Das erste griechische Waldregister

birbili_tinaEs tut sich was in Hellas! Seit gestern sind auf den Webseiten des griechischen Umweltministeriums die ersten Waldregister Griechenlands einsehbar. Die Registrierung der griechischen Waldflächen soll laut der Umweltministerin Tina Birbilli dazu führen, dass „ein für alle mal klar sein (wird), wer wo bauen darf“.

Diese interessante Neuigkeit, die von der Ministerin schlichtweg als „Revolution“ eingestuft wird, haben wir in der Griechenlandzeitung gefunden:

„Griechenland / Athen. Die ersten Waldregister Griechenlands sind ab heute auf den Webseiten des Umweltministeriums einsehbar. Es handelt sich um die Gegenden Nea und Palia Penteli, sowie um Marathon, die sich alle in Attika befinden. Damit soll der Umweltministerin Tina Birbili zufolge „ein für alle mal klar sein, wer wo bauen darf“.
Die Register, die u. a. auf Luftaufnahmen seit dem Jahr 1945 basieren, wurden gestern der Öffentlichkeit vorgestellt. In der Region um Marathon weisen die Luftaufnahmen aus dem Jahre 1945 5.300 Hektar Wald aus. Bei den neueren Bildern sind es nur noch 4.997,5 Hektar. Bei Nea Penteli zeigen die alten Fotos 207,2 Hektar Wald, auf den neueren Aufnahmen sind es noch 204,5 Hektar. Was die Luftaufnahmen von Palea Penteli betrifft, so waren dort im Jahre 1945 2.207,2 Hektar als Wald erkennbar, heute sind es 2.156,6 Hektar.
Die genannten Regionen wurden in den letzten Jahren von mehreren Busch- und Waldbränden heimgesucht, was die Waldregistrierung erschwerte – und eine illegale Bebauung offenbar erleichterte. Ab Montag können Betroffene Einspruch erheben, falls sie die Einstufung ihrer Grundstücke als „Waldfläche“ für falsch halten.
Ministerin Birbili sprach während der Vorstellung der Waldregister von einer großen „Revolution“. Noch im Mai sollen fünf weitere Gegenden offiziell registriert und der Öffentlichkeit bekannt gegeben werden. Es handelt sich um die Gegend um Volos, Ilias, Evros, Kavala und Drama. In den kommenden drei Monaten sollen in Attika vier weitere Waldregistrierungen erfolgen: in Kifissia, Stamata, Drosia und Fyli. (Griechenland Zeitung / eh)“

Radio Kreta – wir ziehen alle Register.

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