Buchtipp: „Die Schattenhochzeit“ von Ioanna Karystiani

Pressestimmen

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Unser Buchtipp

„Ein Roman über die Blutrache auf Kreta, erfüllt von verschiedenen Düften, Bildern, Tönen, Klippen und Felsen sowie von unzugänglichen Gipfeln in der Natur und Ab-gründen in der menschlichen Seele.“

Eine Geschichte, die in ihrem Verlauf verborgene Geheimnisse ans Licht und Blut in Wallung bringt, Blut, das besänftigt und abgekühlt schien, in Wirklichkeit aber nach wie vor kocht. (…)

Ein Roman über die menschliche Seele, der in seinen Bann zieht, atmosphärisch, an vielen Stellen hart und entlarvend, von der Autorin, die uns bereits mit ihrem ersten Buch so beeindruckt hat. (…)

Eine Geschichte, die verzaubert, über das junge Kreta, das alte Kreta und über die dunkle und abgründige menschliche Seele. (To Ethnos )

Mit ihrem zweiten Roman Schattenhochzeit unternimmt die Prosaschriftstellerin Ioanna Karystiani einen besonders schwierigen Drahtseilakt: Sie verbindet zwei ungleiche Welten, die des amerikanischen Forschungszentrums Frederic bei Washington und die weltabgewandte Bergregion des kretischen Dorfes Sfakia. Dank einer ausgefeilten Erzähltechnik, die gewissermaßen ihr Sicherheitsnetz darstellt, gelingt es ihr, mit Charme auf den Boden zurückzukehren, wenn sie die Abenteuer der beiden gleichnamigen Vettern Kyriakos Roussias erzählt. (I Kathimerini )

Der schönste griechische Roman, der je über eine Blutrache geschrieben worden ist (…) Der Leser saugt gefesselt die Düfte des Ortes ein, schmeckt den Raki zusammen mit den trunkenen Kaffeehausbesitzern und freut sich, solange ihm noch einige Seiten zu lesen bleiben. (Exousia )

Die Autorin von „Frau Kataki“ und „Die Frauen von Andros“ legt ihr bisher reifstes Buch vor mit vollendeten Charakteren, starker Handlung und erschütterndem Thema, in stringenter Erzählweise und mitreißendem Stil.  (To Ethnos )

Karystiani gestaltet ihre Charaktere überzeugend, zeigt ihre kulturellen Unterschiede auf, verknüpft zugleich aber auch die Fäden, die sie verbinden und die Romanhandlung vorantreiben. (…)

Ioanna Karystiani hat ihr hohes Ziel erreicht. Sie hat einen Roman verfaßt mit erfrischender Struktur und einer Handlung, die man mit unvermindertem Interesse und voller Erwartung von Anfang bis zum Ende verfolgt, in der sie gleichzeitig ihr klugen Gedanken über das Heimkehren, über Gewalt und Tod, aber auch über Traditionen, ihren kulturellen Fortbestand sowie ihre Veränderungen formuliert.“ (Kyriakatiki Augi )

Die Autorin zeigt uns wie ›die kleinen Dinge des Lebens große Geschichten schreiben‹.  Nach „Frau Kataki“ und „Die Frauen von Andros“, wo schon alle ihre Vorzüge sichtbar waren, hat die Autorin eine gründliche und tiefgreifende Recherche in ihrer Thematik unternommen. Als Leser merkt man, daß dem Roman eine umfassende Studie vorausgegangen ist, dennoch findet sich keine Spur von Belehrung, und die Struktur des Romans ›scheint nicht durch‹. Stil und Anliegen gehen Hand in Hand. Mit Schattenhochzeit durchleuchtet Karystiani den Mann und legt einen neuen Bezug zur Tradition fest. Sie zeigt die Durchlässigkeit eines Tabuthemas und macht deutlich, daß ›jene‹ und ›wir‹ dieselben sind. (Diavazo )

Ihr literarisches Können hat Ioanna Karystiani bereits in ihrem ersten Buch, dem Erzählband (1996), offenbart. Sie hat es erneut bewiesen in ihrem ersten Roman Die Frauen von Andros (1997, dt. 2001) und zeigt es jetzt wieder in ihrer reichsten und reifsten Form mit Schattenhochzeit. (…)

Trotz seines Themas ist der Roman keineswegs grausam; ernste Momente wechseln sich ab mit humorvoll entspannten und fröhlichen Passagen.“ (I Kathimerini )

Schattenhochzeit liest sich wie ein Abenteuer-Trip: Die Autorin führt uns von Amerika nach Griechenland und zurück, von öden Forschungslabors zu wildromantischen Landschaften, von hochkarätigen Experimenten zu archaischen Riten. Daß das alles zusammengeht, verdankt Karystiani ihrem schlagfertigen Humor und ihrer fulminanten Fabulierkunst. (Brigitte )

Über die Autorin und weitere Mitwirkende

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Ioanna Karystiani

Nach ihrem Jurastudium in Athen machte sie sich als Cartoonistin und Drehbuchautorin einen Namen. Sie arbeitete in Kooperation mit „Greek Public Television“, dem ZDF und „MTV Finnland“ an Serienproduktionen, Künstler- und Autorenportraits. Sie porträtierte u. a. Christa Wolf, Yoran Silt und Karolos Koun.

Ihre Cartoons erschienen in führenden Athener Tageszeitungen und Magazinen. Ihre Cartoonsammlungen wurden in Griechenland publiziert, in zahlreichen anderen europäischen Ländern und den USA. Für das Fernsehen zeichnete Karystiani Cartoons und Collagen zur Musik des großen Komponisten und Oskargewinners Manos Hadjidakis, für seine jüngste LP entwarf sie den Videoclip.

Zuletzt war Ioanna Karystiani am Szenenentwurf des Films „Brides“ beteiligt, die Regie in diesem Film führt Pantelis Voulagris, Produzent ist Martin Scorsese.

Ihr literarisches Debut feierte Ioanna Karystiani mit einer Kurzgeschichtensammlung, die von vier verschiedenen Theaterensembles bearbeitet wurde. „Die Frauen von Andros“ war ihr erster Roman und wurde sofort ein großer Erfolg. Er hielt sich monatelang auf der griechischen Bestsellerliste, wurde 1998 mit dem griechischen Staatspreis für Literatur ausgezeichnet und für den Aristeion-Preis nominiert.

Übersetzungen des Romans „Die Frauen von Andros“ ins Italienische, Französische und Bulgarische liegen vor. Ioanna Karystiani lebt in Athen und auf Andros.

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