Große Griechen: Sotiris Papastratos

Papastratos (griechisch Παπαστράτος) ist ein griechischer Tabak- und Zigarettenhersteller. 2003 wurde die Firma von Philip Morris übernommen.

Geschichte
Evangelos Papastratos gründete 1930 eine Zigarettenfabrik in Piräus und verarbeitete griechischen Tabak. 1933 gründete er eine zweite in Berlin, die Hellas Zigarettenfabrik, deren Gebäude wurde von Martin Punitzer entworfen. Die Marke Hellas wurde mit großem Aufwand beworben. Die Zigaretten wurden anfangs nur aus griechischem Tabak produziert, während in Deutschland nur Mischungen geraucht wurden. Eine Änderung der produzierten Zigarettentypen konnte nicht mehr den Niedergang der Marke stoppen. Da Papastratos auch Probleme mit den Nazis bekam, entschloss er sich die Fabrik 1936 zu schließen. 1937 erwarb er die Tabakfabrik Nestor Gianaclis in Kairo. 1940 starb Evangelos Papastratos, kurz nachdem die Nazis die komplette Tabakernte Griechenlands konfisziert hatten.

Die Fabrik in Kairo schloss 1955. In Griechenland führte Sotiris Papastratos 1957 die Filterzigarette ein. Eine Zusammenarbeit mit Reemtsma begann, die 1975 zugunsten einer Zusammenarbeit mit Philip Morris aufgegeben wurde. 2003 übernahm Philip Morris die Firma.

In zahlreichen Griechenland-Romanen kommen Papastratos-Zigaretten vor. Die Zigaretten Papastratos No. 1 (Assos) und No. 15 wurden in Südosteuropa an SS-Angehörige als Bezahlung ausgegeben. International bekannt wurden die Zigaretten auch dadurch, dass die Königin Margrethe von Dänemark Papastratos-Zigaretten raucht.

Quelle: Wikipedia

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2 Kommentare

  1. Wirklich schade finde ich es, dass die griechischen Zigaretten und Tabake nicht in Deutschland verkauft werden (dürfen). Obwohl ich seit ein paar Monaten auf Pfeife umgestiegen bin und meine Kollegen allein am typischen Geruch meiner KARELIA wussten, dass „der Grieche“ wieder aus dem Urlaub zurück ist, vermisse ich sie sehr! Allein die quadratische Kartonverpackung, die elegante Ansicht der Zigaretten in der aufgeklappten Schachtel. Einfach ein Genuss! Besonders praktisch fand ich früher die weiße Rückseite als Notizzettel. Jetzt ist ja leider die halbe Packung mit Gesundheitshinweisen verunstaltet. Aber das ist ein anderes Thema.
    Hoffen wir, dass sich die einheimischen Marken noch lange gegen die internationale Konkurrenz behaupten können und wir noch lange einen weiteren Grund haben, weswegen wir „unbedingt“ des öfteren nach Griechenland müssen 🙂
    Stellt sich nur zum Schluss die Frage: „Wie kommt eigentlich Königin Margarete an ihre tägliche Papastratos-Ration?

Kommentare sind geschlossen.