Buchtipp: 1x Kreta – kein zurück. Von Adi Bachmann

Foto © Renate Schubert-Ziegler, Mötzingen

Wer ist Adi Bachmann?

In München geboren (1943) und aufgewachsen. 35 Jahre lang selbständiger Grafik Designer für Buch- und Taschenbuch-Umschläge; Möbel Designer. Buchautor und Buchherausgeber. Zahlreiche Auslandsreisen, einjähriger Aufenthalt in Italien; seit März 2000 in Kamilari auf Kreta.

Auseinandersetzung mit minoischer Kunst und minoischer Kultur. Studien zur kretischen Geschichte und griechischen Mythologie. Besuch von Ausgrabungsstätten und Museen auf Kreta, der Peloponnes, dem griechischen Festland und der von den antiken Griechen kolonisierten Küsten Kleinasiens, Süditaliens und Siziliens. Besichtigung einschlägiger Sammlungen in Museen in Deutschland, Frankreich und Italien.

Von Adi Bachmannn:

Zusammengefasst passiert in dieser Zeit in einer affenartigen Geschwindigkeit die Transformation eines sogenannten Schwellenlandes in ein Land westlicher Prägung, mit westlichen Wertevorstellungen, westlichem Konsumverhalten und westlichen Zivilisationsschäden. Da werden Sprache, Musik, Gläubigkeit, Brauchtum, Familie,bestehendes Wertesystem, Heimatliebe, die Rolle der Kommunistischen- oder der Sozialistischen Partei auf Dauer keine ausreichend integrierende Wirkung mehr haben. Dann wird Kreta nicht mehr mehr sein als die südlichste Insel der EU im Mittelmeer: mit einer interessanten Vergangenheit, einer sehens- und hörenswerten Folklore und mit – ja, mit viel Sonne.

Eisenzeit – Neuzeit

Aber wie habe ich die Kreter bislang nun tatsächlich erlebt?

Also, ich bleibe dabei: als stolz, rechthaberisch, schnell beleidigt, ignorantisch, besserwisserisch, jeder ist sich selbst der Nächste, rüpelhaft, unhöflich, rücksichtslos. Andererseits: als neugierig, gelassen, grosszügig, hilfsbereit, lustig, zu Späßen aufgelegt, tolerant, Fremden gegenüber interessiert und aufgeschlossen, freundlich, ehrlich, antiautoritär, eher vermittelnd als aggressiv-konfrontierend.

Also suchen Sie sich den Kreter aus, mit dem Sie es am besten zu können glauben!

Von einem einfachen Abstecher zu den heutigen Kretern war die die Rede. Und ein lang-atmiger Spaziergang um’s Dorf ist daraus geworden. Aber jetzt ganz schnell eingetaucht in die Materie von Minos und Co. (ich möchte Ihnen schliesslich nichts von dem vorenthalten, was ich mir selbst erst mühsam angeeignet habe!).

Mehr über Adi und seine Werke auf: Adibachmann.de

Vielleicht sehen wir Adi auf dem Lesefestival. Das würde uns freuen.

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