Geburtstage – 2. April: Emmylou Harris

Heute hat mal wieder eine Künstlerin Geburtstag, die viele sicher in die „Flower-Power-Zeit“ zurück“beamt“, aber auch heute noch recht aktiv ist, vor allem auch in Duetten mit anderen bekannten Musikern. Die Rede ist von: Emmylou Harris, die heute unglaubliche 66. Jahre alt wird.

Über ihr künstlerisches Schaffen und sonstiges bisheriges Leben haben wir im WWWeb einiges gefunden, unter anderem auch mal wieder bei Wikipedia.

Aber lest selbst:

Emmylou Harris wurde am April 1947 in Birmingham, Alabama als Tochter des Offiziers Walter Harris und seiner Frau Eugenia geboren und ist eine US-amerikanische Country-, Folk- und Rock-Sängerin. In den letzten Jahren ist sie vor allem als Singer-Songwriterin hervorgetreten.

Sie wuchs in der Nähe von Washington, D. C. auf und begann als Teenager, Gitarre zu spielen und zu singen. Sie studierte an der Universität von North Carolina Schauspiel, brach das Studium jedoch ab und zog nach New York. Zu dieser Zeit trat sie in der New Yorker und der Washingtoner Clubszene auf.
1970 veröffentlichte sie ihr erstes Album „Gliding Bird“ auf eigene Kosten, das sich kaum verkaufte. Kurz nach dessen Erscheinen ging die Plattenfirma bankrott.
Emmylou Harris, die 1969 geheiratet hatte, brachte wenig später eine Tochter zur Welt und ließ sich kurz darauf von ihrem Mann, dem Songwriter Tom Slocum scheiden. Sie zog wieder nach Washington zu ihren Eltern und trat gelegentlich in kleineren Clubs auf. In zweiter Ehe war sie mit dem Produzenten Brian Ahern verheiratet, mit dem sie eine Tochter hat, und in dritter Ehe mit dem Produzenten Paul Kennerley.

1971 lernte Harris den ehemaligen Byrds-Bassisten Chris Hillman kennen, der sie bei einem Auftritt erlebte und der sie Gram Parsons empfahl, der eine Sängerin für sein erstes Solo-Album suchte. Parsons holte sie ein Jahr später nach Los Angeles, wo in Zusammenarbeit mit weiteren Musikern 1972 das Album „G.P.“ entstand. Es folgte eine kurze Tournee, und 1973 wurde ein weiteres Album vollendet: „Grievous Angel“. Nur wenige Wochen später starb Gram Parsons im September 1973 an einer Überdosis Drogen und Alkohol. Zu diesem Zeitpunkt war Emmylou Mitglied seiner Tourneeband.

Unterstützt durch Tom Guidera, einen ehemaligen Begleitmusiker Parsons, produzierte sie 1975 ein zweites Solo-Album, „Pieces of the Sky“. Das Album enthält ihr selbstgeschriebenes Stück „From Boulder To Birmingham“, das sie Gram Parsons gewidmet hat. Das Album war nur mäßig erfolgreich, die Single-Auskopplung „If I Could Only Win Your Love“ erreichte jedoch die Top Ten. 1977 heiratete sie Brian Ahern, den Produzenten von „Pieces of the Sky“.
Rodney Crowell, Ricky Skaggs und Albert Lee spielten 1976 und 1977 die nächsten Alben mit Harris ein: „Elite Hotel“ und „Luxury Liner“.

1979 entstand das stark Country-orientierte Album „Blue Kentucky Girl“. Das im folgenden Jahr erschienene Bluegrass-Album „Roses in the Snow“ wird von vielen Kritikern als ihr bestes bezeichnet.

1985 brachte sie „The Ballad of Sally Rose“ heraus, eine Art Country-Oper mit 13 eigenen Titeln, für die sie einen Grammy erhielt.

Parallel zur Produktion weiterer Solo-Alben entwickelte sich Emmylou Harris zu einer gefragten Duett-Partnerin. Mit zahlreichen Sängern, darunter Johnny Cash, Bob Dylan, Don Williams, Roy Orbison, Neil Young, Willie Nelson, John Denver und der australischen Rockband Midnight Oil spielte sie gemeinsame Songs ein; die CD „Duets“ versammelt einige dieser Zusammenarbeiten.

Ebenfalls sehr erfolgreich war das 1987 in Zusammenarbeit mit Linda Ronstadt und Dolly Parton produzierte Album „Trio“, dem 1999 das ebenso erfolgreiche Album „Trio II“ folgte.

Das 1995 von Daniel Lanois produzierte Album „Wrecking Ball“ zeigte einen deutlichen Stilwandel, der sich in „Red Dirt Girl“ aus dem Jahr 2000 noch verstärkte. Die Musik wurde komplexer, dunkler und elektrischer und entfernte sich zunehmend vom traditionellen Country-Sound.
Deutlich wird dies zum Beispiel in dem Song „Tragedy“, bei dem Harris von Bruce Springsteen und dessen Frau Patti Scialfa begleitet wird. Durch Gastauftritte auf Platten beispielsweise von Urge Overkill, Steve Earle, Ryan Adams oder Bright Eyes zeigte die Künstlerin, dass sie ihre musikalische Heimat von nun an eher im Alternative Country sah. Beide Alben wurden mit Grammys als „Best Contemporary Folk Album“ ausgezeichnet.

Seit „Red Dirt Girl“ schreibt Emmylou Harris ihre Lieder selbst, was vorher nur selten der Fall war. 2003 erschien ihr Album „Stumble into Grace“ und im April 2006 „All the Roadrunning“, ein Duett-Album mit Mark Knopfler.

Im Februar 2008 wurde Harris in die Country Music Hall of Fame aufgenommen.

Radio Kreta gratuliert dem Goldkehlchen von ganzem Herzen zum 66. – jetzt geht´s erst richtig los, Emmylou!


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