Das Fastentagebuch – Tag 44.

So –  und heute war ein wirklich schwerer Tag, an dem es vor allem um eines ging: um Paul. Denn Paul, dem Kater, ging es nach wie vor nicht gut, der Vergiftungsverdacht hat sich aber irgendwie nicht erhärtet (der Röntgendoktor meint, der kleine wäre einfach überfahren worden), sein Zustand hatte sich nicht weiter verschlechtert, er hielt den Kopf oft oben, die Augen waren ganz klar und die Körpertemperatur wohl etwas niedriger als normal, aber nicht so kalt, wie es vor 1,5 Jahren bei unserem Linus war.

Also ging es nach der sehr frühmorgendlichen Hunderunde und einem kleinen, stärkenden und herzhaften Frühstück (hilft ja keinem, wenn ich auch noch schlapp mache!) zur Tierärztin, die Dienstags und Freitags hier bei uns im Dorf ist.

Aber über unsere ganz private „Paulchen in Not“ Aktion informiert Euch Mitsos noch im Detail – er hat sich auf dem Platz des Scheffredakteurs schon breitgemacht und haut bereits in die Tasten…

Denn noch sind wir ja beim Fasten – und das in der Kasteiungs-Karwoche sogar ganz ohne Öl! Ich war mir nicht sicher, wie das denn überhaupt gehen sollte, denn unser Olivenölverbrauch ist normalerweise doch sehr beträchtlich. Nicht zuletzt aus dem Grund, weil Fett (und am Besten richtig gutes Olivenöl) ja vor allem ein Geschmacksträger ist. Wobei es bei mir erkältungsbedingt mit den Geschmacksrezeptoren immer noch nicht so weit her ist – nur grade dann könnte man so einen „Verstärker“ ja grade gut gebrauchen. Aber egal – wir schreiben den Tag 44 von insgesamt 48, da werd ich jetzt nicht aufgeben!

Zum Frühstück war heute, wie gesagt, mal wieder was Herzhaftes dran: eines meiner selbstgebackenen Ciabatta-Brötchen kurz aufgebacken, mit Avocado bestrichen und eine Hälfte mit Radieschen-Scheiben, die andere mit einer der Bio-Tomaten von neulich belegt. Anbei mal keinen Tee – ich hatte schon einen Liter davon intus…. – sondern zur Komplettierung des Vitamin-Schocks einen schönen Pott angemachten Tomatensaftes (Salz, Pfeffer, Ingwerpulver, ein Schuss Zitrone, etwas Tabasco und Worcestersauce – lecker!). Nur ein Schuss Öl über die Tomaten und in den Saft fehlte, aber…. – naja, siehe oben….

Ciabatta mit Avocado, Radieschen und Tomate mit Tomatensaft. Alles ganz ohne Öl, trotzdem lecker, soweit erschmeckbar.

Dann ging es zur Tierärztin, die mich – soweit nehme ich Mitso vorweg – zwecks röntgens nach Chania schickte. Dazu brauchte ich einen Termin und bekam überraschenderweise sogar bereits beim 3. angerufenen Tierarzt einen – und zwar direkt für den Nachmittag. 

Die Zeit bis zur erneuten Abfahrt war nicht allzu üppig bemessen, also musste ein halbwegs schnelles Mittagessen her, denn auf ein Abendessen wollte ich mich nicht verlassen. Hat sich auch bestätigt, von daher soweit alles richtig gemacht. Also habe ich mir die am vergangenen Samstag beim deutschen Discounter erstandenen, mit Steinpilzen gefüllten Tortellini zubereitet. Als Gemüse bzw. Sauce fungierten die Bio-Kirsch-Tomaten, die mir am Freitag geschenkt wurden, ein paar Karottenwürfelchen, Zwiebeln, Knoblauch und Petersilie dazu und das Ganze dann gut gewürzt.

Der aufmerksame Leser hat es bemerkt: auch hier war fastenkorrekt kein einziger Tropfen Öl im Spiel, was die Sache trotz der leckeren Gewürze etwas „lätschig“ schmecken ließ (fein angebratene Zwiebeln schmecken einfach anders, als in Wasser gedünstete!!!), aber das war auch egal.

Steinpilz-Tortellini mit selbstgemachter Tomatensauce und Feldsalat. Fehlt nur noch ein Schuss Öl an allem…

Anbei gab es noch den Rest Feldsalat mit kleingeschnittenen, eingelegten Maiskölbchen – auch dieser komplett ohne Öl, dafür aber mit leckerem weißen Balsamico und Balsamico-Creme. Auch nicht so der wahre Jakob, aber doch ganz lecker. Und – man sieht es auf dem Foto – ich konnte das 44. Fastenmahl draußen in der Sonne genießen – das war eine schöne kleine Pause, bevor es wieder in Richtung Tierarzt los ging. 

Abendessen fiel heute aus, jetzt wird Paulchen nochmal versorgt und dann geht´s ab in die Heia. Und morgen auf in den Tag 45 – der Countdown läuft.

Radio Kreta – hält auch in schwierigen Zeiten Leib und Seele zusammen.

 

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