Geburtstage – 22. Februar: James Blunt.

Heute ist mal wieder ein Schmusesänger und (vermutlich) Traumschwiegersohn Geburtstagskind des Tages, nämlich James Blunt – und er feiert heute seinen 43-sten!

Wer könnte nicht bei einigen seiner Hits mitsingen oder zumindest -summen? Eingängige Melodien (okay, oft im Tenor- bzw. Sopran-Bereich….) und überwiegend schöne und sentimentale Texte – Kuschelmusik halt.

Um so verwunderlicher, wenn man sich seine Vita anschaut, die vorrangig militärisch geprägt ist. Ja, da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich – sein Papa diente beim Army Air Corps, James selbst hat einen Abschluss der Royal Military Academy Sandhurst und noch dazu war Monsieur Blunt jr. auch richtig und wirklich im Krieg, und zwar im Kosovo!

Schauen wir doch mal, u.a. bei Wikipedia und auf diversen CD-Covers und -Leaflets nach, was es mit dem militärischen Schmuseknaben so auf sich hat:

James Blunt wurde am 22. Februar 1974 in Tidworth, Wiltshire als James Hillier Blount geboren und ist britischer Sänger und Songwriter. Im Jahr 2005 wurde er insbesondere durch seinen weltweiten Nummer 1-Hit „You’re Beautiful“ bekannt.
Zudem war Blunt der erste britische Künstler nach 9 Jahren, der es schaffte an die Spitze der US-amerikanischen Billboard Charts zu springen. Damit beerbte er Elton John, dem dieses Kunststück mit „Candle in the Wind“ 1997 gelungen war.

Sein Musikstil wird als Pop eingeordnet, großteils mit Folk, selten mit Jazz assoziiert, teilweise aber auch kritisch als übermäßig eingängiger oder gar kitschiger Pop etikettiert. Neben seinem Gesang spielt Blunt die Instrumente Gitarre, Klavier, Orgel, Marimba und Mellotron.

James Blunt stammt aus einer Familie mit langer Militärtradition, sein Vater diente beim Army Air Corps. Während seiner Jugend verbrachte James Blunt zehn Jahre in Soest, als sein Vater dort bei der Rheinarmee stationiert war.

Blunt besuchte die Elstree School in Woolhampton, später die Harrow School. Dort bekam er ein Stipendium der British Army für die Bristol University, bevor er seine Ausbildung letztlich an der Royal Military Academy Sandhurst abschließen konnte.
Blunt wurde Offizier der „Life Guards“, diente mit seinem Regiment im Rahmen der KFOR im Kosovo (darunter bei der Einnahme des Flughafen Priština) und nahm auch (u. a. als Sargträger) an der Beerdigung der Queen Mum am 9. April 2002 teil.
Während seines Dienstes im Kosovo schrieb er das Lied „No Bravery“ – eines von denen, die ihn wohl vom herkömmlichen „Schmuse-Kuschel-Sänger“ abheben – Gänsehaut gibt´s trotzdem gratis mit dazu:

2002 beendete er seine sechsjährige Dienstzeit als Captain.

Ein Jahr nach Verlassen der Army wurde die ehemalige „4 Non Blondes“-Sängerin Linda Perry, die Songs für Pink, Courtney Love und Christina Aguilera geschrieben und produziert hatte, auf James aufmerksam. Perry nahm Blunt unter Vertrag, und er nahm in Los Angeles sein Debütalbum „Back to Bedlam“ auf.
Die Debütsingle daraus war „High“. Das Stück schaffte es zwar nicht in die Top 100 der UK-Single-Charts, wurde aber trotzdem als Song für einen Vodafone-Werbespot in Italien ausgewählt und dort zum Top-10-Hit. „High“ wurde auch zum Werbesong für die Deutsche Telekom, wodurch Blunt während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 häufig im deutschen Fernsehen zu hören war. Seine zweite Single „Wisemen“ führte dazu, dass „Back to Bedlam“ es in die Top 20 der Albumcharts schaffte.

2004 trat Blunt auf Elton Johns Tour als Supportact auf. Blunts dritte Single „You’re Beautiful“ verschaffte ihm den Durchbruch und wurde zu einem der größten Sommerhits 2005.

Im August 2007 wurde die Single „1973“ veröffentlicht. Das Stück, in dem Blunt über das Eröffnungsjahr seines Lieblingsclubs, der Diskothek „Pacha“ auf Ibiza singt, war die erste Auskopplung aus Blunts zweiten Album „All the Lost Souls“. Die zweite Single aus diesem Album, „Same Mistake“ ist gleichzeitig der Soundtrack zum Kinofilm „P.S. Ich liebe Dich“ (P.S. der Musik- und Literaturredaktion: ein wundervolles Buch von Cecilia Ahern!!!).

Seitdem hat Blunt weitere Alben (z.B. „Some Kind of Trouble“) veröffentlicht, die Singleauskopplung „Stay the Night“ ist Titelsong der Sat.1-Serie „Hand aufs Herz“.

Die Musikvideos zu allen Blunt-Singles sind stark durch Symbolik und eine finstere Metaphorik (schlägt sich da die Militär-Vergangenheit durch? Die Psychologie- und Esoterik-Redaktion grübelt noch….) geprägt.
Im ersten Video für „High“ wurde Blunt in einer Wüste begraben (urgs….). Im ersten „Wisemen“-Video wurde er gekidnappt und als Geisel genommen (urgsurgs….). Das Wiederveröffentlichungsvideo für „Wisemen“ zeigt einen Ausweise verbrennenden Blunt, der schließlich als menschliche Fackel durch den Wald spazierte (ein Dreifach-urgs….!).

Seit 2005 gewann Blunt mehrere Auszeichnungen, u. a. einen MTV Europe Music Award, zwei Brit Awards und zwei Echos. Schätzungen zufolge hat Blunt bis heute rund 15 Millionen Alben verkauft. Sein Debütalbum „Back To Bedlam“ wurde Ende 2010 zum erfolgreichsten Album in Großbritannien gekürt – das Debüt-Album ging bis heute über 12 Millionen Mal über die Ladentheke. Damit ist es eines der erfolgreichsten Debütalben der Musikgeschichte.

Radio Kreta gratuliert von Herzen und wünscht sich noch ganz viele schöne, schmusige und kritische Songs von dir, James!


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