Geburtstage – 7. Juli: Ringo Starr

Heute feiert einer der Beatles seinen 76. Geburtstag – und trommelt hoffentlich kein bisschen leiser: Ringo Starr

Vieles von ihm ist bereits im Zusammenhang mit den Beatles bekannt, manches aber sicher noch nicht – und darüber gibt uns mal wieder das WWWeb auszugsweise Auskunft:

Ringo Starr, MBE wurde am 7. Juli 1940 in Liverpool als Richard Henry Parkin Starkey Jr. geborten und ist ein britischer Musiker und Schauspieler. Bekanntheit erlangte er als Mitglied der Band „The Beatles“, der er vom 16. August 1962 bis zu deren Auflösung 1970 angehörte.

Ringo Starr wuchs im Liverpooler Hafenviertel Dingle auf. Seine Eltern, Elsie und Richard Starkey, ließen sich scheiden als er drei Jahre alt war. Zusätzlich wurde seine Kindheit durch zahlreiche Krankheiten erschwert. Bevor er sich den Beatles anschloss, war er von 1959 bis 1962 Schlagzeuger bei der Liverpooler Band „Rory Storm & the Hurricanes“.
Als die Beatles im August 1962 ihren Plattenvertrag erhielten und einen neuen Schlagzeuger benötigten, holten sie Ringo Starr fest in die Band – vorher war er „Springer“.

Von allen Beatles schrieb er die wenigsten Lieder. Seine Eigenkompositionen waren „Octopus’s Garden“ und „Don’t Pass Me By“. Außerdem war er an den Titeln „What Goes On“, „Flying“ und „Dig It“ beteiligt. Im Allgemeinen sang er mindestens ein Lied auf jedem Studioalbum; in manchen Fällen schrieben Lennon und McCartney die Liedtexte und Melodie extra für ihn, wie beispielsweise „Yellow Submarine“ oder „With a Little Help from My Friends“. Die Melodien waren häufig eingeschränkt, um den Tonumfang von Starrs Stimme nicht zu überschreiten. So ist „With a Little Help from My Friends“ weitgehend innerhalb von fünf Tönen zu singen.

Wenn Starr sich an Textideen und Titeln von Lennon und McCartney beteiligte, geschah dies oft unfreiwillig. Eines der berühmtesten Beispiele hierfür ist der Titel des ersten Filmes der Beatles, „A Hard Day’s Night“. Starr war nach einem langen Tag voller Arbeit aus dem Studio gekommen und meinte zu den anderen, es sei „a hard day…“ (ein harter Tag…) – bevor er jedoch den Satz beendete, bemerkte er, dass es bereits Abend war und fügte „…night“ (Abend) hinzu. Lennon und McCartney mochten den verdrehten Satz so gerne, dass sie sich entschieden, ihn für den noch unbenannten Film zu verwenden.

Starrs Schlagzeugstil prägte das Klangbild der Band entscheidend mit. Waren die frühen Lieder der Beatles noch vom off-beat geprägt, wurde ab 1965 der Rhythmus immer anspruchsvoller. Dies wird bereits bei der ersten Single dieses Jahres „Ticket to Ride“ deutlich. Bis heute nennen viele berühmte Schlagzeuger Starr als einen ihrer Haupteinflüsse, wie zum Beispiel Max Weinberg von der E-Street Band, Phil Collins, George Martin und Mark Lewisohn.

Ein anderes Beispiel für sein sehr eigenwilliges und schwer imitierbares Schlagzeugspiel ist in dem Lied „Come Together“ zu hören, ein drittes Beispiel ist „Strawberry Fields Forever“ mit seinen komplizierten Einsätzen.

Bereits vor der endgültigen Trennung der Beatles arbeitete Starr an seinem ersten Solo-Projekt „Sentimental Journey“, für das er mehrere alte Standards einspielte und zahlreiche Freunde als Arrangeure gewinnen konnte, darunter auch Paul McCartney, George Martin und Klaus Voormann.

1973 erreichte Starrs Solosingle Photograph Platz 1 der Billboard Charts. Es handelte sich dabei um eine Auskopplung aus seinem dritten Soloalbum Ringo, die er gemeinsam mit George Harrison verfasst hatte. Auch die zweite Singleauskopplung des Albums, You’re Sixteen, erreichte in den USA Platz 1 der Hitparade. Ringo Starr gelang es, für dieses Album alle Beatles-Mitglieder zu einer Mitwirkung zu bewegen. Seit dieser Zeit veröffentlichte er in regelmäßigen Abständen Alben mit einer großen Zahl von befreundeten Gastmusikern. Allerdings wurde kein weiteres Album so erfolgreich wie Ringo 1973.

Nach späteren Fehlschlägen in seiner musikalischen Karriere musste Ringo Starr 1979 mit mehreren anderen Krisen fertig werden. Im April brach er zusammen und musste sich in Monte Carlo einer Operation unterziehen. Am 28. November 1979 zerstörte ein Feuer sein Haus in Los Angeles. Starr blieb unverletzt, aber ein großer Teil seiner gesammelten Andenken aus der Beatles-Zeit ging verloren.

1981 erschien das Album „Stop and Smell the Roses“, das kein kommerzieller Erfolg wurde, obwohl auch McCartney und Harrison mitwirkten. Ebenfalls mit dabei war erneut Stephen Stills, diesmal als Co-Autor und Produzent des Titels „You’ve Got a Nice Way“. Auf dem Cover des Albums verarbeitete Ringo Starr seine Trauer um John Lennon – und sein „Tribute to George Harrison“ hört und schaut sich so an:

Die folgende LP Old Wave wurde 1983 nur in wenigen Ländern veröffentlicht (darunter in Deutschland). Danach wirkte Ringo Starr mehrere Jahre nicht mehr als Solo-Interpret, sondern als Gast- und Studio-Musiker, unter anderem bei McCartney und Harrison.
Regelmäßig tourte Starr unter dem Namen „Ringo and his All Starr Band“ mit Gruppen wechselnder Besetzung. So trat er mit Musikern wie Jack Bruce, Peter Frampton, Greg Lake, Gary Brooker, Dave Edmunds, Joe Walsh, Randy Bachman, Nils Lofgren, John Entwistle und zahlreichen anderen auf.
1992 erschien nach neunjähriger Pause Starrs Album „Time Takes Time“, das gute Kritiken erhielt. An die Verkaufszahlen der frühen 1970er-Jahre konnte jedoch auch dieses Album nicht anschließen.
1998 folgte das kommerziell erfolgreiche Album „Vertical Man“. Als Gastmusiker wirkten unter anderem Paul McCartney, George Harrison, Ozzy Osbourne, Steven Tyler und Brian Wilson mit. Ein Promo-Auftritt bei „Wetten, dass..?“ folgte und sowohl auf der Single als auch im Video zur Single „La De Da“ wirkte auch McCartney mit. 1999 erschien Starrs Weihnachtsalbum „I Wanna Be Santa Claus“.
2003 und 2005 erschienen die Alben „Ringo Rama“ und „Choose Love“, auf denen Eric Clapton und Billy Preston als Gastmusiker mitwirkten. Ende 2007 erschien Starrs Album „Liverpool 8“, eine Hommage an seine Heimatstadt Liverpool.
Nach einem gemeinsamen Auftritt mit Paul McCartney bei einem Benefizkonzert in New York am 4. April 2009 wurde berichtet, dass beide wieder musikalisch zusammenarbeiten wollen.
Im Januar 2010 erschien Starrs fünfzehntes Studioalbum „Y Not“, bei dem er erstmals auch als Produzent fungierte. Am Album wirkten unter anderem Paul McCartney, Joe Walsh, Van Dyke Parks und Joss Stone mit. Bereits im Dezember 2009 war die Single „Walk With You“ – ein Duett von Starr und McCartney – als Vorabauskopplung veröffentlicht worden.
Im Februar 2010 bekam Ringo Starr – nach John Lennon und George Harrison – einen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood. Im Sommer 2011 ging Starr zum ersten Mal seit dreizehn Jahren wieder auf eine Europa-Tournee.

Ringo Starr war aber auch Schauspieler in mehreren Filmen wie „Candy“ (1968), „The Magic Christian“ (1969, mit Peter Sellers), „Blindman“ (1971), „200 Motels“ (1971), „Son of Dracula“ (1974), „Sextette“ (1978, mit Tony Curtis, Keith Moon und Mae West) und „Caveman“ (1981). In diesem Film lernte er auch seine spätere Frau Barbara Bach kennen. Es folgte ein Mini-Auftritt in „Wasser“ (1985) zusammen mit George Harrison und Eric Clapton. Er arbeitete auch an den Kinderfernsehsendungen „Shining Time Station“ und „Thomas the Tank Engine and Friends“. In der Zeichentrickserie Die Simpsons tauchte er in der Folge „Marges Meisterwerk“ (orig.: „Brush with Greatness“) als er selbst auf.

Bereits 1965 wurde Ringo Starr, gemeinsam mit den anderen 3 Beatles, von der englischen Königin zum Member of the Order of the British Empire (MBE) ernannt.
Neben zahlreichen Auszeichnungen für sein politisches und soziales Engagement erhielt Ringo Starr im September 2013 den Titel eines „Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres“ (Kommandeur des Ordens für Kunst und Literatur)

Quelle: Wikipedia u.a.

Radio Kreta gratuliert von Herzen – hau‘ rein und lass es krachen, Ringo!


streamplus.de

Post to Twitter Post to Delicious Post to Facebook Post to MySpace

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte Anti-Spam-Sicherheitsabfrage beantworten: *