Griechischer Wein? Griechisches Bier!!!!

Nun humpelt Scheffredakteuse immer noch (der Gips ist ab, das Bein noch dran…) – allerdings endlich wieder ohne Krücken und somit hat sie wieder beide Hände frei zum selbständigen Einkaufen. Das ist für alle Beteiligten besser, wie der geneigte und treue Leser aufgrund verschiedener Geflügel– und Gemüse-Improvisationssituationen bereits weiß.

Horridoh – endlich mal wieder eigenhändig bzw. -beinig zum Supermarkt unseres Vertrauens und all das eingekauft, was ausser den absoluten „Basics“ so nötig war. Und natürlich zum Preise vergleichen, denn man will ja schon wissen, ob und wie weit die seit vergangenem Montag gültige Mehrwertsteuererhöhung durchschlägt….

Preiserhöhungen?

Hmmmm. Waschmittel – alles beim Alten. Zucker, Mehl, Kaffee – derzeit keine Erhöhungen festzustellen. Frisches Fleisch: dito. Gemüse: saisonbedingt günstig, die Wassermelonen bei 0,30 Euro/kg, Kartoffeln, Zwiebeln, Tomaten und Gurken sozialverträglich deutlich unter 1 Euro/kg. Eier nach wie vor 20 ct./Stück, Milch um die 1,35/Liter, Hunde und Katzenfutter ohne nennenswerte Veränderungen.

Bier wird teurer!

Bei der Annäherung an die flüssigen „Nahrungsmittel“ allerdings haben wir mal wieder einen guten Grund gefunden, uns erneut mit dem Thema „Bier“ zu beschäftigen. Seit Monaten kostete der Sixpack „Fix“ 3,40€. Immer als „Angebot“ deklariert, aber das halt seit Monaten – man gewöhnt sich dran…. Gestern: 4,50€! Ob das etwas mit der MwST-Erhöung zu tun hat oder mit der Touristensaison, sei dahingestellt – das wissen wir dann im Winter….

nisos-taverne
Lecker Bier aus Griechenland

Aber beim Durchstöbern der Bierangebote sprang eine neue, bisher noch nicht wahrgenommene Marke in´s Auge: „Nisos“ Bier (ΝΗΣΟΣ) von der Insel Tino. Wir haben gleich mal zugeschlagen – allerdings ob der Preise (2,08 Euro für 0,5 Ltr. und 1,69 Euro für 0,33 Ltr. Pilsener – alles organisch, versteht sich!) erst mal nur 2 Probeexemplare…. Eines davon allerdings preisgekrönt!!!

Und die Verköstigung ergibt: LECKER!!!

Was natürlich gleich die Neugierde auf den Plan ruft… Was ist das für ein Bier, wer macht das und warum????

Hier die Antworten:

Inhaber der „Inselbrauerei“ ist Alexandros Kouris, das Unternehmen hat vor kurzem den Betrieb auf Tinos aufgenommen und bereits beachtlichen Erfolg erzielt, denn auf dem internationalen «European Beer Star»-Wettbewerb im Herzen Bayerns, hat zum ersten mal ein griechisches Bier, nämlich das „Insel“-Pilsener das Podium erklommen.

Hier werden 1.613 Biere aus 42 Ländern aller Kontinente von 105 „Richtern“ – darunter Bierbrauer, Sommeliers und sonstige rennommierte Branchenexperten aus 25 Ländern – in Blindverkostung klassifiziert, d.h. keiner der Verkoster sieht Flasche oder Etikett der Biere, die auf Basis von Farbe, Aroma, Geschmack, visuellen Eigenschaften und Gesamteindruck bewertet werden.

Der «European Beer Star»-Wettbewerb begann vor 11 Jahren und seine Auszeichnungen gelten international als die Wichtigsten und Ehrenvollsten in der globalen Brauindustrie. Er ist einer von 2 international rennomierten Wettbewerbe (der andere ist der „World Beer Cup“) und wird offiziell von der EBU (European Beer Consumers Union) für die Objektivität der Beurteilungen geschätzt und unterstützt.

Im Jahr 2015 gehört die Minibrauerei der Kykladeninsel Tinos zu den Gewinnern. Ihr „Insel Pilsner“ wurde in der Kategorie „Pilsner böhmischer Art“ mit der Silbermedaille ausgezeichnet.

Bisher wurde überhaupt noch kein griechisches Bier in einem der oben genannten Wettbewerbe ausgezeichnet – ein Riesenerfolg für eine Mini-Brauerei!

Nisos Poster
Unser Biertipp.

Inhaber Alexandros Kouris äußert sich sichtlich ergriffen über die Auszeichnung während der Zeremonie bei der BrauBeviale Messe in Nürnberg:

„Das gesamte Team der Insel-Brauerei ist sehr stolz und aufgeregt. Wir wagten uns an den „European Beer Star“- Wettbewerb heran, um die Erfahrung einer Teilnahme zu machen. Wir wussten, dass wir ein gutes Bier brauen, den zweiten Platz auf dem Podium haben wir bei der überwältigenden Konkurrenz aus „klassischen“ Bierbrauerländern aber nicht erwartet.

Historisch gesehen liegen in diesem Wettbewerb die ausgezeichneten Biere aus der Tschechischen Republik und den USA ganz vorne. Jetzt haben wir zum ersten Mal auch Griechenland in die Weltkarte der führenden Biere platziert – unglaublich, aber wahr. Die Auszeichnung von heute ziert das Label und bestätigt uns in der objektivste Weise, dass die „Insel“ eine überlegene Erfahrung bietet.

Und diese widmen wir allen unseren Freunden, die uns mit ihrer Liebe und ihrer Wahl ehren und Mut machen, auf Tinos und auch auf den anderen Kykladen- und griechischen Inseln allen Widrigkeiten zum Trotz zu investieren und zu produzieren – für Griechenland.“

Radio Kreta – immer gute Tipps!


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Ein Kommentar

  1. Glückwunsch an Alexandros Kouris!

    Aber weil ich nun mal kein Bier-, sondern ein Weintrinker bin, bei dieser Gelegenheit doch mal ein kleines Loblied auf den griechischen Wein. Dessen Ruf ist in Deutschland im Allgemeinen schlecht, und daran sind in Flaschen abgefüllte Scheußlichkeiten wie Retsina Schuld. (So ein Image-Problem hatte italienischer Wein hierzulande vor Jahrzehnten auch einmal – damals standen in jedem deutschen „Party-Keller“ die typischen Chianti-Korbflaschen und fungierten als Kerzenhalter. Damit war die größte Gefahr gebannt: Das furchtbare Gesöff, das die Italiener damals nach Deutschland exportierten, war immerhin entsorgt.)

    Im Mai dieses Jahres hatte ich allerdings die Gelegenheit, das Weingut Zacharioudakis in Plouti zu besuchen und musste meine Vorurteile gegenüber griechischen Wein gründlich revidieren.

    Hier wird ein erstklassiger Biowein produziert, unter anderem aus den kretischen Rebsorten Kotsifali und Vidianó. Nach Verkostung je eines Vertreters von Rot, Weiß und Rosé konnte ich feststellen, dass diese Tropfen die Konkurrenz anspruchsvoller Weine aus Italien und Spanien keinesweg scheuen müssen.
    Deswegen der Tipp:

    Weinliebhaber, kommst du nach Kreta, besuche das Weingut Zacharioudakis, hier sind interessante Entdeckungen zu machen. (Informationen zu Besuchszeiten unter http://zacharioudakis.com)

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