder unter dem Heck oder hinten am Heck) und wird über einen Seilzug mit den Füßen bedient. Die Steuerflosse kann einziehbar sein, damit sie bei niedrigem Wasser keinen Schaden nimmt. Besonders in Wanderkajaks, die genug Stauraum bieten, wird gerade bei längeren Touren Wechselkleidung und z. T. auch Campingbedarf mitgenommen. Es wird möglichst alles wasserdicht verpackt.


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