Das Fastentagebuch – Tag 42.

So! Der letzte Fastensonntag ist so gut wie vorbei und trotz starker Erkältung mit Schnupfen, Triefnase und Bronchitis, wurde er soweit recht erfolgreich rumgebracht. Erledigt bin ich allerdings jetzt auch, aber nach ein paar Stunden Schlaf sollte sich das wieder eingerenkt haben. Aber wir sind ja hier nicht bei der Apotheken-Umschau, sondern beim Fastentagebuch.

Und dort mittlerweile beim Tag 42 angelangt. Noch 6 harte Tage vor mir, aber wenn das mit der Erkältung und der damit zusammenhängenden Funktionseinschränkung der Geschmacksrezeptoren so weitergeht, wird das ein reiner Spaziergang. Heisser Tee und trockenes Brot täten es irgendwie derzeit auch….

Dennoch habe ich heute – gerade weil gesundheitlich etwas angeschlagen – besonders drauf geachtet, mir nach Möglichkeit nur gute Lebensmittel einzuverleiben. Nach wie vor allerdings voll im Fastenplan – das versteht sich ja von selbst!

Somit fing der heutige Sonntag, gleich nach der Hunde-Runde, mit einem Vitaminbomben-Frühstück an: Apfel, Birne, Kiwi, Erdbeeren und ein Händchen voll Rosinen – anbei diesmal ein Malotira-Tee mit Majoran, denn Letzterer wirkt schleimlösend – und das kann ich grade gut gebrauchen. Wirkt und schmeckt – was will man mehr von Mutter Natur?

Apfel, Birne, Kiwi, Erdbeeren, Rosinen und einen Pott Malotira-Majoran-Tee anbei. Gesünder geht kaum!

Allerdings hat dieses super gesunde und -leckere Frühstück nicht zur Spontangenesung beigetragen, weswegen der Appetit auch um die Mittagszeit eher noch im negativen Bereich anzusiedeln war. Ein kleiner Hunger – ja – aber extra was kochen, wenn man eh kaum was schmeckt? Auch doof. Außerdem hatte ich heute ziemlich viel zu tun, von daher lief das alles auf den Apfelstrudel heraus, den ich eigentlich für den Nachmittagskaffee vorgesehen hatte. Aber dem Apfelstrudel war´s egal, mir sowieso, also heute mal ein süßer Mittags-Snack statt eines gediegenen Ostersonntagbratens (hier sind wir ja erst nächste Woche dran, von daher vollkommen korrekt…).

Frisch aufgebackener Apfelstrudel mit Zimt zu Mittag. Warum nicht?

Gegen Abend hing mir dann allerdings der Magen schon verdächtig auf der Höhe der Kniekehlen und nach einem wundervoll heißen Erkältungsbad (man beachte: die Aussentemperaturen erreichten heute über 20°C bei strahlendem Sonnenschein) ging es einer großen Sepia-Tube an den Kragen. Gefüllt mit Reis, Spinat und kleinen Garnelen, schön in Öl gebraten mit nem Schippchen Feldsalat anbei – eine Offenbarung. Lecker und leicht – selbst bei eingeschränkter Geschmacksrezeption. Musst ich heute ja quasi auch noch machen, da ab morgen offiziell Öl von der Speisenliste gestrichen ist. Also dann lieber heute nochmal ordentlich Gas auf die Pfanne geben!

gefuellte Sepia halbe
Eine große gefüllte Sepiatube mit Einblick an Feldsalat.

Derart gesättigt wurde nur noch kurz abgewaschen, die Fellnasen und Samtpfoten noch mal durchgeknuddelt und jetzt geht es dann schon gleich zu Bett. In der Hoffnung darauf, dass es morgen besser geht…

Radio Kreta – ohne funktionierende Geschmacksrezeptoren lässt es sich einfacher fasten….

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