Geburtstage – 30. März: Eric Clapton

So, Musiker-Geburtstage-technisch ist der März für uns bereits heute zu Ende, der Ausnahmemusiker-Geburtstagsmonat klingt mit einem weiteren „Commander of the Order of the British Empire“ und Legende aus, nämlich mit Eric Clapton, der am heutigen 30. März seinen 72. Geburtstag feiert.

Auch wenn sicher jeder zumindest „irgendetwas“ über Eric Clapton weiß und mit ihm verbindet, nehmen wir seinen Geburtstag zum Anlass, sein bisheriges Leben und Schaffen in Auszügen zu beleuchten.
Alle Details zu seiner Bio-und Diskografie findet Ihr wie immer in den Weiten, Tiefen und Breiten des WWWebs.

Eric Patrick Clapton, CBE wurde am 30. März 1945 in Surrey, England geboren und ist ein englischer Blues- und Rock-Gitarrist und -Sänger.
Der junge Clapton war in seiner Schulzeit ein eher ruhiges, aber überdurchschnittlich begabtes Kind. Clapton brach sein Kunststudium an der Londoner Kingston University ab, um sich 1963 seiner ersten Band, den „Yardbirds“, als Gitarrist anszuschließen.
Nach einem Umweg über die „Bluesbreakers“ formierte Clapton 1966 mit Ginger Baker (Schlagzeug) und Jack Bruce (Bass), das Powertrio „Cream“, die erste „Supergroup“ der Rockmusik. Die bekanntesten Hits dieser Supergruppe waren „I feel free“, „Sunshine of Your Love“, „White Room“, „Crossroads“ und „Badge“ und brachten natürlich auch den entsprechenden kommerziellen Erfolg.

Clapton begann bereits in dieser Zeit, selbst zu singen und Songs zu schreiben. Mit George Harrison von den Beatles schrieb er den Cream-Titel „Badge“. Die lebenslange Freundschaft der beiden führte 1968 auch zur Mitwirkung Claptons bei der Beatles-Aufnahme von „While My Guitar Gently Weeps“

Bis zu Harrisons Tod 2001 spielte Clapton oft bei dessen Soloaufnahmen mit, auch gemeinsame Live-Auftritte waren nicht selten.

Nach der Auflösung von Cream 1968 gründete Clapton 1969 zusammen mit Steve Winwood die Gruppe „Blind Faith“, die sich allerdings, trotz der Veröffentlichung des musikalisch exzellenten – vielfach prämierten – Albums „Blind Faith“ und einer erfolgreichen Tournee schon im September des selben Jahres wieder auflöste.
Kurze Zeit später wirkte Clapton in John Lennons neuer Live-Band, der „Plastic Ono Band“ mit.

1970 nahm Clapton sein erstes Soloalbum auf. Mit der Auskoppelung des J.-J.-Cale-Songs „After Midnight“ erreichte er einen „Achtungserfolg“ in den US-Charts. Mit einigen Musikern der Band „Delaney & Bonnie“ gründete er anschließend „Derek and the Dominos“, die das vielgelobte Album „Layla and Other Assorted Love Songs“ aufnahm. Das Album ist stark vom Blues beeinflusst und gilt bis heute als eines der besten Alben Claptons.
Der Titelsong „Layla“ ist einer der meistgespielten Rocksongs der 1970er Jahre.
Clapton spielte nach Auflösung auch dieser Gruppe weiterhin bei zahlreichen Studioaufnahmen von Freunden, wie John Lennon und Billy Preston.

Nach Behandlung seiner Suchtprobleme, die er seit den frühen 1970er Jahre hatte, nahm Clapton in den 1980ern erneut Platten auf, so z.B. mit Phil Collins die Alben „Behind the Sun“ und „August“

Mit dem Album „From the Cradle“ kehrte Clapton Mitte der 90-er zu seinen Blueswurzeln zurück, nachdem er Anfang dieses Jahrzehntes einige tragische Ereignisse durchleben musste: am 27. August 1990 kam Stevie Ray Vaughan, der mit Clapton auf Tour war, bei einem Helikopterabsturz ums Leben; am 20. März 1991 starb sein viereinhalbjähriger Sohn Conor bei einem Sturz aus dem 53. Stock eines Hochhauses in New York. Teil seiner Trauerarbeit war der Song „Tears in Heaven“, der ebenso wie die im Januar 1992 aufgenommene „MTV Unplugged-Session“ einen Grammy gewann.

In diesem Jahrzehnt nahm Clapton wiederholt neue Versionen alter Blues-Standards auf, die sich durch sein hervorragendes Gitarrenspiel auszeichneten.

2002 veranstaltete Eric Clapton in der „Royal Albert Hall“ das „Concert for George“, ein Gedenkkonzert für George Harrison, zu dem er Freunde von Harrison einlud, unter anderem Paul McCartney, Ringo Starr, Jeff Lynne, Tom Petty & the Heartbreakers, Ravi Shankar, Billy Preston, Gary Brooker, Klaus Voormann und Joe Brown.
Im Mai 2005 trat Clapton, ebenfalls in der „Royal Albert Hall“ in London, mit Ginger Baker (Schlagzeug) und Jack Bruce (Bass) in einem „Cream Reunion Concert“ in Originalbesetzung auf.

In den Folgejahren tourte Clapton mehrfach um die Welt.
Im September 2010 ist sein 14. Soloalbum mit dem Titel „Clapton“ erschienen.

Eric Clapton ist als einziger Musiker dreimal in der „Rock and Roll Hall of Fame“ vertreten: mit den Yardbirds (1992), mit Cream (1994) und als Solo-Künstler (2000) und 18-facher (!) Grammy-Gewinner. Und im Februar 2015 wurde bekannt, dass Clapton nun auch noch in die „Blues Hall of Fame“ aufgenommen wird.

Viele kennen Eric Clapton auch unter dem Bei- oder Spitznamen „Slowhand“. In seiner Biografie „Mein Leben“ erklärt er, wie er zu diesem Spitznamen kam:
Zu jener Zeit gehörte Clapton zur Band „The Yardbirds“. Sie spielten unter anderem in einem Club namens „CrawDaddy“, dessen Besitzer Giorgio Gomelsky war. Die Band spielte in der Regel gecoverte Songs, die normalerweise drei Minuten lang waren, und streckten sie auf fünf bis sechs Minuten. Clapton spielte damals auf sehr dünnen Saiten, weil man die Töne darauf besser ziehen konnte, und es passierte häufiger, dass eine Saite mitten in einem Stück riss. Während Clapton die neuen Saiten aufzog, verfiel das Publikum in ein leises Klatschen. Dieser „slow handclap“ inspirierte Gomelsky dazu, ihn „Slowhand“ Clapton zu nennen.

Radio Kreta gratuliert von Herzen zum 72-sten und wünscht sich noch mehr von dir, Eric!

Kleiner Nachtrag: außerdem haben heute auch Norah Jones und Céline Dion Geburtstag – aber wir mussten uns entscheiden, wem wir heute die Ehre zukommen lassen wollen. Sorry Mädels, aber trotzdem: Alles Gute!


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