Das Fastentagebuch – Es war einmal….!

Nun war es endlich Ostersonntag und die fastentechnische Kasteiung hatte ihr Ende. Nach soviel Obst, Gemüse, Schnecken und Meeresfrüchten und einer komplett ölfreien Woche war heute ein wirklich wunderbarer Tag. Nicht so sehr wegen der doch sehr gelockerten ernährungstechnischen Hand- und Fußfesseln, sondern vor allem wegen der Rückkehr des Scheffredakteurs.

Er hatte ja nun zwei geschlagene Wochen im kalten, trüben und anteilsnahmslosen Germanien geweilt, kam aber dann doch heute um 11h15 aus Bremen wieder nach Chania angeflogen. Hui……!!!!!! Da war der Ankunftsterminal aber sogar für den kleinen Mitso viel zu klein – wo soll man auch hin mit so viel Freude!

Frauchen und Mitso hatten heute am frühen morgen natürlich wie gehabt die Hunderunde veranstaltet und starteten nach einem kurzen Stop-Over  zu Hause dann gleich zum Flughafen Chania durch. Allerdings natürlich nicht, ohne zwei schöne, frisch gebackene Ciabatta-Brötchen aufzubacken und diese mit Butter, „Rollo Bacon“ und Osterei belegt zu haben – Proviant muss sein, war der Scheffredakteur doch schon seit 1h nachts auf den Beinen!

Ciabatta, Rollo Bacon und Osterei
Ciabatta Marke Eigenbau mit Butter, „Rolo Bacon“, Osterei und Mayonnaise. Wenn schon Fastenbrechen, dann richtig!

Dort nahmen wir den relativ geschafften Scheff wieder herzlichst und von Herzen froh in die Arme bzw. Vorderpfoten  und ab ging´s nach Hause! Die Verweildauer dort dauerte aber genau so lange, wie man braucht um jeweils einmal im Bad zu verschwinden, das Nötigste – also die Elektronik – aus dem Koffer zu holen und schwuppdiwupp ging es runter in´s Dorf. Schließlich musste der Scheffredakteur sich ja versichern, dass in seiner Abwesenheit kein größerer Unfug getrieben worden war und er alles so vorfand, wie es sein sollte. Nämlich so, wie es vor der Abreise war!

Nach einer Runde durch´s Dorf war er aber soweit beruhigt, dass wir auch  mal wieder einen Boxenstopp bei Haris im Water´s Edge Café einlegen konnten, wo wir auch liebe Bekannte wiedertrafen. Das war ein „Hallo!“ und „Herzlich Willkommen“ („Καλός ήρθες!“) – Männe fühlte sich gleich wieder zu Hause. Wobei, er hatte schon während der Fahrt vom Flughafen nach Hause geschwärmt, dass er endlich wieder zu Hause sei. Alles so schön grün und bunt, Sonne und blauer Himmel satt – und natürlich der Frappé Glyko, den ich ihm direkt schon am Flughafen gekauft hatte. Scheffredakteur im Kreta-Himmel und weit weit weg vom fieskalten, miesepetrigen Germanien. 

Tja, nur war bei Haris relative Hektik ausgebrochen und auf die Frage hin, ob wir denn einen Tisch reserviert hätten (Hallo? Wir wollten doch eben nur mal Hallo sagen!), guckten wir wohl ziemlich doof aus der Wäsche, verneinten vehement, wurden aber dann von Bekannten an ihren reservierten (!) Tisch gebeten. Wir wollten doch nur kurz Hallo sagen!!!!

Nun gut, der Nachmittag nahm seinen Lauf, Salate, Kalitsounia, Tsatsiki und später dann auch Lamm landeten auf unserem Tisch und alle langten beherzt zu. Auch die ehemalige Fastenqueen – und was soll ich sagen – selten hat ein Stück Fleisch so gut geschmeckt! Wobei ich das trotzdem in Zukunft etwas runterfahren werde, aber so hin und wieder…. Schön, wenn man sich nix verkneifen muss. Und hinterher gab´s auch noch ein Crème-Törtchen, das mit ebensolchem Genuss weggehapst wurde. Ist ja Ostern!

Sieht noch harmlos aus – bis auf die Käse-Kalitsounia, den Feta Käse und den Tsatsiki. Aber Fastenbrechen war ja angesagt am Ostersonntag – und das Fleisch kam danach….

Den Nachmittag haben wir dann noch im sonnendurchfluteten Innenhof unseres Häuschens verbracht und waren relativ früh zu Bett – Scheffe etwas früher als Ex-Fastentante, da auch viel viel früher aufgestanden – und morgen ist ein neuer Tag. Immer noch Feiertag, aber vermutlich und hoffentlich wird sich der Alltag wieder einpendeln.

Eines ist jedenfalls sicher: die Streuner werden am frühen Morgen wie gehabt versorgt und der Scheff darf endlich mal wieder zum morgendlichen Kaffeekränzchen! Rituale sind ja nun mal auch wichtig! Nur Pauli fehlt…. snif….

Radio Kreta – zurück zum ganz normalen Wahnsinn. 

Und morgen sind wir schon wieder bei Haris – da gibts nämlich ne Lesung!

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