Ein paar Fragen an: Jeanette Choisi

DAS INTERVIEW ZUM LESEFESTIVAL

Guten Morgen aus Kreta. Im Rahmen dieser Serie wollen wir Ihnen vorab alle Autoren/Innen vorstellen, die an unserem Festival teilnehmen. Heute ist Dr. Jeanette Choisi unser Gast:

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Jeanette Choisi

Dr. Jeanette Choisi studierte Geschichte mit Schwerpunkt Nah- und Mittelost, Politikwissenschaft und Germanistik an der Universität Hamburg sowie Neugriechische Philologie an der Universität Athen. Ihre Promotion trägt den Titel „Wurzeln und Strukturen des Zypernkonfliktes 1878 bis 1990“.

Von 1990 bis 1993 war sie als Referentin zum Thema „Frauen und Islam“ sowie als Tutorin der Landeskunde Zypern bei der Deutschen Stiftung für Internationale Entwicklung in Bonn/Bad Honnef sowie als Professorin für Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität von Indianapolis tätig.

Sie arbeitete als Fernseh- und Rundfunkjournalistin für NDR, SFB und WDR, als Drehbuchautorin für die DeCampo Filmgesellschaft in Köln, als stellvertretende Chefredakteurin der Athener Zeitung und als Auslandskorrespondentin in Athen.

Von 1986 bis 2000 veröffentlichte sie zahlreiche wissenschaftliche Studien und Monographien zu den Themen Zypern, Griechenland, den Nahen und Mittleren Osten.

2002 baute sie für den Internationalen Flughafen Athen „Eleftherios Venizelos“ die Pressestelle auf. Als deren Leiterin und als Flughafen-Pressesprecherin organisierte sie die Unternehmens- und Krisenkommunikation. Während der Entführung einer türkischen Linienmaschine nach Athen war sie für die Krisenkommunikation des Airports verantwortlich.

Im September 2004 wurde sie von der Präsidentin des griechischen Parlaments mit dem Journalistenpreis der Vereinigung der Auslandspresse in Griechenland ausgezeichnet.

2004 gründete sie das Medien- und Managementberatungsunternehmen PR Connexion-MediaActive mit Sitz in Athen.

2010 absolvierte sie bei der IFAA Hannover die Ausbildung zur Antistress-Trainerin, wurde Langstreckenläuferin und rief 2012 die Aristoteles Antistress Academy (www.aristoteles-antistressacademy.com) ins Leben.

Und hier ihre Antworten auf unsere Preisfragen:

1. Wenn Sie nur 5 Worte haben, um sich selbst zu beschreiben. Was würden Sie sagen?

Ein Mensch, der denkt, was er fühlt und fühlt, was er denkt.

2. Was war Ihr Lieblingsbuch als Kind und als Jugendlicher?

Peterchens Mondfahrt und „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque

3. Was lesen Sie heute am liebsten?

Historische Romane, Krimis, Sachbücher. Eigentlich alles.

4. Gibt es auch Bücher, die Sie nur gezwungenermaßen gelesen haben?

Nein

5. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Ich habe schon immer geschrieben. Ich schreibe, ich bin.

6. Welches Genre lesen Sie selbst am liebsten?

Wie Frage 3

7. Wer ist für Sie der bedeutendste lebende Mensch?

8. Wen bewundern Sie am meisten?

Ich möchte gerne Frage 7 und 8 zusammen beantworten: Ich finde Menschen bedeutend und bewundernswert, die noch unbeschwert lachen und träumen können und auch in scheinbar aussichtslosen Lebenssituationen nicht aufgeben.

9. Wenn eine gute Fee vorbeikäme und Sie hätten drei Wünsche frei. Was würden Sie sich wünschen?

Erstens: Ich würde mir eine Welt wünschen, in der sich die Menschen gegenseitig respektieren, wo Frieden herrscht und es Wohlstand für alle gibt. Eine Welt, in der Tiere nicht gequält werden, die Natur beschützt wird, in der es saubere Luft, sauberes Wasser und saubere Lebensmittel gibt. Eine Welt, in der verstanden wird, dass Menschen, Tiere und Natur untrennbar zusammen gehören. Denn alles, was lebt, fühlt.
Zweitens: Ich würde mir wünschen, die klassische Marathonstrecke in 3.59 Std. zu laufen.
Drittens: Ich würde mir wünschen, noch drei Wünsche zu haben.

10. Sie nehmen an einem dt.griech. Lesefestival teil. Erzählen Sie uns ein wenig über Ihr Verständnis des dt.-griech. Verhältnisses und wie Sie denken und was Sie sich für die Beziehungen beider Länder wünschen.

Nächstes Jahr lebe ich genau 25 Jahre in Griechenland. Ich bin Deutsche, doch mein Herz schlägt griechisch. Griechen und Deutsche ohne Vorurteile können nur gegenseitig voneinander profitieren und sich gegenseitig ergänzen. Sie könnten sich zum Beispiel zusammentun, um den massiven Verdummungsstrategien bestimmter Medien und Politiker in beiden Ländern erfolgreich entgegenzuwirken.

11. Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Gesundheit, Kreativität, Abendteuer, mehr Geld, denn mein Sohn will Medizin studieren und ich noch viele Reisen machen, Liebe, Freude, Freunde, Lachen, Lernen…

Das Interview führte unsere Freundin Edit Engelmann, die Initiatorin des ersten Lesefestivals auf Kreta.

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