Glück muss man haben: Der Nürnberger Flaschensammler Martin Sternenkamp hat am späten Dienstagabend in einem Mülleimer die Entdeckung seines Lebens gemacht – nun ist er der wohl reichste Arbeitslose Nürnbergs.
“Ich bin überglücklich,” so Sternenkamp nach seinem Fund. “Das hätte ich nie für möglich gehalten.” Wie üblich hat sich der 58-Jährige am späten Nachmittag von seiner Freundin verabschiedet, um mit dem Einkaufswagen seine Tour durch die Innenstadt der Franken-Metropole zu beginnen. “Normalerweise komme ich am Abend so ungefähr auf 200, 250 Pfandflaschen. Davon kann man schon ganz gut leben.”
Doch was er dann in einem Mülleimer vor der Szene-Bar fand, war alles andere als gewöhnlich. “Mir war die Bedeutung des Fundes sofort klar, mit der Zeit hat man ja ein Auge für sowas.”

Der gelernte Bankier, seit der Wirtschaftskrise arbeitslos, erkannte die Besonderheit der Beck’s-Flasche. “Das fehlerhafte Etikett. Das hat mich gleich stutzig gemacht. Statt Beck’s stand dort Flensburger drauf. Beim zweiten Blick sah ich dann noch, dass sich sogar die Form der Flasche vom Original unterschied. Und auch der Verschluss war äußerst ungewöhnlich. Er hatte einen Bügel, mit dem man die Flasche wieder verschließen konnte.”
Unter Sammlern wird eine solche Flasche, in guter Verfassung, mit bis zu 2 Mio € gehandelt. “Schade ist, dass sie geöffnet und halb leer war. Im Originalzustand wäre sie viel mehr wert.”
Sternenkamp steht einen Tag nach seinem sensationellen Fund noch unter Schock. “Mir ist bewusst, dass sich mein Leben nun ändern wird. Ich warte noch auf ein gutes Angebot. Ich will da nichts überstürzen.” Flaschen sammeln möchte er aber auch weiterhin. “Dass ich jetzt bald reich sein werde ändert nichts an meinem Hobby”, so Sternenkamp. “Ich mache das jetzt schon seit über 3 Jahren. Da kann man nicht so einfach mit aufhören.”
Ein Herzensanliegen hat er aber schon erledigt: Sternenkamp gab heute Morgen den Einkaufswagen dem Supermarkt zurück. “Den brauche ich ja jetzt nicht mehr,” sagte er fröhlich.
Die besten Fundstücke wie immer beim Postillon., das ist sicher mann.










Jörg, du bist ein Fux – Greetings an Su & Wuff – der Koschi