Die Ernährung und das Wild auf Kreta.

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Ziegen im Gebirge

Das Wild

Die Tatsache, dass es auf Kreta keine groβen Wildtiere wie Wölfe, Schakale, Füchse oder Luchse gab, ermöglichte es den wilden Ziegen, Hasen, Rebhühnern, Enten etc. sich zu vermehren. Die Kreter benutzten zur Jagd Pfeile und Bögen, Fallen und in späteren Jahren natürlich Gewehre.

Rebhühnerarten

Das Rebhuhn „Tsukar“ kommt überall auf der Insel vor, sowohl in den abgelegenen Bergen als auch in den Tälern. Im Frühling werden seine Eier gesammelt, die bei den Kretern sehr beliebt sind.

Die Wasservögel

Es gibt Enten aller Art, Gänse, Schwäne, Fischreiher, die hier ihre Nester bauen, zum Überwintern kommen oder sich nur während der Migration kurz hier aufhalten. Sie alle tragen schon lange zur Nahrungsmittelversorgung der Kreter bei.

Die Säugetiere

Die kretischen Hasen sind etwas kleiner als ihre Cousins in Nordeuropa. Sie vermehren sich mehrmals in einem Jahr, genau wie das wilde Kaninchen, aber mit nur 2-3 Jungen pro Geburt. Sie kommen überall in den Tälern und auf den Bergen zahlreich vor.

Die wilden Ziegen

Die griechische Wildziege hat einen schlanken Körper und sieht eher einer Gazelle als einer Wildziege der Pyrenäen ähnlich. Diese Tiere kommen heute nur noch an einem Ort vor. Während Tausenden von Jahren waren sie für die Bergbewohner ein wichtiger Teil der Diät: ein ausgewachsenes männliches Tier bietet 25 bis 35 kg Fleisch.

Waffen und Fallen für das Wild

Pfeil und Bogen waren für viele Jahre die wichtigsten Jagdwaffen. Die Kreter waren übrigens schon im Altertum bekannt für ihr Talent in der Handhabung von Pfeil und Bogen, die den Vorteil hatten, geräuschlos zu sein wenn in Gebrauch. Zudem kosteten sie erst noch nichts. Dies waren denn auch die Gründe, dass sie im Landesinnern bis ins 18. Jahrhundert geschätzt waren. Damals kamen die Kriegsgewehre auf und wurden auch für die Jagd von Wildtieren benutzt. Jagdgewehre wurden erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt.

Die am häufigsten benutzte Falle war die Schlinge, die aus einer zähen Schnur oder einem dünnen Draht hergestellt wurde. Für Füchse oder Schakale wurden auch importierte Metallfallen benutzt.

Quelle und unbedingt einen Besuch wert: www.cretanethnologymuseum.gr in Vori.


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Ein Kommentar

  1. Die angegebene Quelle lässt sich nicht öffnen und welche Botschaft verbreitest Du denn Jörg?

Kommentare sind geschlossen.