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Aus der Wirtschaft: Crash oder Cash?

Mal wieder Neuigkeiten aus Absurdistan….

Die griechische Regierung hofft darauf, dass sich ab August 2016 eine Steigerung elektronischer Zahlungsverkehrstransaktionen einstellen wird, um damit Geldbewegungen besser kontrollieren und Steuerbetrug bekämpfen zu können.

„Diese Kasse arbeitet nicht“.

Und dazu wurde folgendes Gesetz erlassen:

Unternehmen und Selbständige, vor allem diejenigen, die auf der „Steuerhinterziehungsliste“ ganz oben rangieren (wer auch immer das gerade ist), sollen dazu verpflichtet werden, Kreditkarten-Terminals (sogenannte „POS“) für Online-Transaktionen zur Verfügung zu stellen, damit verstärkt Kredit- und Debit-Karten als Zahlungsmittel eingesetzt werden können. Dies soll ab dem 1. August in Kraft treten und somit – so der fromme Wunsch der Regierenden und von-wem-auch-immer-regierten – diese böse „Barzahlungstradition“ auszurotten. Mehr Kontrolle wird gewünscht….

Die Verbraucher/Kunden werden nach wie vor die Option der Barzahlung haben, aber ab dem 1. August werden Steuerzahler nur dann einen wundervollen Steuervorteil haben, wenn sie ihre Kreditkartenzahlungsbelege zusammen mit den e-Banking-Belegen schön brav sammeln und einreichen. Dieser Steuervorteil beträgt geschlagene 1.900 bis 2.100 Euro im Jahr – abhängig vom Familienstand.

Widersprüchlicherweise scheint es allerdings dann doch auch so zu sein, dass für Kredit-/Debitkartenzahlung die Quittungen gar nicht aufbewahrt werden müssen, weil die jeweiligen Banken für alle Transaktionen ja bereits alle Daten an das Generalsekretariat für öffentliche Einkünfte weiterleitet. Ist doch auch prima!

Entscheidend ist jedenfalls, dass vom 1. August an alle Bars, Clubs, Restaurants, Ärzte, Rechtsanwälte und dem Baugewerbe nahestehende Gewerbe wie Installateure, Elektriker etc. verpflichtet werden, einen Kreditkartenterminal bereitzustellen. Auch alle Unternehmen, die eine Betriebserlaubnis beantragen, werden von vorne herein dazu verpflichtet.

Quelle: eKathimerini

Soviel zu den offensichtlichen Fakten. Fakt ist aber auch, dass in Griechenland immer noch die noch immer nicht gelockerte Kapitalverkehrskontrolle herrscht (seit fast genau einem Jahr…!) – wie passt das denn zusammen?

Mehr dazu gibt es gerne hier: Kapitalverkehrskontrollen. Und wer, bitte schön, möchte da noch Geld auf dem Konto haben (außer den Banken, versteht sich…)??

Radio Kreta – da war es wieder, das Phänomen der fehlenden Köpfe zum Schütteln…


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