Die Meinung der griechischen Jugend zur Europäischen Union

Eine Umfrage zeigt, dass die Jugend Griechenlands der Europäischen Union sehr positiv gegenüber steht. Die Politik im eigenen Land wird hingegen nicht besonders geschätzt.

87 % der Griechischen Jugend empfindet, dass die politischen Entwicklungen in ihrem Land auf einem falschen Weg sind. Das ergibt sich aus einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts V-PRC in ganz Griechenland unter 700 Schülern der sechsten bis zur zwölften Klassen. Auftraggeber der Umfrage war die deutsch-griechische Privatschule „Ellinogermaniki Agogi“. Demnach empfinden 80 % der Befragten „Unsicherheit“, wenn sie an ihre Zukunft denken. Was die Europäische Union angeht, so glauben 50 % der Befragten, dass ihre wichtigsten Eigenschaften der freie Personenverkehr bzw. die Gelegenheit seien, überall in der EU studieren und arbeiten zu können. Drei von zehn glauben, dass die gemeinsame Währung das beste Merkmal der EU sei. Nahezu acht von zehn (76 %) vertreten die Ansicht, dass die Mitgliedschaft ihres Landes in der EU „etwas Gutes“ sei und 64 % denken, dass Griechenland von seiner EU-Mitgliedschaft profitiert habe. 74 % der Befragten sind jedoch pessimistisch, ob es nach einem Ablauf von fünf Jahren die EU noch geben werde.

Größtes Problem: Die Arbeitslosigkeit

Was die Regierung in Griechenland betrifft, so sind mehr als die Hälfte (54,1 %) der Ansicht, dass sich die Regierungen des Landes zu wenig mit den Problemen der Jugend beschäftigen. Als wichtigstes Problem, mit dem Griechenland derzeit konfrontiert ist, sehen 29,6 % der Jugendlichen die Arbeitslosigkeit. Lediglich 1 % bezeichnen Rassismus und nur 0,7 % den Drogenkonsum als gravierendstes Problem. 97 % der Befragten lernen V-PRC zufolge Englisch, 28,8 % lernen Deutsch, 22,9 % Französisch, 2,2 % Italienisch oder Spanisch, 0,7 % Russisch und 0,4 % Chinesisch. 95,6 % der Befragten Jugendlichen benutzen zu Hause einen Computer (PC); 41,2 % benutzen einen solchen in der Schule. Mehr als 9 von 10 jungen Griechen (92 %) besitzen ein Handy. Die Umfrage wurde zwischen dem 12. Oktober und dem 16. November 2012 in städtischen Ballungszentren wie Athen, Thessaloniki, Larissa, Patras und Heraklion auf Kreta durchgeführt. 95 % der Umfrageteilnehmer besuchen eine öffentliche Schule.

Reduzierung des Schuldenberges

Vorgestellt wurde diese Erhebung im Rahmen einer Veranstaltung der „Ellinogermaniki Agogi“ in der Image Gallery. Dort werden während einer Auktion Werke von 32 griechischen Künstlern versteigert. Mit den Einnahmen sollen griechische Staatsanleihen gekauft werden, um den Schuldenberg des Landes zu reduzieren.

Quelle: Griechenland Zeitung


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