Das Fastentagebuch – Tag 32.

Den leicht verwirrenden Tag 31 der Fastenzeit – verwirrend, da statt Mittag- ein Abendessen – haben wir prima bewältigt und los geht es in die 2. Hälfte der vor-vorletzten Fastenwoche. Dies allerdings nach einer recht stürmischen Nacht (nein, ich plaudere nicht aus dem Nähkästchen, das ist durchaus meteorologisch gemeint), denn am späten gestrigen Abend fing der bereits für den Tag erwartete Scirocco an. Und zwar mit Windstärken bis 9 bF. Das pfiff dermaßen um alle Hausecken herum, dass an Schlaf nicht wirklich zu denken war – also nur etappenweise. Dann auch noch Stromausfall ab 3h morgens (übrigens für über 6 Stunden!) – Kreta´s Natur läßt grüßen!

Aber wir sind ja nicht im Wetterstudio, sondern beim Fasten und deswegen geht´s ab jetzt auch wieder um die heutige Speisefolge. Und endlich haben wir wieder unseren „normalen“ Rhythmus „Frühstück – Mittagessen – Abendknabbereien“ eingehalten!

Also wieder der Reihe nach: das Frühstück bestand für den Fastenfrevler mal wieder aus Brot, Wurst und gekochtem Ei, für die Fastenqueen nach dem vorgestrigen Obstteller und dem gestrigen Süßkrams unbedingt mal wieder aus etwas Herzhaftem: es gab eine fettig-heiße Spanakopita, anbei diesmal kein Tee, sondern ein schön angemachter Tomatensaft. 

Spanakopita mit Tomatensaft
Herzhafter geht´s kaum: fettig-heiße Spanakopita mit Tomatensaft. Fastenfrühstück!

Und das Mittagessen fand endlich mal wieder zu Hause statt und die Küchenscheffin durfte sich endlich mal wieder „zweierlei“ austoben, denn der Scheffredakteur weigerte sich heute standhaft, auch nur ansatzweise bei einer Mahlzeit mit zu fasten. Na gut, des Redakteurs Wille sei sein Himmelreich, deswegen wurde er heute mit einem schönen 400 gr-Kotelett „natur“ (Gewicht mit Knochen, Mitso braucht ja auch nicht mitfasten!) abgefüttert – anbei gab es Rahmkartoffeln mit frischer Petersilie. Und die Scheff-Fasterin kredenzte sich selbst „Spaghetti Frutti di Mare“.

Spaghetti Frutti di Mare a la Su
Spaghetti Frutti di Mare à la Su – Fastenmittagessen selbstgemacht.

Derart abgefüttert und gesättigt kam für das Abendessen natürlich kein Kochexperiment mehr in Frage – alleine schon wegen des grade mal erledigten Abwaschs, der wegen des „doppelten Kochens“ ja auch mehr als doppelt ausfiel….

Aber so ein bisschen was zu knabbern sollte es zum abendlichen Gläschen Wein ja dann doch sein. Ein kurzer Blick in die Vorrats-Ecke und den Kühlschrank – et voilà – ein fastentechnisch absolut korrektes Abendessen war entstanden: Johannisbrot-Paximadi mit getrockneten, eingelegten Tomaten, „getränkt“ im entsprechenden Tomaten-Olivenöl mit Lupinen anbei und Petersilien-Garnitur. Lecker, leicht und gesund. Fasten macht irgendwie kreativ, sowohl was die Gerichte, als auch die Deko angeht. Oder etwa nicht?

Johannisbrotpaximadi mit getr.Tomaten, Lupinen und Petersilie
Ein abendlicher Fastensnack (Symbolbild – es gab durchaus mehr davon!).

Und wieder ist ein Fastentag rum – nur noch 16 Tage bis zum Ostersonntag! Und eigentlich denke ich immer „wenn´s erst mal einstellig wird, wird´s auch einfacher“, aber das ist in der griechisch-orthodoxen Fastenzeit ja nun mal gar nicht der Fall, denn die Karwoche wird ja nochmal richtig heftig, denn da ist ja nicht mal mehr Öl erlaubt. Wird vermutlich ne staubige Sache – aber wir werden berichten.

Radio Kreta – kreativ durch die Fastenzeit.

 

 

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