Ein paar Fragen an: Barbara Siwik

DAS INTERVIEW ZUM LESEFESTIVAL

Guten Morgen aus Kreta. Im Rahmen dieser Serie wollen wir Ihnen vorab alle Autoren/Innen vorstellen, die an unserem Festival teilnehmen. Heute ist Barbara Siwik unser Gast:

Barbara Siwik

KURZVITA
Sie absolvierte ein sozialpädagogisches Fachschulstudium in Berlin und arbeitete einige Jahre als Erzieherin. Nach Abschluss eines bibliothekarischen Fachschulstudiums in Leipzig war sie als Dipl. Bibliothekarin tätig und übernahm von 1990 bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 2000 die Leitung der Stadtbibliothek Merseburg (Sachsen-Anhalt).

Als Autorin schreibt sie Lyrik und Prosa und kann auf zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien verweisen. In 2010 erschien von ihr das im Fantasy-Bereich angelegte Jugendbuch „Das Erbe des Casparius.“ Barbara Siwik ist Mitglied des Deutschen Schriftstellerverbandes.

Und hier ihre Antworten auf unsere Preisfragen:

1. Wenn Sie nur 5 Worte haben, um sich selbst zu beschreiben. Was würden Sie sagen?

Ich denke stets positiv.

2. Was war Ihr Lieblingsbuch als Kind und als Jugendlicher?

als Kind: Die Märchen der Brüder Grimm
als Jugendlicher: Die klassischen Sagen des griechischen Altertums / Gustav Schwab

3. Was lesen Sie heute am liebsten?

Ich bin offen für alle Texte, die dem Humanismus nicht entgegenstehen

4. Gibt es auch Bücher, die Sie nur gezwungenermaßen gelesen haben?

Das brachte mein Beruf als Bibliothekarin mit sich: Es waren vor allem viele ideologisch geprägte Bücher der ehemaligen DDR

5. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Meine Welt war und ist die Literatur; das färbt irgendwann ab oder besser: Es weckt, was als Anlage bereits vorhanden ist.

6. Welches Genre lesen Sie selbst am liebsten?

Historische Romane und Reisebeschreibungen

7. Wer ist für Sie der bedeutendste lebende Mensch?

Ich halte nichts von einem Ehrentitel dieser Art. Die ihn verdienen, stehen selten im Licht der Öffentlichkeit.

8. Wen bewundern Sie am meisten?

Jeden, der vor Schwierigkeiten nicht kapituliert

9. Wenn eine gute Fee vorbeikäme und Sie hätten drei Wünsche frei. Was würden Sie sich wünschen?

Globalen Frieden, persönliche Gesundheit und gute Schreibideen

10. Sie nehmen an einem dt.griech. Lesefestival teil. Erzählen Sie uns ein wenig über Ihr Verständnis des dt.-griech. Verhältnisses und wie Sie denken und was Sie sich für die Beziehungen beider Länder wünschen.

Das Verhältnis ist politisch derzeit belastet von der finanziellen Krise. Ich kann daran weder etwas ändern, noch kann ich beurteilen, wem Unrecht getan oder wem zu wenig Recht zugestanden wird. Ich halte mich an die Ebene, in der ich zu einem Urteil fähig bin. In dieser Hinsicht habe ich in Griechenland als Tourist unvoreingenommene Gastfreundschaft und Herzlichkeit erfahren. Es gibt für mich nur eine nervende Barriere – die unterschiedlichen Sprachen! (Es sei denn, man klammert sich ans Englische) Im Übrigen ist Griechenland für mich seit meiner Jugend das Land der Göttersagen, des Orakels von Delphi, der antiken Philosophen und Dichter, ohne die Kultur und Kunst in Europa nicht wären, was sie heute sind. Das ist aus meiner Sicht eine solide Grundlage für gute freundschaftliche Beziehungen zwischen Deutschen und Griechen.

11. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Beilegung aller Konflikte, Toleranz und konstruktives Denken weltweit. Das ist ein umfassendes Stück Arbeit, aber: Alles wird getan auf Hoffnung! (Johannes Bobrowski).

Die Fragen stellte unsere Freundin Edit Engelmann, die Initiatorin des ersten Lesefestivals auf Kreta.

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