Geschichten von Kreta: Von Schatzsuchern und Goldgräbern

Die Sommersaison ist vorüber, es sind nur noch ein paar Touristen im Dorf unterwegs und alles wird so langsam ruhiger. Die Supermärkte sind Sonntags wieder geschlossen, unter der Woche werden so gegen 21h die Schotten dicht gemacht. Viele Tavernen haben sich auch schon winterfest vermummelt, die Kafenia und einige wenige Restaurants in der Dorfmitte sind aber geöffnet.

Das alles lässt nur einen Schluss zu: es ist Winter – Juhuuuu!!!

Alle im Tourismus Beschäftigten atmen auf und tief durch und kommen dank viel Zeit und auch etwas verdientem Geld auf lustige Gedanken.

So auch unser Freund, nennen wir ihn einfach mal Eftychis (der Eftychisse gibt es hier viele!!!), der sich mit seinem entfernten Cousin (der Einfachheit halber nennen wir diesen dann Manolis) auf Schatzsuche begab.

Manolis – von Natur aus ein lustiger Geselle und noch dazu Glückskind (der letztjährige Lottogewinn spricht zumindest dafür!) – hatte sich nämlich einen Metalldetektor zugelegt.
Da er auch eine Taverne am Strand betreibt, dachte er sich wohl „irgendwas vergisst irgendwer ja immer am Strand und vielleicht schlägt der Metalldetektor ja mal an“.

Er weihte kurzerhand seinen Cousin Eftychis ein, der dann auch prompt auf den Plan aufsprang – zwei Glücksritter unter sich! Nun sah man die beiden mit dem Metalldetektor bewaffnet am Strand rumkriechen und nach irgendwelchen Edelmetallen suchen. War nur leider Fehlanzeige – also zumindest am von Manolis bewirtschafteten Strandabschnitt….

Aber Eftychis – gar nicht dumm – meinte „dann lass uns doch rüber nach Gialiskari an den Strand gehen, da sind im Sommer täglich Hunderte Touristen, da müsste doch was Verlorenes zu finden sein!“

Nun gut, man wechselte Stand- und Suchort und – voilà! – wurde fündig.
Edelmetalle in rauher Menge. Gewehr- und Pistolenmunition nämlich!

Rebellen auf Kreta – es gibt sie noch!

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