Kournas Lake

Die Angst vor Wassermangel auf Kreta geht um…

Ungewöhnlich geringe Niederschlagsmengen im Winter 2015/16 auf Kreta schüren die Angst vor Wasserknappheit im Sommer 2016 auf der Insel.

      Das und vieles mehr höre ich in Begleitung des Scheffredakteurs täglich beim frühmorgendlichen Kaffee im Kafenion – aber auch zu anderen Tages- und Nachtzeiten ist dieses Thema Gesprächsstoff. Und zwar einer, der dem Einen oder Anderen durchaus Sorgenfalten auf die Stirn treibt, da bei nicht Wenigen eine bis mehrere Existenzen an der Wasserversorgung hängen.
Kournas Lake
Einziger Süßwassersee auf Kreta: Kournas Lake.

Hört sich dramatisch oder gar „reisserisch“ an?

  • Nun – hier einige Fakten zur Veranschaulichung:
    Die winterlichen Niederschlagsmengen liegen in Westkreta, der Region Heraklion und auf dem Lasithi-Plateau 30-50% unter dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre, in der Region Sitia sogar 60-70% darunter.
  • im April 2016 verzeichnete der Südwesten Kretas eine Niederschlagsmenge von 1,6 mm
  • der Wasserstand des Kournas-Sees (dem einzigen natürlichen Süßwassersee der Insel) zwischen Chania und Rethymnon ist derzeit (Mai 2016) auf dem Level des vergangenen Septembers 2015

Viele Gemeinden der Insel ziehen nun Notfallmaßnahmen in Betracht, um eine stabile Wasserversorgung während der Sommermonate zu sichern. Zu den „Sofortmaßnahmen“ gehören verbesserte Überwachung und Reparatur leckender Wasserleitungen (Anm. d.Red.: das könnte man ja sowieso ab und zu und hin und wieder mal machen – auch in wasserreichen Jahren….).

Aber nicht nur der Tourismus, sondern das Rückgrat der kretischen Wirtschaft – die Landwirtschaft – ist durch den Wassermangel bedroht, wovor u.a. Tomaten- und Obstbauern warnen.

Sollten sich die Wasserreserven weiterhin so reduzieren wie in den letzten Monaten, könnten die Gemeinden Bewässerungsregulierungen bzw. -Verbote verhängen. Beschränkungen für die Nutzung von Swimming-Pools wurde im hier zugrunde liegenden Bericht der „Apokoronas News“ nicht erwähnt.


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3 Kommentare

  1. Schade eigentlich, dass man bei den Überlegungen, das knappe Gut „Wasser“ sinnvoll zu nutzen, sprich: den Verbrauch da wo möglich einzuschränken, auf das nahe liegendste nicht kommt, nämlich die Trockenlegung aller Pools.
    Seit Jahren beobachte ich mit zunehmender Verärgerung die durch englische Bauherren und Touristen getriebene Unsitte, jedes wie auch immer geartete Bauvorhaben mit einem Pool zu „krönen“!!
    Was für ein Irrsin, ist doch das Kreta umgebende Meer eins der saubersten und für Haut und Organismus reich an gesundheitsfördernden Mineralien. Aber der Engländer legt sich anscheinend lieber in stark gechlortes TRINK!Wasser… genauso wenig braucht er ja auch Sonnenschutzmittel, er ist halt von Haus aus ein dunkler Typ mit hoher UV-Restistenz…

  2. und was ist mit den stets anwachsenden gewächshäusern? brauchen die nicht eine unmenge an wasser, wo kommt denn das her, darf man das überhaupt in erwägung ziehen?

  3. Weiss jemand wo man aktuelle Messdaten wie Niederschlagsmengen auf Kreta bekommt?

    Das mit dem Meer stimmt natürlich. Es ist allerdings auch nicht so umweltfreundlich wenn man immer 15min mit dem Auto zum Meer hinfahren muss. Wer eine Familie hat weiß auch dass so ein Ausflug immer ein ziemlich großer Aufwand ist. Da ist ein Pool am Haus doch wunderbar.
    Auf bestimmte Nationalitäten zu schimpfen ist schon garnicht angebracht.
    Ich werde übrigens demnächst mit dem Bau eine Pools anfangen!

Kommentare sind geschlossen.