Buchtipp: „Lesereise Peloponnes“ von Nicole Quint

Unser Buchtipp heißt heute „Lesereise Peloponnes“ und ist mit „Alexis Sorbas und der getürkte Grieche“ untertitelt. Na, wenn das keine Lust auf ein sofortiges Durchstöbern dieser Sammlung von Kurzgeschichten macht!

Um Euch einen kleinen Eindruck von dem zu geben, was Euch bei der Lektüre erwartet, hier eine wilde Zusammenfassung der verschiedenen „Themen“:

„Wenn Olivenöl aus Tankstellenzapfhähnen fließt, wenn Morpheus Träume an die falschen Schläfer ausliefert und eine Sprechstundenhilfe zum Orakel wird, dann sind wir auf dem Peloponnes gelandet. Gottvater Zeus wusste, warum er sich seinen Zweit-Olymp auf der griechischen Halbinsel errichtete, denn Orte wie Epidauros, Mistra, Messene oder Olympia waren schon immer gut für spannende und kuriose Geschichten.
Reiseschriftsteller von Pausanias bis Patrick Leigh Fermor haben sie gesammelt und aufgeschrieben. Auf ihren Spuren besucht Nicole Quint die antiken Stätten des Peloponnes. Lieber als dösenden Ruinen schaut sie aber den Griechen beim Griechischsein zu und berichtet vom Herrn der Knöpfe, vom Alltag einer Promenaden-Putzerin während der Touristensaison und vom Kloster der letzten Seidenweberinnen. Sie findet heraus, warum der gregorianische Kalender kommunistische Mythen zerstört und wie aus löchrigen Wänden wallfahrtsorttaugliche Kirchen werden. Nicht im Land des Zauberers von Oz trifft sie auf Vogelscheuche, Blechmann und Löwe, sondern tief im Süden des Peloponnes – in der Mani, wo Bruce Chatwin die Autorin posthum auf die Idee zu diesem Buch brachte.“

A propos „Autorin“: wer ist eigentlich Nicole Quint?

Getreu dem Bismarck’schen Vorurteil, dass Journalisten Menschen seien, die den Beruf verfehlt haben, war Nicole Quint, geboren 1972, bereits Bankkauffrau, Sozialarbeiterin, Behindertenbetreuerin, Tierpflegerin, Telefonistin, Ziegenhirtin und Käsemacherin. Einzige Konstanten blieben stets das Schreiben und Reisen, und so arbeitet sie seit 2006 konsequenterweise als freie Journalistin und Reisereporterin für Zeitungen, Magazine und Buchverlage. Nachdem sie lange in Indien, Irland und Griechenland lebte, ist sie in der Schweiz angekommen und hat in Zürich ihr Zuhause gefunden.

Für die beste Reiseerzählung des Jahres 2008 und 2011 wurde Nicole Quint auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig als ›Autorin ohne Grenzen‹ ausgezeichnet. In den darauf folgenden Jahren erschienen ›Als Expat in Indien – Gib Ganesh keine Gummibären!‹ sowie zahlreiche Beiträge in Reisebüchern und Anthologien.

Radio Kreta wünscht viel Spaß auf der Lesereise zum Peloponnes!


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