Bedrohte Tiere – Der LANDHAI

Nahezu jeder Autobesitzer, ob in Deutschland oder Griechenland, fühlt sich mit seinem Fahrzeug auf besondere Weise verbunden. Hier berichtet Ingo Schubert über das Leben mit seinem Porsche 928 S, Baujahr 1982.

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8 Zylinder, 4,7 Liter Hubraum, 300 PS, 385 Nm Drehmoment, 250 km/h Höchstgeschwindigkeit, in 6,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h – das Datenblatt klingt durchaus beeindruckend, wenn man einmal den Verbrauch von 14 und mehr Litern Super Plus außer Acht lässt. Heutzutage blinken mich Golf GTI und ähnliches öfter unfein aus der linken Spur. Macht nichts, denke ich mir da immer, lass die jungen Dinger mal düsen. Mein Wagen wird sie alle überdauern.

1982, im Baujahr des 928 S, fuhr der Großteil gerade einen Golf I mit 60 PS und einem Radio mit einem Lautsprecher. Dagegen wirkte der Porsche mit geregelter Klimaanlage, Tempomat, höhenverstellbarem Lenkrad, Zentralverriegelung und einer Scheibenwischer-Intervallschaltung (die ich übrigens erst Jahre nach dem Kauf entdeckt habe) wie aus einer anderen Galaxie. Das Radio hatte vier Lautsprecher, Sendersuchlauf, ARI und Digitalanzeige. Es gab ein gekühltes Handschuhfach, etliche Teile ließen sich elektrisch verstellen: Fahrersitz, Fensterheber, Schiebedach – das kostete so viel wie damals ein Einfamilienhaus: 127.000 Mark.
Konzipiert war das Modell – im englischsprachigen Raum als Landshark (Landhai) bekannt – als komfortabler Reisesportwagen.

Den wunderschönen Artikel von Ingo Schubert findet Ihr hier.

Nahe Athen fanden wir die griechische Version (Foto unten; Eisenbahner-Streik) des „Landhais„.

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