Der Wasser- und Tourismuswahnsinn auf Kreta.

Lieber Jörg

Wir sind vorgestern von dem dreiwöchigen Aufenthalt aus Plakias im Südosten der Insel Kreta zurückgekommen.

Nun habe ich eine Frage: ich habe bei „Radio Kreta“ über eine mögliche Wassernot gelesen. Nun haben wir gesehen , dass oft tagelang Wasser aus den diversen Schläuchen quillt, ohne dass sich jemand darum kümmert.

Eine Quelle? Oder wieder mal ein kaputtes Rohr?

Auf unsere Nachfrage bekamen wir die Antwort, dass das „eh“ kein Trinkwasser ist.

Wasserverschwendung am Strand.

Auch die Wassersprengler am Strand haben mich verwundert. Weißt du da Näheres?

Liebe Grüße
Berndt

PS.: Wir haben auch den Tourismus – Wahnsinn kennen gelernt: 

Der Flughafen Heraklion wird viel zu klein für die dauernden Charterflüge, da Kreta nicht nur von Charterflügen aus Deutschland, England, den Niederlanden, sondern neuerdings auch von Flügen diverser russischen und ukrainischen Gesellschaften überschwemmt wird.

Von Graz fliegt man mit einer Fluggesellschaft namens „Small Planet“, die in Düsseldorf sitzt und ausgeleierte Flugzeuge aus Litauen angekauft hat (Die Sitze waren durchgesessen wie bei alten Mercedes Taxis). Die AUA und Lufthansa haben diese Destinationen gar nicht mehr im Programm; ihnen ist anscheinend der Aufwand zu viel. Unsere Verspätungen (in der Vorsaison!) waren 6 Stunden beim Abflug in Graz und der Flug von Heraklion wurde gleich um 10 Stunden verschoben.

Die deutsche Charter Fluggesellschaft „Condor“ hatte ähnliche Probleme, einen Flug nach Hannover haben sie überhaupt um 18 Stunden verschoben… Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie das dort in der Hauptsaison aussehen wird.

Mehr Infos: Wasserknappheit auf Kreta. Der Flughafen von Heraklion.

Berndt Luef hier im Interview.

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5 Kommentare

  1. …leider ist es so. Und der Flughafen in Chania wird von Deutschland aus kaum angeflogen bzw. wird garnicht erst angeboten. Mit den „Touris“ kann man´s halt machen…..

  2. Endlich mal jemand, der was merkt!
    Die Wasserknappheit ist auf Grund der dürftigen Regenfälle im Winter schon lange bekannt. Von der Präfektur wurden auch Maßnahmen versprochen, aber für den lieben Touristen gibt man natürlich sein Bestes. Zum Beispiel 2016, auch ein wasserknappes Jahr, hat man uns in Sellia von Juli bis September zu unterschiedlichen Zeiten täglich das Wasser abgestellt. Auch das Agrarwasser. Das heißt: morgens kein Kaffee, keine Dusche, ganz abgesehen von den Pflanzen, die eingegangen sind. Da behilft man sich mit Flaschen und Kanistern, die man auffüllt wenn’s dann mal welches gibt. Auch damals wurde in Plakias der Strand gewässert und in der Schweinebucht bei Damnoni wurde für die Nackedeis sogar der Parkplatz gewässert (da schwillt mir heute noch der Kamm). Die Pools für die Touristen waren natürlich voll und die Duschen an den Stränden, wo man sich nach jedem Schwimmgang das Salzwasser abduschen kann (das sollte man sowieso nicht tun, da die Haut die im Meerwasser enthaltenen, gesunden Salze und Mineralien so nicht aufnehmen kann), funktionierten einwandfrei. Das wird wohl auch in diesem Jahr wieder so sein.
    Von den „Maßnahmen“ zur Einsparung habe ich hier in der Gegend bis dato auch noch nichts bemerkt – es läuft und läuft und läuft…
    Und was die Touristen betrifft: es sind einfach zu viele für die Insel.

  3. Flüge nach Chania gibt es von
    -Bremen, Hannover,Düsseldorf, Frankfurt , memmingen, Hahn Stuttgarr münchen. Z.t unter 100 Euro

    Wasser ist im Winter in Kreta nicht knapp es fehlen Wälder oder Auffangbecken.
    Kreta ist durch mehr als 5 Millionen. Touris reich genug Lösungen zu bezahlen

  4. Ja und dann sind da noch die vielen reichen Ausländer mit ihren grossen Villen ganzjährig gefülltem Pools obwohl meistens das Meer direkt vor der Nase……

  5. Ich kann auch nicht verstehen warum ein Hotel direkt am Strand 3 Riesen Pools brauch, soberwas gehört untersagt.

    Auch hatte ich am Strand einen Typ gesehen der Minuten lang unter der Dusche stand, da frage ich mich echt was das soll.

Kommentare sind geschlossen.