Geburtstage – 20. Juli: Carlos Santana

Heute hat einer der wohl weltbesten Musiker und Gitarristen Geburtstag – das muss gefeiert werden.
Aber vorher schauen wir uns erst mal an, wer das eigentlich ist, dieser Mensch, der uns mit mit Liedern wie „Samba pa’ti“, „Europa“ und „Black Magic Woman“ verzaubert hat und mit „Oye como va“ unsere Füße zum zucken bringt.

Et voilà – Carlos Santana (Dank an Wikipedia):

Carlos Augusto Santana Alves wurde am 20. Juli 1947 in Autlán de Navarro, Jalisco geboren und ist ein mexikanischer Musiker und Gitarrist, der durch seine Musikrichtung des Latin Rock die Rockmusik um eine neue Variante erweitert hat.

Bereits als Vierjähriger erhielt Carlos Santana Geigenunterricht von seinem Vater, wechselte aber 1955, mit dem Aufkommen des Rock ’n‘ Roll, zur Gitarre. In den Clubs von Tijuana, wohin die Familie im selben Jahr zog, verfeinerte er sein Spiel.
1960 zog seine Familie nach San Francisco. Dort lernte er bald Gleichgesinnte kennen und gründete 1965 mit Gregg Rolie, Gus Rodriguez, Michael Carabello und Danny Haro die „Santana Blues Band“. Schnell wurden die Jungs in San Francisco und Umgebung wegen ihrer unverwechselbaren Klangfarbe, einer Mischung aus Rock’n’Roll, Blues und lateinamerikanischen Rhythmen, bekannt. Sie erschufen damit den Latin Rock.

1969 wurde die erste LP Santana aufgenommen. Anschließend tourte die Band, die inzwischen zu einem Sextett angewachsen war, durch die USA, wo sie im August besonders durch einen Auftritt beim Woodstock-Festival bekannt wurde. Im selben Monat erschien das Debütalbum, das es bis in die Top 5 der US-amerikanischen Albumcharts schaffte, in denen es über zwei Jahre verblieb und über zwei Millionen Male verkauft wurde.
Auf dem zweiten Album der Band, „Abraxas“ sind die Klassiker „Samba Pa Ti“, „Oye Como Va“ und „Black Magic Woman“ enthalten. Dieses Album, von dem schließlich 4 Millionen Exemplare verkauft wurden, erreichte die Spitze der Charts.
1971 wurde „Santana III“ veröffentlicht, auf dem viele Gastmusiker, wie z. B. der Perkussionist Coke Escovedo, zu hören sind, der bei allen Liedern mitspielt. Mit zwei Millionen verkauften Exemplaren erreichte auch dieses Werk die Spitze der Charts. Nach der Tournee, die die Herausgabe dieses Albums begleitete, trennte sich die Band. Carlos Santana behielt das Recht am Bandnamen.

1972 brachte Santana nach einer Tour zusammen mit Buddy Miles ein Livealbum heraus und vereinte die Band wieder, um das vierte Album „Caravanserai“ aufzunehmen. Das Album erschien im September, erreichte die Top 5, erhielt eine Platin-Schallplatte und wurde für einen Grammy nominiert.
Anfang der 1970er-Jahre war Carlos Santana, wie viele andere zu dieser Zeit, auf der spirituellen Suche nach sich selbst und schloss sich zeitweilig einem indischen Guru, Sri Chinmoy, an. Dort fand er sein Lebensmotto: Wir sind alle eins.

Und wir sind auch alle Europa – schaut und lauscht Ihr hier:

Nach der „Caravanserei“ folgten weitere Alben, aber auch neue Mitglieder in der Band. Im Laufe der Zeit sank der Erfolg der Band und auch die Soloambitionen von Carlos Santana wurden geringer. Dennoch wurde er zu einem begehrten Gastmusiker.
1998 wurde Carlos Santana mit weiteren Bandkollegen in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
1999 gelang ihm mit seiner Band ein Comeback: Das Album „Supernatural“ wurde weltweit ein kommerzieller Erfolg und Santana erhielt bei der Grammy Verleihung 2000 acht Auszeichnungen, was bisher nur Michael Jackson 1984 mit „Thriller“ erreichte. Neben den Grammys erhielt Santana in der Folge als Bandleader und Solokünstler zahlreiche weitere Musikpreise. Auf „Supernatural“ wirkten unter anderem Rob Thomas, Wyclef Jean, Eagle-Eye Cherry, Everlast, Maná, Lauryn Hill, Dave Matthews und Eric Clapton mit. Es folgte 2002 das Album „Shaman“, auf dem P.O.D., Seal, Dido und Michelle Branch als Gastmusiker zu hören sind.
2005 erschien All That I Am mit Musikern wie Steven Tyler (Aerosmith), Big Boi (OutKast), Mary J. Blige, will.i.am, Los Lonely Boys, Sean Paul, Joss Stone, Kirk Hammett (Metallica), Robert Randolph und The Wreckers. Die erste Single-Auskoppelung aus diesem Album, Just Feel Better (feat. Steven Tyler), stammt aus der Feder von Damon Johnson, aktuell Gitarrist bei Alice Cooper und Frontman der Band Slave To The System. Live stellte Santana diesen Song in Deutschland am 6. November 2005 in der Samstag-Abend-Show Wetten, dass..? vor. An Stelle von Steven Tyler übernahm dabei der Sänger der US-amerikanischen Hard-Rock-Band Silvertide, Walt Lafty, den Gesangspart.
Auf der Europa-Tournee 2006 wurde Carlos Santana von seinem Sohn Salvador Santana und dessen Gruppe begleitet. Im Juli 2006, als in Montreux das 40-Jahre-Jubiläum des Jazzfestivals gefeiert wurde, fungierten Carlos Santana und seine Band als Gastgeber an drei Abenden und beglückten das Publikum mit musikalischen Themenreisen in den Blues (My Blues is deep), in die afrikanische Musik (Beat of my drum) und mit einem Abend, an dem „Tower of Power“, Beverley Knight, Herbie Hancock und viele andere Künstler mitwirkten.

Seit Anfang der 1990er-Jahre war er mit seiner Frau Deborah in einer christlichen Gemeinde aktiv. 2007 wurde die Ehe nach 34 Jahren geschieden. Zu dem Zeitpunkt hatten sie drei Kinder im Alter von 17, 22 und 23 Jahren.
Gemeinsam hatten sie sich seit Jahrzehnten im sozialen Bereich engagiert. Mitte der 90er-Jahre gründeten sie mit der Milagro Foundation eine gemeinnützige Stiftung, die sich dafür einsetzt, dass benachteiligte Menschen eine Schulbildung erhalten. Für ihr Engagement wurden die beiden mit zahlreichen Ehrungen bedacht. So ernannte zum Beispiel die Stadtverwaltung San Franciscos 1987 den 6. Juni zum „Santana-Tag“.

Seit Dezember 2010 ist Santana in 2. Ehe mit Cindy Blackman verheiratet.

Radio Kreta gratuliert zum Geburtstag – lass es krachen, Carlos!

Und damit Ihr auch mal „quasi“ in den Genuss eines Live-Konzertes kommt, hier unsere Empfehlung:

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