Ierápetra – private An-, Aus- und Einsichten.

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Ierapetra – die südlichste Stadt Europas.

Ierápetra ist laut offizieller Quellen „die südlichste Stadt Europas“.

Uns, die es uns glücklicherweise vor Jahren hierher verschlagen hatte, ist das aber weniger wichtig. Wirklich wichtig ist uns, ein – DAS – spezielle(s) Lebensgefühl zu vermitteln, das man hier unweigerlich empfindet und – im Besten aller Fälle (für einen selbst….) übernimmt.

Das Motto heißt: LEBEN!

Okay, das mag für manchen Kreta-Kenner das Motto der Insel überhaupt sein – es kommt halt nur darauf an, was man selbst will. Und hier treffen die Meinungen, Vorlieben und Erwartungen krass aufeinander.

Diejenigen, die nach Kreta kommen, um touristische Attraktionen, das entsprechende Nachtleben und – trotz allem – die heimischen Gepflogenheiten (z.B. English Breakfast, Paulaner Weißbier, Flensburger Pils, Berliner Buletten oder ne richtig originale Currywurst) genießen wollen, sollten um Ierápetra u.U. einen Bogen machen – Ihr werdet hier wenig davon finden.

Für alle, die das städtisch-ländliche Südost-Kreta kennen lernen wollen: Herzlich willkommen!!!

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Die Tierwelt in Ierapetra.

Ierápetra ist nach Heraklion, Chania und Rethymnon die viertgrößte Stadt Kretas und hat – wie ganz Kreta – eine bewegte Vergangenheit hinter sich.

Von dieser zeugen u.a. die Venezianische „Fortalezza“ am Hafen, sowie auch das Hinweisschild auf das Haus, in dem Napóleon Bonaparte während eines Feldzuges mal übernachtet hat (haben soll).

Außerdem ist diese Stadt wohl die sauberste, die man auf Kreta finden kann. Jedes Fitzelchen Papier, jede Kippe und sonstiger Abfall wird umgehend von der Straßenreinigung (eine ganze Armada von mit Schippe und Besen bewaffneter Menschen – oft auch Frauen!) beseitigt.

Aber auch die Bewohner achten liebevoll auf das Straßenbild – an jedem Haus in den reizenden kleinen Gässchen blüht, wächst und gedeiht irgendetwas. Und wer sich einmal beim Schlendern durch diese Gässchen vom Duft von Bougainvillea, Hibiscus und (fast Baumhöhe erreichendem) Basilikum das Hirn vernebeln lassen hat, will sich gerne immer wieder hierher verirren!

Für uns ist Ierápetra ein echtes Schmuckstück Kretas – das Leben hier macht Spaß und ist viel entspannter als in den gängigen Touristenzentren oder gar der Hauptstadt.

Ierápetra ist eine der reichsten – wenn nicht gar die reichste – Städte/Stadt Kretas; und das vor allem aufgrund des Obst- und Gemüseanbaus.

Auf vielen Internet-Seiten zum Thema „Südosten Kretas“ und „Ierápetra“ findet man sehr kritische, bisweilen abfällige, Meinungen zum Thema; dies vor allem wegen der hier sehr verbreiteten (sowohl in Anzahl als auch flächenmäßig) Gewächshäuser, die – nach Meinung einiger, offensichtlich bezüglich lokaler Gegebenheiten, Gepflogenheiten und Umstände wenig kundiger bzw. nicht einmal interessierter Zeitgenossen – die Landschaft „verschandeln“ (Originalzitat aus einem Internet-Beitrag bzgl. der Region).

Dazu wollen wir nur beitragen, dass die komplette Region vom Obst- und Gemüseanbau lebt, damit das überlebensnotwendige Geld verdient und ein großer Teil der – z.T. dreimal pro Jahr stattfindenden – Ernten, u.a. nach Deutschland geht… Nicht zuletzt dadurch wurde die Region Ierápetra zu einer der wohlhabendsten Kretas.

Wer reinen Tourismus weitab vom „echten“ Kreta will, sollte sich dann also eher in den entsprechenden Touri-Zentren (möglichst deutschsprachig, mit Schnitzel, Pommes, Salat, Currywurst und Schnellrestaurants) einbuchen. Es sei nur soviel gesagt: Ihr habt keine Ahnung davon, was Ihr verpasst!!! Lasst Euch auf Kreta ein und Ihr bekommt ein Vielfaches zurück – in jeder Beziehung!

Eine ganz persönliche Meinung von Su


streamplus.de

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2 Kommentare

  1. Jassu, Su!
    Habe deinen Artikel über Ierapetra mit Interesse gelesen. Wir (meine Frau und ich) verbringen heuer drei Juliwochen in Ferma, das ja nur zehn Km entfernt ist, und sind schon sehr gespannt.
    Wir waren schon oft in Griechenland, zuletzt in Kokkari/Samos und davor in Platamon/Olypische Riviera, aber noch nie in Kreta. Irgendwelche Empfehlungen oder Tipps? Ist es ratsam, unseren kleinen Hund mitzubringen?
    Schönen Abend aus einem winterlichen, ausnahmsweise schneereichen Wien
    Rudi

  2. Jassou Rudi,
    bringt Euren kleinen Hund ruhig mit. In jeder Taverna wird er willkommen sein, jeder Kreter wird begeistert sein. ABER: Wenn es ein Mädel ist, zieht ihr besser ein Strandhöschen an. Wenns ein Junge ist, dann nehmt ihn an die Leine. Ansonsten laufen später lauter kleine Abkömmlinge herum … Wenn Ihr einen Vorgeschmack auf die Gegend wollt, dann schaut mal in meinem YouTubeKanal vorbei: http://www.youtube.com/user/Jaguarle
    Und schaut Euch unbedingt unter den Einheimischen um, nehmt deren Einladungen an, hört Euch deren Tips an … dann habt Ihr den schönsten Urlaub, den Ihr Euch denken könnt.
    Viele Infos könnt Ihr auch hier finden: http://www.kreta-umweltforum.de
    Viel Freude!!!
    Dagmar

Kommentare sind geschlossen.