Cavo Sidero – Ein Luxushotel auf Kreta.

„Grünes Licht“ für den Bau eines Luxushotels auf Kreta

Mit einer Verzögerung von nur 25 Jahren hat die Regierung nun das Investitionsvorhaben in Cavo Sidero als „Fast-Track-Verfahren“ genehmigt. Begonnen hat das Projekt 1991.

„Itanos Gaia“ ist eine Investition der Minoan Group PLc aus Glasgow mit einem Budget von 267 Millionen bei Sitia, im Cavo Sidero Bereich.

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Das Projekt Cavo Sidero in der Gemeinde Itanos bei Sitia.

Die Investition umfasst fünf Hotels mit einer Gesamtkapazität von 1.936 Betten, einen 18-Loch-Golfplatz und ein Wellness-Center. Dafür ist 6,5 Millionen Quadratmeter Land von der Kirche gepachtet worden. Die bebaute Fläche soll 325.ooo m² betragen.

cavo-sidero-skizze

Durch das Bauvorhaben entstehen voraussichtlich 1.200 direkte und 2.000 indirekte Arbeitsplätze. Das Projekt soll helfen, die touristische Saison zu verlängern. Angesiedelt ist es im Bereich des Luxus-Tourismus.

Das Projekt ist nicht unumstritten. Bürgerinitiativen haben sich bereits dagegen gewandt.

Doch wie sagte uns mal Freund Paul Efmorfidis, der griechische Matratzen-König: „Luxus setzt sich durch. Luxus geht immer“.


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5 Kommentare

  1. Verdammt, jetzt wird der Berliner Flughafen dann doch noch überholt, als langfristigstes Projekt, oder zählt das erst, wenn auch gebaut wurde? Oder was lange reift, wird am Ende auch manchmal nur Essig.

    Tja, hat der Abt von Toplou seinen nicht geringen Einfluss bei welchen Mächten auch immer ins Spiel gebracht und eine Geldquelle erneut zum Sprudeln gebracht, weil ihm sonst der Investor auf die Kutte gestiegen wäre?

    Ich begebe mich mit jedem Kommentar auf dünnes Eis, denn wenn ich sage, nun ja am äußersten östlichen Zipfel der Insel möchte ich eh nicht tot über`n Zaun hängen, dann bekomme ich Mecker von allen, denen genau diese ursprüngliche und teils etwas raue Gegend gefällt und die weiterhin ungestört dort ihren Urlaub in der vorhandenen Infrastruktur genießen wollen. Oder ich sag, yeah endlich wird mal wieder investiert, dann kann mir die Backe von denen brennen, die sich empören, über den schändlichen Eingriff in die Natur, in ein funktionierendes Ökosystem, in dem sich nicht mal Hase und Igel „Kalinichta““ sagen.

    1200 Arbeitsplätze finde ich für Griechenland und speziell ein sehr gutes Signal, denn auch die Infrastruktur inkl. Airport Sitia könnte davon partizipieren.Und vor allem, weil das Ganze nicht als rein saisonale Geschichte ausgelegt ist, finde ich den Ansatz nicht allzu verwerflich. Wer jetzt das Touriziel Vai in Gefahr sieht, dem kann ich von meiner Seite aus sagen. Das Schönste am Palmenstrand von Vai, war die Fahrt dahin. Ein Ausflugsziel, mit schöner Bademöglichkeit, nicht mehr – nicht weniger. Nein, nein, ich bin kein Kulturbanause oder sonst mit Sandstränden auf Kriegsfuß, nur ein bissl mehr „wow“ hätte ich mir damals schon vorgestellt, aber gut, sollen nur alle da schön hinfahren, ein paar Bananen am Wegesrand kaufen, ist alles ok für die Leut, die da ihr Geschäft betreiben, aber haltet auch die Augen auf, auf dem Weg dorthin, kurz nach Sitia kann man sehen, was aus Projekten wird, die nicht komplett zu Ende geplant, oder durchdacht wurden und bei denen man die Rechnung ohne die hellenistische Gesetzgebung und deren Vertragswirren gemacht hat. Es grüßt einen Dionysos Village.

    Ansonsten ist zu dem Projekt noch ein interessanter Bericht hier zu finden. http://www.palekastro.de/ostkreta.html

    Ich werde dieses Jahr den Osten mal wieder heimsuchen, zwar eher südlicher, aber für einen kleinen Ausflug und um neugierig die Nase durch den Bauzaun zu stecken, könnte Zeit sein :-). Mal sehen, ob ich überhaupt einen Zaun finde, aber ich werde berichten.

  2. Moin, schade das Radio Kreta so unkritisch über das Mega-Projekt berichtet.

    Die 220 Hektar große Fläche verkaufte das Kloster Toplou an die Investorengruppe. Das Kloster Toplou macht sich an der Zerstörung der unberührten Natur um Kap Sidero mit verantwortlich.

    gruß, kv

  3. Ich bin sehr enttäuscht, das es nun anscheinend doch noch zur Zerstörung einer einmaligen Landschaft kommen soll. Die angeblichen Arbeitsplätze werden sicherlich hauptsächlich nicht für Griechen sein. Ich hoffe durch Radio-Kreta über den aktuellen Stand informiert zu werden. Auf jeden Fall werden wir mit Baubeginn nicht mehr in die Region Palekastro reisen. Wir hatten so einzigartige Zeiten in dieser wunderschönen – oft noch sehr einsamen – Landschaft, dass wir die Enttäuschung über die negative Veränderung nicht persönlich vor Ort ertragen wollen. rf

  4. Kalimera, die große Mehrheit der (langjährigen) Gäste und Touristen der Ost-Küste kommen wegen der atemberaubenden einmaligen schönen Landschaft. Ist diese erst einmal zerstört, bleiben die langjährigen Besucher und Touristen weg. Mit dem Wegbleiben der Gäste/Touristen entfällt dann auch für die Einheimischen die Haupteinnahmequelle.

    „Erst wenn der letzte Baum gerodet,
    der letzte Fluß vergiftet,
    der letzte Fisch gefangen ist,
    werdet ihr feststellen,
    daß man Geld nicht essen kann.‘‘

    Weissagung der Cree

    vg, kv

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