Ein paar Fragen an: Angela Schmidt-Bernhard

DAS INTERVIEW ZUM LESEFESTIVAL

Guten Morgen aus Kreta. Im Rahmen dieser Serie wollen wir Ihnen vorab alle Autoren/Innen vorstellen, die an unserem Festival teilnehmen. Heute ist Angela Schmidt-Bernhardt unser Gast:

Angela Schmidt-Bernhardt wurde im hohen Norden geboren, genauer gesagt in Schleswig; sie wuchs im Rheinland auf, sie studierte Romanistik und Sozialwissenschaften im Ruhrgebiet, an der Ruhr-Universität Bochum; dann zog es sie in den Südwesten Frankreichs, dort verbrachte sie drei wunderbare Jahre, ehe sie sich zur Rückkehr nach Deutschland entschloss, um in Hessen das Referendariat fürs Lehramt zu machen. Danach arbeitete sie mit viel Begeisterung und Engagement als Lehrerin, zunächst in Frankfurt/Main am Hessenkolleg, später am Gymnasium in Homberg/Efze. In Heidelberg bildete sie sich in den Feldern ‚Beratung und Supervision’ weiter. Seit 2003 arbeitet sie in Marburg/Lahn an der Philipps-Universität am Fachbereich Erziehungswissenschaften mit Lehramtsstudierenden.

Gemeinsam mit ihrem Mann freut sie sich über ihre beiden erwachsenen Kinder und genießt jedes Beisammensein und jede Unternehmung mit ihnen.

Und irgendwann begann sie zu schreiben, zunächst eine umfangreiche wissenschaftliche Arbeit, ihre Doktorarbeit, die unter dem Titel ‚Jugendliche Spätaussiedlerinnen. Bildungserfolg im Verborgenen’ im Jahr 2008 im Tectum Verlag in Marburg erschien. Dadurch entdeckte sie zunächst ihr Herz fürs Schreiben überhaupt und schließlich fürs literarische Schreiben im Besonderen. Im Jahr 2012 erschien im Größenwahn Verlag Frankfurt/Main von ihr „Spätsommerhimmel in Sanssouci – Lebensabschnitte einer ‚Vierteljüdin’“.
Nun schreibt sie mit viel Freude weiter. Woran? Lassen Sie sich überraschen!

Und hier ihre Antworten auf unsere Preisfragen:

1. Wenn Sie nur 5 Worte haben, um sich selbst zu beschreiben. Was würden Sie sagen?

aufgeschlossen – neugierig – sprachbegeistert – reiselustig – gerne in Gesellschaft

2. Was war Ihr Lieblingsbuch als Kind und als Jugendlicher?

Der Roman ‚Wer die Nachtigall stört’ von Harper Lee hat mich als Jugendliche tief beeindruckt. Mit dem Buch machte ich zum ersten Mal in meinem Leben die Erfahrung, wie es sein kann, lesend in völlig andere Welten einzutauchen und abzutauchen.

3. Was lesen Sie heute am liebsten?

Zeitgenössische Romane und Erzählungen; zum Beispiel liebe ich die Erzählungen von Alice Munro und die Romane von Amos Oz.

4. Gibt es auch Bücher, die Sie nur gezwungenermassen gelesen haben?

Oh ja, beispielsweise viele Bücher, die in meiner Schulzeit Pflichtlektüre waren.

5. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Als ich meine Doktorarbeit schrieb, da bemerkte ich, dass ich sehr viel Spaß am Schreiben entwickelte. Und so gerne ich auch mit der wissenschaftlichen Arbeit und dem wissenschaftlichen Schreiben beschäftigt war und immer noch bin, so gerne schreibe ich mittlerweile literarisch. Durch das wissenschaftliche Schreiben entdeckte ich erst das literarische Schreiben für mich! Das empfinde ich als ein großes Glück!

6. Welches Genre lesen Sie selbst am liebsten?

Immer wieder Romane, klassische und moderne, französische und deutsche, aber auch Übersetzungen…

7. Wer ist für Sie der bedeutendste lebende Mensch?

Da gibt es glücklicherweise viele, nicht einen Einzelnen oder eine Einzelne!
Für mich in meinem kleinen privaten Leben ist mein Partner, der mich immer wieder vorbehaltlos unterstützt, der bedeutendste lebende Mensch!

8. Wen bewundern Sie am meisten?

Ich bewundere Menschen, die ganz in einer Idee aufgehen. Die Idee kann ein ganz kleines zartes Pflänzchen sein; die Idee kann auch so groß sein wie die Vision von einer besseren Welt für alle.

9. Wenn eine gute Fee vorbeikäme und Sie hätten drei Wünsche frei. Was würden Sie sich wünschen?

Erstens, zweitens und drittens: Gesundheit und Lebensfreude!

10. Sie nehmen an einem dt.griech. Lesefestival teil. Erzählen Sie uns ein wenig über Ihr Verständnis des dt.-griech. Verhältnisses und wie Sie denken und was Sie sich für die Beziehungen beider Länder wünschen.

Ich habe Griechenland in wunderschönen Urlauben kennen und lieben gelernt. Ich wünsche mir, dass die Menschen beider Länder sich viel mehr füreinander interessieren und viel mehr in Kontakt miteinander kommen! Deshalb nehme ich auch an diesem Lesefestival teil, denn ich hoffe, dass es ein wenig dazu beitragen kann, dass Griechen und Deutsche sich besser kennen lernen.

11. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Weiterhin erfüllende menschliche Begegnungen und zwischendurch Muße zum Schreiben!

Das Interview führte unsere Freundin Edit Engelmann, die Initiatorin des ersten Lesefestivals auf Kreta.

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