Geburtstage – 19. Januar: Dolly Parton.

Heute feiert eine Künstlerin ihren 71-sten (!!!!) Geburtstag, die sicherlich ob ihrer Stimmgewalt so ziemlich allen direkt im Gedächtnis ist, bei der sich allerdings ob ihres optischen Auftrittes bestimmt auch schon der eine oder die andere gefragt hat, warum diese Frau nicht schon längst vornüber gekippt ist…

Schwerkraft hin, Oberweite her – heute ist ihr Ehrentag und sie hat sich die Ehre in vielen Jahren wundervoller Musik absolut verdient.
Heute geht es um Dolly Parton.

Um dieser stimmlichen „Granate“ den gebührenden Respekt zu zollen, haben wir uns mal wieder in den Weiten und Tiefen des WWWeb umgeschaut und sind durchaus fündig geworden. Gespickt haben wir diese Fundstücke natürlich mit eigenen Anmerkungen – auch die Musikredaktion hat so ihre Assoziationen und Vorlieben….

Dolly Rebecca Parton wurde am 19. Januar 1946 in Sevierville, Tennessee geboren und ist eine US-amerikanische Country-Sängerin, Songschreiberin und Schauspielerin.

Parton ist seit mehr als 40 Jahren eine der erfolgreichsten Sängerinnen und Songautorinnen im Bereich Country- und Popmusik, hatte als einzige Sängerin 25 Nummer-eins-Hits in den Country-Charts, verkaufte mehr als 100 Millionen Schallplatten und erhielt acht Grammys.

Dolly Parton wurde 1946 als viertes von zwölf Kindern von Robert Lee Parton und Avie Lee Owens geboren und verbrachte ihre Jugend in den Smoky Mountains in Tennessee. In einem ihrer größten Hits, dem 1971 veröffentlichten „Coat Of Many Colors“, berichtet sie von den ärmlichen, aber dennoch glücklichen Lebensumständen ihrer Kindheit.
Im Alter von sieben Jahren lernte sie Gitarre spielen. Drei Jahre später trat sie zum ersten Mal öffentlich auf, mit 13 gab sie ihr Debüt in der „Grand Ole Opry“.

Nach ihrem Schulabschluss 1964 ging sie nach Nashville, wo sie zunächst als Songschreiberin arbeitete. Entdeckt und gefördert wurde sie von Countrystar Porter Wagoner, der an ihrer ersten Single „Dumb Blonde“ Gefallen gefunden hatte und eine Sängerin für seine Fernsehshow suchte. In den folgenden Jahren produzierten Wagoner und Parton mehrere erfolgreiche Duette. Die Zusammenarbeit dauerte bis 1974. Dann hatte Dolly ihren Mentor an Popularität überflügelt und begann eine sehr erfolgreiche Solokarriere.

Dolly Parton schreibt ihre Lieder meist selbst, sie werden oft gecovert. Die bekannteste Coverversion ihrer Lieder ist „I Will Always Love You“ von Whitney Houston, das zur meistverkauften Single einer Sängerin weltweit wurde.
In vielen ihrer Lieder besingt sie typische Themen wie unglückliche Liebe, Armut oder Gottvertrauen, aber sie macht auch mit Texten über Suizid, Inzest, Mord, Fehlgeburten und Geisteskrankheit auf sich aufmerksam. Zu den vielen Interpreten ihrer Songs zählen unter anderem Emmylou Harris, The White Stripes, The Sisters of Mercy, Norah Jones und Shelby Lynne. Dolly Parton hat in den letzten 40 Jahren knapp 80 Alben aufgenommen – die meisten im Country-Stil, allerdings auch zahlreiche Pop-Alben.

Parton ist Mitglied der Country Music Hall of Fame sowie der Songwriters Hall of Fame, denn sie besitzt das Copyright auf über 3000 selbstverfasste Songs.

Parton wurde zweimal für den Oscar nominiert: 1981 für ihren Filmsong „9 to 5“ aus „Warum eigentlich … bringen wir den Chef nicht um?“ (manchmal eigentlich keine schlechte Frage…), der ihr erster Nummer-1-Hit in den Pop-Charts war, sowie 2006 mit „Travelin’ Thru“ aus dem Film „Transamerica“.
Dolly Parton ist laut Billboard die reichste Frau in der Geschichte der Popmusik.

Und hier ist sie mit einem tollen Duett-Partner – die beiden stellen unter Beweis, dass sie es auch heute noch draufhaben…:

Noch dazu hat Dolly ihren Namen – mal mehr, mal weniger freiwillig – für einige Produkte hergegeben, so brachte im November 1979 die Firma Bally einen Flipperautomaten mit dem Thema „Dolly Parton“ heraus, der in enger Zusammenarbeit mit ihr gestaltet worden war. 1986 eröffnete Parton ihren Freizeitpark „Dollywood“, der zu einer der größten Touristenattraktionen in Tennessee wurde. Dolly Parton ist mit ihrem Park, ihrer eigenen Kosmetik- und ihrer Perücken-Reihe einer der größten Arbeitgeber in diesem Staat.
1997 wurde Parton ungefragt Namenspatin von Klonschaf Dolly. In Anspielung auf ihre große Oberweite hatten die Wissenschaftler, die ein Schaf aus Euterzellen geklont hatten, diesen Namen ausgewählt – Parton nahm es mit Humor. Ausserdem, und das ist wohl die Krönung, ist „Dolly Parton“ ist ein verbreiteter Spitzname für den russischen Panzer T-72A, bei dem die Panzerung an der Turmfront durch zwei aufgesetzte Taschen mit Verbundpanzerung verstärkt wird. Na, schöne Ehren, die Dolly da zuteil wurden…

In den 1980er Jahren begann sie eine zweite Karriere als Schauspielerin. In mehreren Filmen übernahm sie eine Hauptrolle. Unter anderem trat sie neben Burt Reynolds in „The Best Little Whorehouse in Texas“ auf.

Dolly Parton bildet zusammen mit Linda Ronstadt und Emmylou Harris die Supergroup „Trio“, die 1987 und 1999 die beiden Alben „Trio“ und „Trio II“ veröffentlichte. Im Frühjahr 2008 erschien Partons Album „Backwoods Barbie“, im Herbst des selben Jahres fand die Premiere ihres Musicals „9 to 5“ in Los Angeles statt.

Radio Kreta gratuliert von Herzen zum Geburtstag – lass es krachen, Dolly!


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