Endlich – Schwarzgeld wieder erlaubt

elh. Athen ⋅ Die Regierung in Athen plant weitere Sparmassnahmen, um das Land aus der Krise zu führen. Auf die Bevölkerung kommen laut einem Kabinettsbeschluss neue Steuererhöhungen und auf die Angestellten im öffentlichen Sektor Gehaltskürzungen zu. Künftig dürfen Beamte nicht mehr als 4000 € (brutto) monatlich verdienen. Alle Gehälter, die über 1800 € liegen, sollen pauschal um 10% gekürzt werden. Falls man nicht auf diesem Wege die Ausgaben reduzieren könne, gebe es nur noch die Alternative Entlassungen, erklärte die Regierung.

Betroffen sind vor allem chronisch defizitäre Betriebe, darunter die Griechische Bahn, die Athener Elektrobahn oder die Athener Stadtbusse. Die neuen Gesetze sollen im Eilverfahren das Parlament passieren, bereits am Dienstag soll im Plenum abgestimmt werden.

schwarzgelddose

In den insgesamt vier Gesetzesnovellen ist auch eine Erhöhung des mittleren Mehrwertsteuersatzes von 11% auf 13% enthalten. Zudem sollen die Preise für Zigaretten abermals angehoben werden. Es gibt aber auch steuerliche Nachlässe, etwa für Medikamente; vor allem aber soll die Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen von bisher 11% auf 6,5% gesenkt werden. Der Tourismus ist für Griechenland eine der wichtigsten Einnahmequellen. Steuerlich begünstigt werden soll auch der Absatz von neuen Pkw – vorausgesetzt, man lässt ein altes Fahrzeug verschrotten. Auch der darniederliegende Wohnungsmarkt soll angeheizt werden:

Wer eine Erstwohnung im Wert von bis zu 200 000 € erwirbt, muss nicht deklarieren, woher das Geld stammt.

Angesichts der Tatsache, dass die griechische Wirtschaft im dritten Quartal um 4,6% schrumpfte, erhofft man sich durch diese Massnahmen eine Belebung.

Quelle: NZZ online

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