Bartgeier auf Kreta

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Aussetzung eines Geiers in der Schlucht von Rouvas.

Bartgeier sind Greifvögel. Sie sind unsere größten Greife, ihr Flugbild her ähnlich dem des Steinadlers: Sie unterscheiden sich aber durch den keilförmigen Schwanz von diesem. Sie sind größer, vom Gewicht mächtiger und haben eine etwas größere Flügelspannweite. Ihre Flügel sind lang und spitz, ihr Schwanz lang, schlanken und keilförmig.

Der Kopf der Altvögel ist hell mit dunklem Augenstreif; typisch ist der Besitz eines „Bartes“ aus schwarzen Borstenfedern (Name). Die Augen sind gelb und von einem leuchtend roten Hautring umgeben. Auffällig ist seine orangerot eingefärbte Unterseite, die durch verschiedene Verhaltensweisen derart eingefärbt wird (Suhlen in eisenoxidhältigen Bädern).

Bartgeier sind meist stumm, stoßen aber bei der Flugbalz schrille, laut pfeifende Töne oder Triller aus. Rufe des Bartgeiers

Die Vogelart wurde wegen eines Missverständnisses fast ausgerottet

Bartgeier kommen als Brutvogel von Marokko über Südeuropa bis zur Mongolei vor. Restbestände leben in den Pyrenäen. Sie waren ursprünglich weit verbreitet, über die gesamten Alpen bis hin zu den Pyrenäen. In früherer Zeit gerieten sie in Misskredit, weil sie mit dem Raub von Kindern und Schafen in Zusammenhang gebracht wurden; deswegen heißen sie als Lämmergeier. Aus diesem Grund wurden sie fast bis zum Aussterben ausgerottet. Heute besteht nur noch ein Teilbestand in den Pyrenäen, auf Korsika, auf Kreta und im Kaukasus.

Sie haben eine eigentümliche Ernährungsweise

Bartgeier ernähren sich von Gämsen, Schafen, geschwächten Tieren, Aas und Knochenmark.
Die Tiere steigen hoch in die Luft und lassen die Beutetiere dann auf Felsen herunterfallen. Verirrte, verletzte oder geschwächte Tiere werden zum Absturz gebracht, und dann verzehrt. Frische Kadaver werden lieber genommen als alte, schon in Verwesung übergegangene. Knochen spielen eine große Rolle bei der Ernährung. Am griechischen Festland lebende Tiere fressen auch Schildkröten, die sie aus größerer Höhe herunterfallen lassen, um den Panzer zu knacken.

Life-Projekt zur Erhaltung des Bartgeiers

Im Rahmen des LIFE – NATURE 1998 Programms realisieren das Naturhistorische Museum Kretas und die Griechische ornithologische Gesellschaft ein Projekt „Erhaltung des Bartgeiers (Gyptaetus barbatus) in Griechenland“.

Das Projekt begann im Oktober 1998 und wurde abgeschlossen im November 2001. Das Projekt wurde verwirklicht in zehn Gebirgsgegenden in Griechenland, die zum Netzwerk „Natura 2000“ gehören. Sieben davon liegen auf Kreta (Selinou-Berge, Lefka Ori, Asfendou-Kalikaris, Psiloritis, Kedros, Asteroussia-Berge, Dikti) und drei im Festland Griechenland (Parnass, Giona, Olymp). Diese Gegenden stellen die letzten Refugien der Art in Griechenland dar.

Das Ziel des Projektes ist die Erhaltung des Bartgeiers in Griechenland. Dies wird erreicht durch dringende Maßnahmen zum Schutz der Spezies, die genaue Überwachung der Population der Spezies und durch den Schutz aller Stätten des „NATURA 2000“ Netzwerks, an denen die Spezies lebt. Mit dem Abschluß des Projekts ist ein dauerhafter Rechtsstatus eingerichtet und spezifische Managementmaßnahmen werden in diesen betroffenen Lebensräumen realisiert.


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Geier auf der Katharo-Hochebene.

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