Die Götter müssen KRETER sein…

Ob Strand, Kulinarik oder Kulturprogramm: Auf Kreta findet jeder Urlauber, was er sucht. Und noch viel mehr.

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Es ist, als wären die Götter noch immer hier. In den Felsen regiert Göttervater Zeus, Glaukos rührt das tiefblaue Meer auf, Dionysos versüßt jedes Glas Wein. „Kalimera“ auf Kreta. Weit weg von Unruhen und Demonstrationen. Und dem Urlaubsparadies ganz nah.

Auch auf der größten griechischen Insel sind die Nachwehen der Unruhen von Athen spürbar. Es ist stiller als gewohnt, Buchungen blieben aus. Die Touristen stört das aber nicht. Statt gehetzter Massenabfertigung wird entschleunigt. Zumindest abseits der Städte. Die Kreter selbst wirken mitgenommen: „Viele Urlauber waren skeptisch. Wir hoffen nur, dass die Bilanz nicht ganz schlimm ausfällt“, erklärt Zacharias Badouvas, österreichischer Honorarkonsul auf Kreta. Um den Trend noch umzukehren, wurden die Preise gesenkt.

Kretische Delikatessen

Die Reise durch den Norden beginnt. Erste Station: Rethymno, die Sonne brennt. In den kleinen Tavernen mit direktem Blick aufs Mittelmeer herrscht Mittagsbetrieb. Einheimische sitzen am Stammtisch, ein paar Touristen verkosten die typisch kretischen Delikatessen. Gefüllte Weinblätter, Joghurt mit Honig, Schafskäse, Ouzo und jede Menge Olivenöl. Hausgemacht, versteht sich.
„Am besten isst man immer noch in den kleinen Tavernen“, meint Fanny Nunner-Grammatikou von der griechischen Zentrale für Fremdenverkehr.

Mitten in der Hauptstadt Heraklion ist es mit der Ruhe aber schnell vorbei. Auf den Straßen herrscht hektisches Treiben. Die Touristen, übrigens besonders viele Russen, drängen sich an den Auslagen der Geschäfte vorbei. Wer aber nicht wegen dem Einkaufserlebnis in blau-weiß gekommen ist, wird enttäuscht. Fazit: Die Hauptstadt kann nicht mit dem Rest der Insel mithalten.

Man sollte sich lieber an die kleinen Städte wie Chania halten. Hier kann man zu Fuß auf Entdeckungsreise gehen, findet verborgene Winkel, in der großen Markthalle die Geheimrezepte der Kreter oder neues Wissen bei einer Führung durch die Janitscharen-Moschee. Für Familien mit kleinen Kindern ankern im Hafen, der von Cafes und Restaurants umrandet wird, die Ausflugsschiffe. Für eine Pause vom Strand ideal.

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Apropos Strand: Auch wenn er die Basis für einen gelungenen Urlaub ist, nur den ganzen Tag lang den Wellen zu lauschen ist ein Fehler. Dazu hat Kreta nämlich zu viel zu bieten. An der Ausgrabungsstätte von Knossos kann man die Überbleibsel des alten Griechenlands erforschen. Weinkellereien bieten Führungen durch ihre Anlagen an. Und sogar Golfer kommen bei Abschlägen am einzigen Platz der Insel (www.crete-golf.com) auf ihre Kosten. Am besten reist man übrigens mit einem Mietwagen.

Quelle: Andrea Stanitznig, Kleine Zeitung.

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